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Zurück zur Nüchternheit: VBS-Chef Ueli Maurer vor Parteikollegen in Baar. (Keystone)
Maurer kritisierte heute in Baar die Beschaffungen und die Ziele der Armeepolitik vor seinem Amtsantritt. In der Armee hätten «Einzelne etwas gar ehrgeizige Ambitionen gehegt», so der Verteidigungsminister.
Diese hätten «bei den ganz Grossen mitmarschieren wollen» und sich an der Nato orientiert. Das sei nicht tragbar und für die Armee eines Kleinstaates zu teuer gewesen. Nach der Euphorie kehre jetzt die Nüchternheit zurück.
IT-Pannen und Kampfjet-Gelder
Derzeit gelte es, den «angerichteten Schaden zu flicken», so Maurer. Das gelte beispielsweise für die Informatik, von der schon vor seiner Zeit bekannt gewesen sei, dass sie nicht funktioniere. Allerdings habe diese Erkenntnis keine Folgen gehabt.
Im Rahmen dieser Konsolidierung gehöre auch der Verzicht auf die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge. Hätte man solche gekauft, wäre für Jahre kein Geld mehr da gewesen, um die übrigen Einrichtungen und Waffen in Ordnung zu halten.
«Nicht nur Freiwilligen-Rambos»
Zu einem WK Aufgebotene müssten ordentliche Verhältnisse und funktionierende Einrichtungen und Waffen vorfinden. Nur so sei die Aufgabe der Landesverteidigung zu erfüllen.
Prinzipiell halte er an der allgemeinen Wehrpflicht und dem Milizsystem fest. Er wolle keine Armee, die nur aus «Freiwilligen-Rambos» bestehe. Die Armee könne auch nicht nur aus «zwanzigjährigen Durchdienern bestehen». (SDA)