Aufschläge bei Benzin, Öl, Strom Widmer-Schlumpfs Ökosteuer wird extrem teuer

  • Publiziert: 26.08.2012
play Finanzministerin Widmer-Schlumpf will Energiesparen über finanzielle Anreize steuern. (Keystone)

BERN - Diese Woche präsentiert Finanzministerin Widmer-Schlumpf ihren Plan für eine Ökosteuer. Und das Papier birgt Sprengstoff: Denn dadurch würden Benzin, Heizöl, Strom massiv teurer!

Die Schweiz muss Energie sparen. Einerseits um den geplanten Atom-Ausstieg verkraften zu können. Anderseits um die gesetzten Ziele bei der CO2-Reduktion zu erreichen.

Damit sich das Energiesparen lohnt, soll es auch übers Portemonnaie laufen. Dazu plant Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf eine Ökosteuer auf Benzin, Öl, Gas und Strom. Diese soll ab 2021 erhoben werden. Und sie wird extrem teuer, berichtet die «SonntagsZeitung».

Fünf Franken für einen Liter Benzin?

Gemäss der im Bericht gezeigten Dokumente aus dem Bundeshaus, würde bis 2050 der Liter Benzin mit rund 2,73 Franken Ökosteuer belastet. Somit würde ein Liter Benzin rund 5 Franken kosten!

Der Zuschlag auf den Strompreis berechnet das Konzeptpapier von Widmer-Schlumpf mit 40 bis 50 Prozent.

Das heisst: Die geplante Ökosteuer belastet Konsumenten stark. Allerdings verschwindet die Ökosteuer nicht in der Bundeskasse. Widmer-Schlumpf will das Geld vollumfänglich über Steuergutschriften, AHV oder Krankenkassenprämien an Haushalte und Unternehmen zurückerstatten.

Rückerstattung via Gutschriften

Somit werden jene belohnt, die Energie sparen. Denn sie zahlen durch tieferen Verbrauch weniger Ökosteuern. Und sie erhalten aus dem Topf Geld zurück.

Die BDP-Bundesrätin wird ihr Konzept am Mittwoch dem Bundesrat vorstellen. Das Papier dürfte gemäss «SonntagsZeitung» schon dort auf Widerstand stossen. Denn Verkehrsministerin Doris Leuthard fürchtet, dass durch die Ökosteuer die Finanzierung des Strassennetzes leidet. Weil durch die Steuer der Treibstoffverbrauch massiv gesenkt wird. In Widmer-Schlumpfs Papier heisse es denn auch, dass für die Strassenfinanzierung andere Lösungen gesucht werden müssten.

Hohe politische Hürden

Eveline Widmer-Schlumpf drückt bei der Ökosteuer aufs Tempo. Doch erst müssen Bundesrat und Parlament das Projekt absegnen und dann wird es zu einer Volksabstimmung kommen. Dabei dürfte die Steuer nicht nur bei bürgerlichen Parteien und Wirtschaftsverbänden auf viel Widerstand stossen. Auch die Bürger dürften die höheren Ausgaben, die beim Konsum anfallen, nicht einfach so schlucken.

Ob die Ökosteuer in neun Jahren eingeführt werden kann, ist also noch sehr ungewiss. (zum)

 

 

Beliebteste Kommentare

  • Philipp  Werren
    und schon wieder ein grund mehr weshalbt eveline widmer-schlumpf nichts da oben zu suchen hat....
  • Reto  Schaub , via Facebook
    Unsere Politiker habe doch echt einen an der Waffel.... Sie sollen doch einfach mal schauen das wir mehr Lohn bekommen und weniger Lohnsteuer bezahlen müssen, dann greift vielleicht die Öko-Steuer.... Aber echt Frau Widmer-Schlumpf ist grössenwahnsinnig, hier hilft nur abschaffen.

Alle Kommentare (147)

  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Bald ist in China wieder das Drachenfest!
    Da wird Sie sicher eingeladen!
    • 29.08.2012
    • 14
    • 0
  • Heinz  Stäheli
    Ich wünsche das Frau WS mal die Kommentar als Frühstückslektüre liest und ihre Konsequenzen daraus zieht!! Kein einziger positiver Kommentar, das will was heissen.
  • Christian  Dürig , Bern
    Einfache Bürger versuchen überall die Preise zu senken. Jetzt kommen die Politiker und tricksen uns aus. Heh, geits noh ?
    Das Wohl des Volkes ist nur mit Preissenkungen zu erreichen. Die Schulen müssen gratis sein, die Studien müssen gratis sein, das Wissen muss allen zugänglich sein. Sogar das Fernsehen und Radiohören muss gratis sein. Die Telefongebühren müssen runter.
  • Christian  Nussbaumer , Fribourg , via Facebook
    Vor allem die Aussage; "EWS will das Geld vollumfänglich über Steuergutschriften, AHV oder Krankenkassenprämien an Haushalte und Unternehmen zurückerstatten"... der blanke Hohn, wann denn bitte hat Bern freiwillig Steuern gesenkt? Dann wird es wieder heisse, wir brauchen das Geld für die Löhne der Bürokraten in bern zu bezahlen... einfach nur peinlich, finden Sie gefälligst eine Lösung für dieses selbstverschuldete Problem was etwas mit Onnovatie zu tun hat!!! Innovation braucht das Land, nicht immer nur neue Steuern!!!
  • gabor  balazs , Bolligen
    Toll. Als wäre das mit dem Öko seit neustem bekannt. Diesen Ökoschmarren ist wieder eine neue Erfindung, uns auszusaugen weil dem Staat langsam das Geld ausgeht auch der Schweiz. Eine Propaganda unter dem wir-sagen-euch-aus-LABEL und nicht Öko.
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