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11 Jahre alt ist Paris Katherine Jackson. An eine normale Kindheit ist als Tochter des King of Pop nicht zu denken. Doch Michael Jackson hielt seine Kinder Prince Michael (12), Paris (11) und Prince Michael II (7) meistens von der Öffentlichkeit fern.
Gestern nun steht Paris zum ersten Mal im Rampenlicht. Nicht wie sonst von einer Maske verdeckt, den Blicken eines Milliardenpublikums schutzlos ausgeliefert. Und das im schwersten Moment ihres Lebens. Die bis dahin ohne allzu grossen Pomp und Kitsch ausgekommene Trauerfeier nimmt eine dramatische Wendung.
Paris dankt dem verstorbenen Papa, schluchzt die Worte «du warst der beste Vater der Welt» ins Mikrofon, muss ihren Schmerz mit der ganzen Welt teilen.
Rührend? Nein, erschütternd! Nichts ist intimer als Trauer, nie fühlt man sich nackter. Ein 11-jähriges Mädchen entblösst seine Seele vor Milliarden Zuschauern, Tante Janet im Hintergrund wirkt eher bedrängend als beschützend. Es wirkt, als ob gerade die Tochter von Michael Jackson, der von seinem Vater auf die Bühne geprügelt wurde, an der grössten Trauerfeier aller Zeiten ins Rampenlicht gezerrt wird.
Das Erbe, welches Paris Katherine Jackson antritt, ist ohnehin schwer genug. Ihre heissen Tränen jagten jedenfalls kalte Schauer über den Rücken.
Wie empfanden Sie die Trauerfeier für Michael Jackson?