Wegen Daten-CD Razzia bei Credit Suisse Deutschland!

  • Publiziert: 14.07.2010, Aktualisiert: 10.02.2012

Der CS droht Ärger in Deutschland: Aufgrund der Informationen auf den Daten-CDs führt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bei der Schweizer Bank Razzien durch.

Es ist nur eine knappe Medienmitteileung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf: Razzia bei 13 deutschen Filialen der Credit Suisse.

Das heisst: Der Datenklau hat möglicherweise böse Folgen für die Nummer zwei der Schweizer Banken. Denn nun suchen deutsche Fahnder nach Steuersündern. Werden sie fündig, droht der CS ein Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung!

150 Beamte im Einsatz

Seit 10 Uhr heute Morgen laufen die Razzien. Im Visier haben die Fahnder nicht nur deutsche Steuersünder, sondern auch CS-Banker. Diese sollen den Kunden beim Steuerhinterziehen geholfen haben. Das geht aus der Mitteilung hervor: «Das Amtsgericht Düsseldorf hat entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse unter dem Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen unbekannte Mitarbeiter der Credit Suisse erlassen.»

Die Schwarzgeld-Jäger rücken mit einem Grossaufgebot aus. 150 Beamte sind heute im Einsatz, darunter 10 Staatsanwälte.

Laut den Behörden könnten die Durchsuchungen bis morgen Donnerstag andauern.

Die Credit Suisse hat bestätigt, dass ihre 13 deutsche Filialen am Mittwoch von den Behörden durchsucht worden sind. Die Bank arbeite mit den Ermittlern zusammen und könne wegen dem laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte erteilen, heisst es.

Razzien aufgrund der Steuer-CD

«Im Rahmen ihrer Ermittlungen, basierend auf den Erkenntnissen aus der angekauften ‹Steuer-CD›, durchsucht die Staatsanwaltschaft Düsseldorf heute, Mittwoch, 14. Juli 2010, gemeinsam mit Mitarbeitern der Steuerfahndung bundesweit in 13 Städten Filialen und Repräsentanzen der Credit Suisse Deutschland AG.»

CS-Aktie taucht


Aufgrund der Razzien sank der Aktienkurs der Credit Suisse um über 1 Prozent. Die Credit Suisse ist derzeit daran eine Medienmitteilung zu verfassen. Die Bank geriet aufgrund einer Daten-CD ins Visier der deutschen Steuerfahnder. Deutschland hat die CD mit Kundendaten einem Datendieb für 2,5 Millionen Euro abgekauft.

Gemäss den Behörden wurden in der Folge 1100 Verfahren gegen mutmassliche Steuersünder eröffnet. 175 werden aktuell von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf weiter verfolgt. (zum)

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