Kommando-Aktion Wollte Bundesrat Göldi mit Gewalt raushauen?

BERN – Die Schweizer Regierung hat offenbar geprüft, die Geiseln in Libyen, Max Göldi und Rachid Hamdani, mit einer Kommando-Aktion zu befreien. Das berichtet die «Weltwoche».

  • Aktualisiert am 14.01.2012
Nach dem Happy End: Max Göldi mit Micheline Calmy-Rey. Wollte der Bundesrat im letzten Jahr wirklich ein Kommando zur Befreiung der Geisel schicken?- Reuters

Nach einem medizinischen Check wurden im letzten Herbst die beiden Geiseln Rachid Hamdani und Max Göldi von den Libyern entführt. 53 Tage hielt das Gaddafi-Regime die beiden getrennt an einem geheimen Orten fest. Die Libyer begründeten diese Entführung damit, dass die Schweiz eine geheime militärische Kommandoaktion zur Befreiung der Geiseln plane.

Die Schweiz und eine Kommando-Aktion – die Geschichte wollte damals niemand richtig glauben. Über die Gerüchte wegen einer angeblichen militärischen Aktion habe sie Tränen gelacht, sagte damals die Ehefrau von Rachid Hamdani: «Ich habe nie geglaubt, dass die Schweiz so etwas machen würde.»

Doch offenbar hat die Schweiz tatsächlich ein solches Vorhaben als eine von drei möglichen Optionen ins Auge gefasst. Das schreibt heute jedenfalls die «Weltwoche». Die Zeitschrift beruft sich dabei auf die Aussagen von Insidern.

Die Schweiz habe aber diese Option rasch wieder verworfen. Eine solche Befreiungsaktion hätte laut den «Weltwoche»-Quellen «gewaltige logistische Probleme und immense menschliche und politische Risiken mit sich gebracht.» (hmo)

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