Wegen unbefriedigendem Wahlresultat SP holt sich Nachhilfe bei Claude Longchamp

Laut Politologe Claude Longchamp war es ein Fehler, dass die SP und Ursula Wyss die Plakatkampagne so früh beendet haben. Ausserdem hätten sie das Ausländerstimmrecht nicht thematisieren sollen.

Nach zehn Jahren als Chef des Forschungsinstituts gfs.bern gibt Claude Longchamp die operative Geschäftsleitung an seine langjährigen Mitarbeiter Urs Bieri und Lukas Golder ab. (Archiv) play
Claude Longchamp (59), Politologe und Leiter des Marktforschungsinstituts GfS Bern. Keystone

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Ursula Wyss hat in Bern für das Stadtpräsidium und für den Gemeinderat kandidiert. Ihre Resultate waren eher unbefriedigend. Gestern traf sie sich in Bern mit dem Politologen Claude Longchamp, um sich auf den zweiten Wahlgang am 15. Januar vorzubereiten und einige Fehler zu beheben, schreibt «Der Bund».

Zwei Fehler haben sie gemacht

Laut Longchamp habe die SP zwei Fehler gemacht. Sie habe zum Schluss des Wahlkampfs die Plakatkampagne eingestellt. «Das macht man nicht in der heissesten Phase», zitiert «Der Bund» den Politologen. Ausserdem sei es taktisch heikel gewesen, das Thema des Ausländerstimmrechts, das doch eher umstritten sei, im Wahlkampf anzusprechen.

Ursula Wyss play
Sozialdemokratin Ursula Wyss kandidierte in Bern für das Stadtpräsidium und den Gemeinderat. Marco Zanoni

Ursula Wyss solle sich auf ihre Stärken verlassen, rät Longchamp: «Sie hat einen unbestrittenen Leistungsausweis als Exekutivpolitikerin.» Es wäre ein Fehler, ihr Profil zu verwässern, um Sympathien zu gewinnen. Sie solle sich stattdessen positionieren, denn das zwinge ihren Mitbewerber, den Grünen Alec von Graffenried, dies ebenfalls zu tun. «Das wird ihn aber auf der linken oder der rechten Seite Stimmen kosten.» Ausserdem müsse Wyss sich als Frau positionieren. Denn in Bern seien um die 45’000 Frauen stimmberechtigt, rund 7000 mehr als Männer. «Wenn alle Frauen wählen gehen, ist die Sache entschieden», meinte Longchamp.

Die Stimmen der Grünen können entscheidend sein

Ein wichtiger Termin für Wyss sei zudem die Delegiertenversammlung des Grünen Bündnisses, die am 14. Dezember stattfinde. Da entscheide das Bündnis nämlich, ob es lieber die erste Stadtpräsidentin oder den ersten grünen Stadtpräsidenten im Amt sehen wolle. Gemäss «Bund» braucht Wyss alle Stimmen des Grünen Bündnisses sowie die von links aussen, um gewählt zu werden. (wif)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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9 Kommentare
  • kurt  schlup aus Holziken
    07.12.2016
    Warum wählen die Stadt Berner immer links. Damit sie noch lange vom Finanzausgleich Profitieren können
  • hanspeter  kobelt 07.12.2016
    Hat Herr L. diesen Parteien nicht schon seit Jahren geholfen, wenn es um Prognosen fuer Abstimmungen ging? Hatte aber auch damals als grosser Guru keinen durchschlagernden Erfolg derLinken bewirkt...Kommt mir vor wie der beruehmte Strohhalm! Viel Gluck beim Kaffeesatzlesen!
  • Ernst  Huwyler 06.12.2016
    Herrje, Herr Longchamp, Frau Wyss hätte das Ausländerstimmrecht nicht thematisieren sollen, Ihr Fehler Nr. 1, denn alle WählerInnen wissen, dass dies Thema Nr. 1 der SP ist, Ihr Fehler Nr. 2 ist, dass alle stimmberechtigten Frauen blindlings Frau Wyss wählen würden, zum Glück gibts noch Frauen, die sich für Politik interessieren.
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    06.12.2016
    Lieber Herr Longchamps. Ich bewundere ihren Einsatz für eine autistische Partei. Steter Tropfen höhlt den Stein. Bei dem Tag wo Sie Erfolge vorweisen können, wenn überhaupt, werden Ihre Schüler am Rollator gehen. Das liegt aber nicht an Ihnen. Viel Glück.
  • Roman  Bachmair aus Naters
    06.12.2016
    Die Stadt-Berner Wahl kann man als klassisches Beispiel nehmen, wie es in fünfzig Jahren in der ganzen Schweiz aussehen wird. Und zwar dank dem neuen Volkssport, der sich "Roter Pass Nachwerfen" nennt sowie dem neuen Lottospiel "Roter Pass Bingo", welches von den Linken da munter vorangetrieben wird!

    Ich sehe das als Mahnmal, denn so eine Getto-Schweiz möchte ich bei Gott nie erleben müssen. Daher ist die Politik gefordert, hier einmal bei den Einbürgerungen einen Riegel zu schieben.