Schon mit Sido gekifft, Stefanie?

  • Publiziert: 24.04.2009, Aktualisiert: 08.02.2012
  • Von Fabian Zürcher

SCHLIEREN ZH – Stefanie Heinzmann ist der momentan heisseste Schweizer Musik-Export. Im Interview mit Blick.ch schlägt sie sich auf die Brust, spricht über Angebote aus Amerika und deutsche Stars.

Viva ist Geschichte, lang leben Nick und MTV Schweiz. Gestern ging in Schlieren die Lancierung der beiden neuen Sender über die Bühne. Und wenn die Schweiz mit neuer Musik-Kompetenz aufwartet, muss natürlich auch der Act stimmen. Mit Stefanie Heinzmann entschieden sich die Sender-Verantwortlichen für einen sicheren Wert. Auch wenn es vor dem Auftritt zu seltsamen Szenen kommt (siehe Video).

Hallo Stefanie. Wieso hast du dir vor dem Konzert auf die Brust geschlagen?
Das sind Stimm- und Lockerungsübungen. Eigentlich müsste mir dabei noch jemand auf den Rücken hämmern, aber das wäre wohl zu laut geworden. Ausserdem hilft es gegen die Nervosität.

Hast du Lampenfieber?
Ich mache mich immer selber zur Sau, steigere mich total in etwas rein und habe Angst, die Texte zu vergessen.

Ist Nervosität auch der Grund, weshalb deine Dankesreden bei Awards immer knapp ausfallen?
Nein, da bin ich einfach nie darauf vorbereitet.

Echo-Verleihung, Swiss Music Awards: Eigentlich müsstest du mittlerweile wissen, dass du abräumst.
Ich rechne einfach nie damit, vielleicht ist auch ein bisschen Aberglaube dabei.

Du fährst ganz gut damit. Du hast deine Karriere in Deutschland gestartet…
…ich würde jederzeit wieder an Stefan Raabs Casting-Show teilnehmen. Ich glaube es ist schwieriger, in der Schweiz zu starten und dann in Deutschland Erfolg zu haben.

Wie ist denn Stefan Raab so?
Ein Mega-Entertainer, äusserst ehrgeizig und extrem erfolgreich. Was er anfasst wird zu Gold.

Dein Album «Masterplan» sogar zu Platin. Der Erfolg öffnet dir weitere Türen in Deutschland. Du hast denselben Produzenten wie Sido.
Der ist voll nett, hat keine Vorurteile. Er ist halt ein Rapper aus dem Berliner Ghetto, ein Asi-Kind. Aber extrem intelligent, und er geht seinen Weg.

Hast du schon mal mit ihm gekifft?
(lacht): Nein, dazu ist es definitiv noch nicht gekommen!

In Deutschland hast du dich etabliert, in Amerika ist man bereits auf dich aufmerksam geworden. Ist der Sprung über den grossen Teich geplant?
Seit dem Duett mit Lionel Richie und Metallica gibt es tatsächlich Anfragen aus den USA. Aber das überlasse ich meinem Bruder. Das ist ein Riesen-Schritt und macht mich schon etwas nervös.

Deine bisherigen Hits waren Cover-Versionen. Wie sieht es auf dem nächsten Album aus?
Wir sind fleissig am schreiben. Das heisst, vor allem die Produzenten und mein Bruder. Ich gebe zwar überall meinen Senf dazu, aber ich finde meine Texte einfach zu schlecht, mit fehlt noch die Erfahrung. Und Nonsense will ich nicht auf die Leute loslassen.

So wie Silbermond das tun?
Genau (lacht)! Schreib das!

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