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Der fiese Typ bedroht uns ab heute hinter jeder Strassenecke. Mit der Zigarette im Mund richtet er den Lauf seiner Kanone direkt ins Gesicht des Betrachters.
Das droht, so teilt die SVP mit, wenn die Waffenverbots-Initiative angenommen wird. «Gegen jene, die tatsächlich eine Gefahr darstellen, unternimmt die Initiative nichts», sagt SVP-Nationalrat Adrian Amstutz. «Kein Krimineller wird sich jemals um einen Waffenschein bemühen.»
Mit einem erschossenen Teddybär werben hingegen die Befürworter der Initiative. Ein symbolisches Bild, welches sagen soll: Die Waffe ist gefährlich für Kinder. Gemeint ist die Armeewaffe. «In einem Moment der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit, ist die Waffe schnell greifbar – und oft ist es die Militärwaffe», sagt Florian Irmiger vom Initiativkomitee.
Fieser Gangster gegen herzigen Teddy? Das Bild ergibt sich, schaut man sich die Werbesujets von Gegnern und Befürwortern an. Beide setzen auf ein bewährtes Mittel in der politischen Auseinandersetzung: die Angst.
«SVP-Plakat verwirrt»
«Dennoch finde ich das SVP-Plakat eher verwirrend, als dass es mir Angst macht», urteilt Peter Schaber, Ethik-Professor der Universität Zürich. «Mich spricht das Befürworter-Plakat mehr an. Mit dem Teddy ist das Kinderleid thematisiert», sagt Schaber.
«Da kann ich mir vorstellen, worauf die Befürworter anspielen. Tatsächlich ist das Wegsperren der Armeewaffe in die Kasernen das Hauptargument der Initianten. «Die Gewalt in der Familie muss beendet werden», sagt Mitinitiantin Rosmarie Zapfel (CVP).
Die Gegner der Initiative bestreiten diesen Zusammenhang und wollen mit ihrem Plakat zeigen: Böse Buben kommen trotz Initiative an eine Waffe. Welche Argumente mehr überzeugen, wird sich bei der Abstimmung am 13. Februar zeigen.