«Wir müssen Zivilcourage zeigen» Rapper Greis unterstützt SP-«Schlepperin»

ZÜRICH - Gestern verhaftete die Grenzwache die Tessiner SP-Grossrätin Lisa Bosia Mirra. Sie wirft ihr vor, sie habe vier minderjährige Flüchtlinge in die Schweiz geschleust. Ein Aufruf im Internet zu ihrer Unterstützung ist ein Renner.

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Rapper Greis unterstützt zusammen mit mehr als 1000 Leute die Tessiner SP-Grossrätin Lisa Bosia Mirra, die unter dem Vorwurf der Schlepperei verhaftet wurde. Peter Gerber

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Im Internet läuft ein Aufruf zur Unterstützung der Tessiner SP-Grossrätin Lisa Bosia Mirra (43). Die Tessiner Politikerin soll am Versuch beteiligt gewesen sein, vier minderjährige Flüchtlinge in die Schweiz zu bringen. Gestern wurde sie vom Grenzwachtkorps verhaftet.

Der Vorwurf: Schlepperei. Innert weniger Stunden sind schon mehr als 1000 Unterschriften zu ihrer Unterstützung zusammengekommen – von Leuten, die nicht nur mit ihrem Namen sondern auch mit ihrem Bild hinstehen und eine Kurskorrektur fordern. Hilfe für Flüchtlinge soll als Fluchthilfe aufgefasst werden.

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Rapper Greis fordert Zivilcourage

Einer der am Aufruf massgeblich mitgewirkt hat, ist Rapper Greis. Er erklärt sein Engagement damit, dass es Leute mit Zivilcourage brauche, damit Flüchtlinge wie diese Minderjährigen es in die sichere Schweiz schafften: «Ich gehe davon aus, dass diese Minderjährigen noch nicht als Flüchtlinge in Italien registriert worden sind und darum auch Anrecht auf ein ordentliches Asylverfahren in der Schweiz hätten.»

«Angemessen auf Einzelschicksale reagieren»

Er versteht das Ganze nicht als Kritik an den Behörden und schon gar nicht am Grenzwachtkorps: «Es ist wichtig, dass wir angemessen auf diese Einzelschicksale reagieren.»

Schliesslich sei nicht nur die Schweiz, sondern alle Länder Europas auf junge Leute, die zuwanderten, angewiesen: «Das bleibt angesichts der schnellen Überalterung, die auf uns zukommt, ohne Alternative.»

Darum sei es wichtig, dass Jugendliche, wie im Fall von Lisa Bosia Mirra, in der Schweiz ihren Asylantrag stellen können, schnell eine Heimat finden und sich integrieren könnten.

Sollten sie wider Erwarten in Italien tatsächlich registriert worden sein, dann könne man sie laut Greis ins Kontingent von den 1500 Flüchtlingen nehmen, welche der Bundesrat aus Italien und Griechenland aufnehmen will. Greis: «Es sind erst 234 aufgenommen worden.»

Publiziert am 02.09.2016 | Aktualisiert am 05.09.2016
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68 Kommentare
  • Hansruedi  Gut , via Facebook 04.09.2016
    Greis ist ein gutes Beispiel, dass unfaehige Kuenstler dank linker Gesinnung erfolgreich sind. Klar muss er diese Gesinnung bei jeder Gelegenheit signalisieren, weil gehoert zu seinem Business Plan.
  • Patrick  Fluri aus Oensingen
    03.09.2016
    Nur schmunzeln; von einem Rapper kommt wohl kaum etwas Schlaues, oder?
  • Patrick  Carnot 03.09.2016
    Mit was die "Sternchen" von Heute Aufmerksamkeit erreichen wollen(wieso Rapper und nicht Politiker?).... Laut Dublin-Abkommen haben diese Flüchtlinge eben kein Anrecht auf Asyl in der Schweiz. Solidarität JA aber nicht auf diese Art und Weise, sonder nach den gegebenen Möglichkeiten. Übrigens, für was Unterschriften? Will man das Gesetzt für Schlepper im Gesamten ändern? Gesetze können nicht für einzelne Personen durch Unterschriften gestoppt/gebeugt/abgeschwächt werden, auch nicht für die SP...
  • John  Livers aus St.Gallen
    03.09.2016
    Ich würde gerne Zivilcourage zeigen. aber nur mit dem Stgw. an der Schweizer Grenze!
  • Michael  Tomov aus Koror
    03.09.2016
    Greis heisst offenbar nicht nur so, er ist es offenbar auch in seinem Kopf! Seit wann haben solche Jüngelchen das Recht, straffrei zum Brechen von Gesetzen anzustiften? Packt den ein und eröffnet ein Verfahren wegen Anstiftung zu Schlepperei.
    • hanspeter  kobelt 03.09.2016
      Nun ja, der wird ja vielleicht auch noch erwachsen undf kommt aus dem Rapperalter raus....jetzt, nachdem ihn schon einige Leute mehr kennen. Auch so kann man bekannt werden.