Zitate-Dreschen im Ständerat Hamlet besiegt Odysseus

Die Debatte zur Masseneinwanderungs-Initiative lief live im Fernsehen. Die Parlamentarier gaben sich Mühe und bemühten die Weltliteratur.

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Eigentlich ist der Ständerat ja eine höchst effiziente Parlamentskammer. Doch wehe, das Fernsehen überträgt die Debatte live. Dann werden die Voten lang und länger. Und vor allem werden die Ständeräte so richtig kreativ. Da merkt man: Für einmal hat sich Herr Ständerat abends zuvor in seine Bibliothek zurückgezogen – oder war zumindest auf Wikipedia.

Ist ja klar: Es geht um die Debatte des Jahres. Und so ein anständiges, live übertragenes Votum zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative muss natürlich einen würdigen Einstieg haben, ein Zitat aus der Weltliteratur etwa.

Heimlicher Sieger im Zitate-Dreschen ist der Freiburger Ständerat Beat Vonlanthen. Er zitierte aus Shakespeares «Hamlet». Er charakterisierte die Bilateralen mit dem Satz: «Sein oder nicht sein ...» Doch Vonlanthen begnügte sich nicht mit einer Amtssprache. Nein, er zitierte den Satz in der Originalsprache.

Dies unterliess der Walliser CVP-Mann Beat Rieder, leider, als er Homer zu Hilfe nahm und vom Dilemma des Odysseus sprach. Ein paar altgriechische Sätze wären der epochalen Debatte gut angestanden.

Etwas profaner hielt es SP-Ständerat Hans Stöckli, der das Sorgenbarometer der CS bemühte. Und SVP-Mann Werner Hösli sprach nicht Englisch und nicht Griechisch: Er begnügte sich mit Jägerlatein.

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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3 Kommentare
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    gestern, 10:44 Uhr
    Parlamentarier verdienen viel zu viel, Verhältnisblödsinn, mit dieser Gage die sie als Politiker erhalten müssen sie KUSCHEN vor der Regierung. Gagen halbieren!
    ewz
  • Philipp  Rittermann gestern, 09:41 Uhr
    leider täuschen die zitate grosser philosophen nicht darüber hinweg, dass der "mut" die meisten parlamentarier innerhalb dieser debatte komplett verlassen hat. hauptsache, niemanden vergraulen. mit einer umsetzung der mei gem. abstimmungsergebnis hat das gar nichts zu tun. dem resultat zur folge, hätte man einfach auch gar nichts machen müssen. fazit. ausser spesen, nichts gewesen. konformität siegt.
    • Werner  Lüthi aus Horgen
      gestern, 10:00 Uhr
      Ich teile Ihre Meinung voll und ganz. Ausser Spesen nichts gewesen! Der mit dem bezahlten GA (2 Klasse statt 1 Klasse) finde ich auch gut. Meiner Meinung nach - selbst bezahlen, denn für blabla soll der Steuerzahler nichts bezahlen.