Zahl der Verkehrsunfälle in der Armee steigt Soldaten auf Crash-Kurs!

Die Armee hat ein Unfall-Problem. Woche für Woche kommt es zu 13 Verkehrsunfällen. Auch die Zahl von erwischten Kiffern bleibt hoch. Die Militärs setzen darum auf Präventions-Kampagnen.

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Im Zug vergessene Sturmgewehre, Drogen am WEF und Unfälle – Schweizer Soldaten sind neben der Spur.

Ein geländegängiger Duro der Armee kommt am 20. Januar in Schwellbrunn AR von der Strasse ab, überschlägt sich mehrmals und kommt erst in einem Bachbett zum Stillstand. Beim Unfall werden 8 von 18 Personen verletzt, 6 davon müssen ins Spital eingeliefert werden. Einer von Dutzenden Verkehrsunfällen, welche die Armee jeden Monat verzeichnet.

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Ein Duro kommt am 20. Januar 2016 bei Schwellbrunn AR von der Strasse ab und überschlägt sich mehrmals.  Kapo AR

Laut dem Jahresrapport der Militärpolizei kam es in der Armee 2015 Woche für Woche zu 13 Verkehrsunfällen. Alleine in den ersten neun Monaten des letzten Jahres musste die Armee bei Verkehrsunfälle drei Tote und 55 Verletzte beklagen.

Die Armee bestätigt auf Anfrage von BLICK diese Zahlen. Alarmierend ist der Trend: «Die Anzahl Verkehrsunfälle ist leider leicht steigend», erklärt ein Armee-Sprecher.

Können die heutigen Soldaten nicht mehr anständig Auto fahren? Die Armee versuche, «dem negativen Trend mit entsprechenden Aufklärungskampagnen entgegenzuwirken».

Jährlich 545 Drogenfälle

Auch Drogen bereiten der Militärpolizei einige Probleme. Laut dem Armeesprecher hat man «in den letzten fünf Jahren durchschnittlich pro Jahr 545 Fälle von Besitz und Konsum verzeichnet». Im Vergleich mit der hohen Anzahl an Rekruten und Soldaten im Dienst sei dies ein tiefer Wert. Insbesondere wenn man mit den Drogenvorfällen im zivilen Bereich vergleiche.

Meistens würden nur «leichte Drogen» wie Cannabis gefunden. «Vereinzelt konnte der Konsum und Besitz von Kokain festgestellt werden», so der Sprecher. Die Armee setze Ordnung und Disziplin durch, weshalb auch eine entsprechende Zahl von Fällen registriert würde. Kontrollen erfolgen laut dem Sprecher immer im Hinblick auf einen konkreten Verdacht. Durch ein präventives und repressives Vorgehen der Militärpolizei werde verhindert, dass sich Suchtmittel in der Armee verbreiten könnten. Zudem würden die Armeeangehörigen mit gezielten Präventionskampagnen sensibilisiert. 

Die Armee kämpft also in den Bereichen Verkehr und Drogen gegen einen Trend zur «undiszipliniertesten Armee der Welt». Grundsätzlich sei jeder verzeichnete Vorfall einer zu viel, so der Armeesprecher. «Im Bereich Verkehrsunfälle und Drogenkonsum gibt es bereits heute entsprechende Präventionsmassnahmen, welche mit einer zusätzlich intensivierten Kontrolltätigkeit dem leichten Aufwärtstrend entgegenwirken.»

Publiziert am 02.02.2016 | Aktualisiert am 08.03.2016
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Acht Verletzte bei Unfall in Schwellbrunn Armee-Duro stürzt 30 Meter in die Tiefe

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  • Pesche  Steffen , via Facebook 02.02.2016
    Das Problem der Waffen liesse sich so leicht mit der Deponie im Zeughaus lösen und als netten Nebeneffekt gäbe es einige Tote weniger.
    • Alex  von Steiger 02.02.2016
      Sie haben noch vergessen zu sagen, dass der Spatz mit etwas mehr Salz drin auch lieber gegessen würde.
  • Walter  Staub , via Facebook 02.02.2016
    Bei jedem Stundenhalt ein Kafi-Fertig ist einfach zuviel für die Fahrer. Wir haben schon früher in solchen Fällen immer empfohlen, ab dem fünften Kafi-Fertig auf Kafi-Lutz umzusteigen.
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    02.02.2016
    warum soll es im militär anders sein als im zivilen? zivilisten gehen ins militär,und sind nachher wieder zivilisten mit all ihren mängeln und suchten.
  • Urs  Rolli , via Facebook 02.02.2016
    Das Probleme dr Armee Chauffeure ist, das eine grosse Anzahl von Ihnen im Zivilleben gar keine Fahrzeuge dieser Art und Weise fahren.
    Und in der kurzen Zeit die Sie in der Armee sind, fehlt die Erfahrung.
    Habe das ganze selbst miterlebt.
    • alexander  geser aus oberengstringen
      02.02.2016
      Da bin ich völlig der Meinung von Urs Rolli. Es ist bei meinem Alter schon einige Zeit her, aber schon in den siebziger-Jahren musste man halt einen 2DM oder einen Mowag fahren. Diese Fahrzeuge waren so fremd im Vergleich zu den zivilen Varianten, dass Vorsicht geboten war. Der Mowag liess sich sogar nur mit Zwischengas, Schalthebel hinter dem Rücken (!!) bewegen. Heutige Fahrzeuge sind sicher viel besser und mit Automaten ausgerüstet, aber es bedingt halt, dass der Fahrer Fit ist.
    • Walter  Zimmermann aus Jona
      03.02.2016
      Auch ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Herr Rolli. Da habe ich u.a. einmal festgestellt, dass ein Fahrer mit einem grossen Mercedes damit Mühe hatte und er war froh, dass ich das Steuer übernahm und er auf dem Beifahrersitz Platz nehmen konnte. Ich hatte eidg. und Militär-FA.
  • Serge  Bucher , via Facebook 02.02.2016
    Ideales Fressen: die Vorkommnisse mit Drogen in der Armee und man zeigt die Bilder von verunfallten Armeefahrzeugen. Dies kommt davon, dass man immer noch nicht in der Lage ist, Berufsfahrer als Motfahrer zu rekrutieren. Nein, man nimmt lieber Studenten oder Bürofachleute, die überhaupt Null Erfahrung auf LKW haben und rekrutiert diese als Motf. Es hat sicher ein wenig gebessert in den letzten Jahren, jedoch hört man immer wieder von solchen Fehlentscheidungen. Und: passieren kann Jedem etwas.
    • Andreas  Keller , via Facebook 02.02.2016
      Sorry - aber das ist etwas beleidigend - ich habe auch Radpanzer gefahren und war ein Bürogummi; ich behaupte sogar sehr gut; Dein Fressen : Ich habe es auch erlebt, wie ein Bekiffter Radpanzer gefahren ist, direkt hinter Ihm - neben der Spur und er hat es nicht bemerkt. Auf der Stelle Führerausweisentzug....gut so. Dein Fressen ist nicht Fressen, sondern leider Realität.