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«Auf Didier Burkhalter wartet ein Desaster bei den Krankenkassen», sagt Richard Eisler vom Internet-Vergleichsdienst Comparis. Das habe er Pascal Couchepin zu verdanken.
Couchepin hat heute für das nächste Jahr einen Prämienanstieg von durchschnittlich 8,7 Prozent verkündet. Weniger als ursprünglich erwartet. In einigen Kantonen und besonders bei jungen Versicherten steigen die Prämien aber viel stärker. Um 15 Prozent und mehr.
Couchepin hat zwar heute stolz aufgezeigt, dass während seiner Amtszeit die Prämien weniger stark stiegen als bei seiner Vorgängerin Ruth Dreifuss. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
«Couchepin hat ein saniertes System von Dreifuss übernommen. Doch jetzt hat er die Reserven der Kassen geplündert, um den Anstieg der Prämien zu bremsen.» Das wird Didier Burkhalter zu spüren bekommen. Denn diesen Trick kann er kaum mehr anwenden.
Klar ist aber, die Kostensteigerung im Gesundheitswesen geht weiter. Da bringen auch die angepeilten Sparmassnahmen keine grosse Linderung.
Besonders mühsam wird es für die Versicherten, wenn der angedrohte Vertragszwang als Sparmassnahme eingeführt wird. Damit soll Leuten mit einer hohen Franchise der Wechsel der Krankenkasse während drei Jahren verboten werden.
«Das macht die Versicherten zu Geiseln ihrer Krankenkasse. Die Kassen können ihnen das Geld mit Prämienerhöhungen aus der Tasche ziehen, ohne dass sich die Versicherten wehren können», sagt Eisler.
Dieser Vertragszwang würde ab dem nächsten Jahr gelten. Der Ständerat muss noch darüber abstimmen. Das wird bitter, wenn die Prognose von Eisler zutrifft: «Ich rechne damit, dass die Prämien nächstes Jahr nochmals in derselben Grössenordnung angehoben werden.»
Tritt ein schwieriges Erbe an: Couchepin-Nachfolger Didier Burkhalter.- Keystone