Deutschland diskutiert gesetzlichen Feiertag für Muslime Ramadan statt Ostermontag

  • Aktualisiert am 02.01.2012

ZÜRICH – In Deutschland ist eine hitzige Debatte im Gang: Sollen Muslime einen gesetzlichen Feiertag erhalten?

Sollen die mehr als 300000 gläubigen Muslime in der Schweiz einen eigenen gesetzlichen Feiertag erhalten? Wer jetzt denkt, die Frage sei abwegig, täuscht sich. Während die Migros wegen heftiger Kundenreklamationen über ein Kopftuchverbot für Verkäuferinnen diskutiert, sorgt in Deutschland die Feiertagsfrage für hitzige Diskussionen.

Die Idee stammt aus dem Lager der Grünen. Sie wollen damit den 3,5 Millionen Angehörigen der Islamischen Glaubensgemeinschaft entgegenkommen und einen gesetzlichen Feiertag zugestehen. «Etwa zum Ende des Fastenmonats», schlägt der stellvertretende Fraktionschef Christian Ströbele vor. Dafür müsste einer der christlichen Feiertage gestrichen werden. Die Partei will damit ein Zeichen setzen. Das sei angesichts der hässlichen Gewalttaten in den Niederlanden nötig.

Deutschlands Muslime nehmen das Angebot an und finden «ein muslimischer Feiertag ist überfällig». Der Vorsitzende der islamischen Gemeinschaft Hamburg hat auch schon einen konkreten Vorschlag: Die Christen könnten auf den Ostermontag oder Pfingstmontag verzichten. Für den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber ist das ein «völlig falsches Signal».

Blick Online hat die Leser um Ihre Meinung gebeten. Lesen Sie am Donnerstag was die Kirchen und die Leser von der Idee eines islamischen Feiertages halten.

Mahmud-Moschee in Zürich: 310'000 Muslime leben in der Schweiz.

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