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Nur Rang fünf nach zwei von vier Durchgängen! Den Zwischenstand bei Rennhälfte hat sich Ivo Rüegg sicherlich anders vorgestellt.
Hauptproblem stellt der Start dar. Von sämtlichen Piloten in den Top Ten ist Rüegg in der Anlaufspur jener mit den schlechtesten Werten. Kommt hinzu, dass er sich mit seinen Steuerkünsten nicht vollends zufrieden zeigen kann.
«Es waren verkrampfte Fahrten», so Rüegg, «ich hatte zwar keinen groben Bock drin, aber ein paar kleine Sachen passten nicht. Am Start ist leider nicht viel mehr möglich.» Trotzdem wagt er eine Kampfansage: «Wir greifen nochmals an.»
An der Spitze sind Lange/Kuske drauf und dran, sich zu den erfolgreichsten Bobsportlern bei Olympia aufzuschwingen. Für die Top-Favoriten liegt die vierte Goldmedaille abholbereit.
Ihr Vorsprung auf Landsmann Florschütz beträgt elf Hundertstelsekunden, nachdem nach dem ersten Durchgang die Hackordnung noch umgekehrt gewesen ist. Diese zwei Teams setzen sich vom Rest der Konkurrenz deutlich ab.
Zur täglichen Rubrik Pleiten, Pech und Pannen: Das Sturz-Festival findet nach dem Training im Rennen die Fortsetzung. Die Schrecksekunden sind äusserst zahlreich. Häufig wird es wie erwartet in der Passage zwischen den Kurven 11 und 13 brenzlig.
Alleine im ersten Umgang erwischt es drei Mannschaften: Erst den liechtensteinischen Olympia-Debütanten Michael Klingler, dann den Briten John Jackson, dessen Anschieber nach dem Kippen aus dem Bob fällt, und am Schluss den völlig überforderten Australier Jeremy Rolleston. Es soll sich glücklicherweise kein Betroffener gravierend verletzt haben. (Si/sau)
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Rüegg und Grand können am Start nicht mit den Schnellsten mithalten. (AP)