Überschuss statt schwarzer Null Weniger Ausgaben: Bund schreibt 1,5 Milliarden «Gewinn»

  • Publiziert: 15.08.2012
play Gute Nachrichten von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.. (Keystone)

Aus dem europäischen Ausland erreichen uns fast nur Horrormeldungen, wenns um Staatsrechnungen geht. Nicht so in der Schweiz.

Für 2012 rechnet der Bund anstelle eines ausgeglichenen Haushalts mit einem Überschuss von rund 1,5 Milliarden Franken. Der «Gewinn» sei vor allem auf tiefere als geplant ausgefallene Ausgaben zurückzuführen, schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement.

Verantwortlich dafür sei der umfangreiche Kreditrest bei den Passivzinsen (0,8 Milliarden Franken). Das tiefe Zinsniveau führe hier zu hohen Agios bei den Bundesanleihen und zu Negativzinsen bei den kurzfristigen Geldmarktbuchforderungen, heisst es in dem von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) unterzeichneten Bericht.

Neben den Passivzinsen erwartet der Bundesrat grössere Kreditreste bei den Sozialversicherungen (IV und AHV) und der Landesverteidigung.

Weniger Wirtschaftswachstum als budgetiert

Zwar werden wohl auch die Einnahmen etwas geringer ausfallen als vorgesehen, aber in kleinerem Ausmass.  Dass weniger Geld in die Bundeskasse fliesst, liegt vor allem an der Mehrwertsteuer, welche weniger einbringt als budgetiert (-400 Millionen Franken). Ausserdem wurde das Wirtschaftswachstum etwas zu optimistisch eingeschätzt.

Die Daten sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, da es sich «nur» um eine Hochrechnung per Ende Juni handelt. Sie hat auch keine Auswirkungen auf die Zahlen des Budgets 2013, das am 27. Juni 2012 vom Bundesrat verabschiedet wurde. (sda/vuc)

Beliebteste Kommentare

  • benjamin  sommer
    Einfache Lösung: Staatsfond gründen mit SNB Milliarden und Land, Industrie unf Rohstoffe einkaufen. Dann kann man allen nervende Politikern im Ausland den Stinkefinger zeigen.....
  • Werner  Bürki , Oberdiessbach
    Gut wird bei uns das Budget ehrlich vom Bund berechnet, nicht wie anderen Ländern welche frisierte Budgets vorlegen und immer schlimmer im Schuldensumpf versinken. Die ewigen nörgler vom Bund welche alles besser wissen möchte ich mal sehen wie sie ein solches Komplexes Budget erstellen. Der Gewinn sollte zum Schudenabbau genutzt werden. Wir haben noch einige Milliarden schulden welche Verzinst werden müssen.

Alle Kommentare (14)

  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Die Frage sei erlaubt?
    Was kann den Frau BR EWS dafür?
    Nichts!
    Sie weiss ja nie etwas von etwas!
    Aber wir sind auf dem richtigen Weg!
    Ober den Gewinn streicht Sie sich an Ruhm wieder ein!
    Ich lach mit fast zu Tode!
    • 16.08.2012
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  • Abbas  Schumacher , Basel , via Facebook
    Dann nehmt einmal die 3/4 und zahlt Schulden zurück. Nur so werden auch Zinszahlungen weniger! Oder müssen nur Private Schulden zurückzahlen?
    • 16.08.2012
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  • Fritz  Meier
    Muss das in so grosser Lettern daherkomen? Ja was glauben sie denn was das bei unseren Freunden in den Nachbarländern auslöst - Neid und entsprechend freche Forderunge im Sinne von Nachverhandlungen bei den Steuerabkommen.
    • 15.08.2012
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  • Paul  Steiner , Dübendorf
    ob in dieser rechnung wohl die weiteren 15 mrd. fr. wohl enthalten/abgeschrieben sind, welche die snb ins marode ausland überwiesen hat. aber lassen wir uns noch so lange es geht von geschönten zahlen unvollständigen zahlen "einlullen". die dicke rechnung kommt wohl früher als erwartet, allerdings sind dann die heutigen politiker nicht mehr in der verantwortung....
    • 15.08.2012
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  • Hans  Muhr , via Facebook
    Ja,Ja, die ewigen Nörgeler, seit doch zufrieden,also lieber im Plus als im Minus, so gibt es keine Staatspleite.... !
    • 15.08.2012
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