Weil Balkanroute dicht ist Asylzahlen sinken um 42 Prozent

BERN - Im dritten Quartal 2016 wurden 7105 Asylgesuche gestellt. Das sind zwar 1143 mehr als im zweiten Quartal. Im wichtigeren Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Flüchtlingszahlen ab 42 Prozent tiefer, wie das Staatsekretariat für Migration (SEM) mitteilt.

Asylzahlen sinken um 42 Prozent: Weil Balkanroute dicht ist play
Im Vergleich mit dem Rekordjahr 2015 sind die Flüchtlingszahlen 2016 tiefer.  ALEXANDRA WEY

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Der deutliche Rückgang der Asylgesuche im dritten Quartal (-42 %) gegenüber demselben Vorjahresquartal erklärt das SEM mit der Schliessung der Balkanroute. Und dadurch, dass zahlreiche Asylsuchende ein anderes Land als Ziel haben und deshalb kein Asylgesuch in der Schweiz stellen wollen. Im Vergleich zum zweiten Quartal stellten hingegen 1143 mehr Personen ein Asylgesuch. 

Die Zahl der syrischen Asylsuchenden ist drastisch zurückgegangen (–1149), ebenso die Zahl der Asylsuchenden aus Afghanistan (–897) und aus dem Irak (–421). Was die eritreischen Staatsangehörigen betreffe, so seien in diesem Jahr bisher nur halb so viele über das Mittelmeer nach Süditalien gelangt. Rund ein Drittel dieser Migranten haben in Italien ein Asylgesuch gestellt. Das ist ein bedeutend höherer Anteil als im letzten Jahr.

Dennoch: Mit 627 Gesuchen (149 weniger als im August) war Eritrea weiterhin das wichtigste Herkunftsland im September, vor Afghanistan mit 156 Gesuchen (+7), Syrien mit 152 Gesuchen (+14), Äthiopien mit 103 Gesuchen (−67) und Guinea mit 98 Gesuchen (+14).

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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11 Kommentare
  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    19.10.2016
    Asylzahlen sinken?? In unserer Gemeinde sehe ich aber fast Wöchentlich immer mehr Eritreer, irgendetwas stimmt mit diesen Angaben gar nicht. Manchmal komme ich mir irgendwie Verar...t vor.
  • Erika  Ruf , via Facebook 19.10.2016
    Es sind immer noch viel zu viele, die wir durchfüttern müssen.
  • Daniela  Ponti 19.10.2016
    Wieder so ein Versuch, uns weisszumachen "ach, so schlimm ist das Ganze nicht, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen". Wer es glaubt, wird selig. Wir werden in den nächsten Jahren vielleicht weniger Syrer aufnehmen, jedoch viel, viel mehr Afrikaner durchfüttern müssen..
  • Wolfgang  Benfattoum , via Facebook 19.10.2016
    Freut euch nicht zu frueh. Obama ist immer noch dabei den mittleren Osten zu zerstoeren. Wie blind kann man nur sein. Das schlimmste kommt erst noch.
  • Walter  Krebs 19.10.2016
    Statistisches Amt hör doch auf. Ein Grossteil unseres Volkes hat schon lange genug von Statistiken dieser Art. Jetzt sind es 42 Prozent weniger, in absehbarer Zeit 80 Prozent und so weiter. Bald haben wir 100 Prozent - aber Abgetauchte. Diese werden sich mit Schwarzarbeit, Einbrüchen, Raub und dergleichen über Wasser halten. Tauchen sie nach Jahren auf, wie die Sans Papiers, werden sie nicht interniert oder ausgeschafft, sondern integriert. W. Krebs, Bern