Zweite Durchsetzungs-«Arena» innert 2 Wochen Warum schon wieder, Herr Projer?

Die Durchsetzungs-Initiative der SVP spaltet das Land. Nur zwei Wochen nach der Abstimmungs-Sendung setzt die SRF-«Arena» morgen erneut auf das Thema. Moderator Jonas Projer sagt, warum.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Bundesrätin Doris Leuthard «Die Bevölkerung muss sparsamer werden»
2 Gutachter meldet Bedenken an Kann die Schweiz Dschihadisten überhaupt...
3 Weniger kommen, mehr gehen Zuwanderung sinkt um 17 Prozent

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
32 shares
144 Kommentare
Fehler
Melden

Über 300 000 Personen sahen sich vor zwei Wochen die «Arena» zur Durchsetzungs-Initiative an – eine ausgezeichnete Quote für die nach wie vor wichtigste Polit-Sendung im Land.

play
Die erste «Arena» mit SVP-Boss Toni Brunner (l.) und Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP, 2.v.r) stiess auf grosses Interesse. (Screenshot SRF)

Das grosse Interesse ist auch ein Indiz dafür, dass das SVP-Anliegen die Schweiz bewegt. Nach der Gotthard-Sendung letzte Woche (271'000 Zuschauer) setzt das SRF deshalb morgen erneut auf die kriminellen Ausländer.

«Die Vorlage spaltet die Schweiz und ist das Gesprächsthema Nummer eins am Stammtisch», erklärt Moderator Jonas Projer. Auf die erste Sendung habe man über 500 Zuschriften erhalten. Ausserdem würden er und sein Team die Initiative als «hochrelevant» einstufen.

«Ich werde zeigen, dass ich nicht Matters Gehilfe bin.» Jonas Projer zur Kritik, dass ihn TV-Chef Ruedi Matter persönlich als Fragesteller ausgewählt hat. play
«Arena»-Moderator Jonas Projer: Durchsetzungs-Initiative ist «Gesprächsthema Nummer eins am Stammtisch.» SRF/Oscar Alessio

«Deshalb haben wir uns entscheiden, erneut auf das Thema zu setzen und so weitere offene Fragen zu klären», so Projer. Allerdings werde man in der zweiten Sendung einen «anderen Zugriff» zum Thema verwenden.

So sind dieses Mal etwa die Zuschauer aktiv beteiligt. Via Twitter rief der Moderator auf, sich für eine Teilnahme an der Diskussion zu bewerben. «In Zukunft möchte ich die Zuschauer vermehrt in die Sendung einbinden», begründet er.

Erst letzten Freitag versuchte die Sendung dies via soziale Medien. Weil die «Arena» aber nicht live ausgestrahlt wird, können die Diskussionsteilnehmer nicht darauf reagieren. Mit dem neuen Versuch sollen die Zuschauer «merken, dass sie dazugehören», so Projer.

Weil die Redaktion aber auch bei der Auswahl von Gästen aus der Bevölkerung auf Ausgewogenheit achten muss, sei der Aufwand riesig. Deshalb bleibe die Aktion erstmal ein Versuch, so Projer.

SVP faction chief Amstutz speaks to media during a news conference on the Initiative to deport foreign criminals in Bern play
SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz kommt nach seiner Absage aus gesundheitlichen Gründen doch noch zum «Arena»-Auftritt zur Durchsetzungs-Initiative. REUTERS

Die Gäste treffen in der «Arena» auf altbekannte Gesichter. SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz kann nun doch noch auf der grossen Bühne zum Thema referieren. Die Sendung vor zwei Wochen verpasste er wegen einer Lungenentzündung, Parteichef Toni Brunner sprang ein.

Zusammen mit «Weltwoche»-Vize Philipp Gut trifft er auf SP-Ständerat Daniel Jositsch und den Rapper Knackeboul.

Publiziert am 18.02.2016 | Aktualisiert am 01.06.2016
teilen
teilen
32 shares
144 Kommentare
Fehler
Melden

144 Kommentare
  • Prisca  Dousse 19.02.2016
    Die Sendung schaue ich mir nicht mehr an. Unerträglich die selbstherrliche Art von J.Projer.Ebenfalls unerträglich, wie Befürworter abgewürgt werden.Schweizer Fernsehen,wie neutral bist du noch?
  • silvano  schmid aus chur
    19.02.2016
    SFR sollte aufhören sich in Abstimmung Angelegenheiten einzumischen.
    Erstens artet diese Sendung immer aus und zweitens ist SRF nicht neutral!!!
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    19.02.2016
    Es ist das EINZIG Thema wo J.Projer noch Aufmerksamkeit erhält und punkten kann und er auf die SVP eindreschen kann.
    Es ist widerlich und beschämend vom linken SRF sich derart unklug und parteiisch zu zeigen.
    ewz
  • Bruno  Fehr aus Illnau
    18.02.2016
    SRF-Projer täuscht vor, in der Sache neutral zu sein, ist es aber mit seiner Dominanz und Diskussionsführung natürlich nicht. Schon in der ersten Arena, ging er auf starke Argumente für die DSI, geäussert von Ex Medienchef der Staatsanwaltschaft BS nicht ein, ignorierte dessen Ausführungen in der weiteren Diskussion. Und einen solchen neutralen, die Tatsachen nicht verdrehenden, nicht polemisierenden Gast, wir er kaum mehr einladen (dürfen).
  • Heiner  Boerlin aus Kaiseraugst
    18.02.2016
    Es liegt im SRF zuviel Geld herum. Warum diese Arena-Sandkastenspiele mit dem socialmedia-geilen Selbstdarsteller Projer weiterhin produziert werden, ist rätselhaft. Arena = Bevormundungs-Versuche vor den Abstimmungen, zusammen mit den unsäglichen Meinungsforschungs Ergebnissen. Sollte 4 Wochen vor Abstimmungen alles verboten werden, um Bürger nicht mehr zu beschallen mit diesem Mist. Was gibts denn jetzt noch zu überlegen? Ganz einfach: Wer nicht kriminell ist hat nichts zu befürchten.
    • Marco  Hanhart , via Facebook 19.02.2016
      Da zeigt ein SVP Anhänger wohl sein wahres Gesicht. Was sie hier fordern ist ganz einfach eine Zensur und ein Indiz mehr, dass ihr unseren Rechtsstaat tatsächlich aushebeln wollt. Am liebsten wäre euch doch eine 1 Partei Diktatur. Das nenne ich Landesverrat, schämen sie sich!
    • Abbas  Schumacher , via Facebook 19.02.2016
      Marco Hanhart, sie täubelen da ja richtig? Immer wenn ich ihre Zeilen lese, nicht nur hier, sie scheinen immer bei den Benachteiligten zu sein? Ich habe Bedauern mit ihnen!