Junge bekommen weniger Pension Bundesrat senkt Mindestzinssatz auf 1 Prozent

BERN - Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge sinkt 2017 von heute 1,25 auf 1 Prozent. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Empfehlung der zuständigen Kommission übernommen.

Weniger Pension für Junge: Bundesrat senkt Mindestzinssatz auf 1% play

Lieber heute feiern als morgen: Junge Berufstätige erhalten im Alter weniger Pension.

Keystone

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Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge sinkt 2017 von heute 1,25 auf 1 Prozent. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Empfehlung der zuständigen Kommission übernommen.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten mindestens verzinst werden muss. In der Eidg. Kommission für berufliche Vorsorge waren Vorschläge von 0,5 bis 1,25 Prozent diskutiert worden. Die Mitglieder einigten sich schliesslich auf 1 Prozent.

Angesichts der aktuellen Negativverzinsung von Obligationen guter Qualität sei ein Zinssatz von 1 Prozent vergleichsweise attraktiv, argumentierte sie. Entscheidend für die Festlegung des Satzes ist die Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Die Rendite der Bundesobligationen ist gemäss Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) weiter gefallen und auf rekordtiefe Werte gesunken. Die Verzinsung der 7-jährigen Bundesobligationen betrug Ende September 2016 minus 0,73 Prozent. Ein Jahr zuvor lag die Verzinsung noch bei minus 0,39 Prozent.

Tiefe Zinsen im Bereich der Anleihen liessen sich weltweit beobachten. Die Performance der Aktienmärkte sei sowohl 2015 als auch in diesem Jahr unbefriedigend. Gemäss BSV konnte hingegen mit Immobilien «eine ansprechende Rendite erzielt werden». Allerdings betrage der Anteil Immobilien am Vorsorgevermögen nur 18 Prozent.

Bei der Bekanntgabe des Vorschlags der Kommission Anfang September hatte der Schweizerische Versicherungsverband SVV die Empfehlung von 1 Prozent als «deutlich zu hoch» kritisiert. Kritik kam auch vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Die Versicherten müssten sich erneut auf tiefere Renten einstellen, hiess es im September. (SDA)

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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10 Kommentare
  • Peter  Weber aus Zürich
    26.10.2016
    Wieso die Jungen? Das ist doch falsch-denn es trifft alle, und am meisten die die schon nahe an der Pension sind weil die haben mehr auf dem Konto. Und wenn die Inflation steigt wird auch der Zins wieder erhöht.
  • E.  Huber aus Chur
    26.10.2016
    Es wird wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis die heutigen jungen in Pension gehen, bis dann kann es wieder ganz anders aussehen. Zudem ist anzunehmen, dass der eine oder andere Junge auch mal was erbt, das Erbe kann auch zum Teil von der Pension der jetzigen Rentner kommen.
    Wieder eine miese Stimmungsmache, wo jung gegen alt aufgehetzt wird.
  • Mäder  Patrick aus Rheinfelden AG
    26.10.2016
    Immer mehr bezahlen und immer weniger bekommen.
    Wie soll dies gehen?????
    Wir Jungen finden das schlimm, aber die älteren und auch die Politiker ect betrifft es ja nicht.
    Die Schweiz, ist nicht mehr wie frühner..
    Mann muss auf die Strasse gehen, so geht dies nicht mehr
  • Philipp  Rittermann 26.10.2016
    ...soll ich wirklich noch argumentieren? - ich glaube nicht und sage nur noch - "welcome to banana-republic of switzerland". ich bin dann mal weg.
  • german  schnyder aus erschmatt
    26.10.2016
    der zins satz ist so tief weil die EU das heisst die europäische zentral bank immer mehr EUROS drückt,damit wird der schweizer franken stärker und stärker,und die schweizer zinsen auch immer tiefer wie in der EU........