Wegen Terroranschlägen Maschinenpistolen für Bahnpolizisten?

Die SBB hat eruiert, ob ihre Transportpolizisten mit Maschinenpistolen ausgerüstet werden sollen. Und kam zum Schluss: Nicht nötig.

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Erst seit 2012 sind die rund 200 Transportpolizisten, die in den Zügen patrouillieren, mit Pistole, Polizeistock und Pfefferspray ausgerüstet.

2015 zweifelte die SBB jedoch, ob diese Bewaffnung für die Sicherheit der Pendler ausreicht – und beauftragte das Bundesamt für Verkehr (BAV) für rechtliche Abklärungen.

Publik wurde dies erst jetzt. Die «Neue Luzerner Zeitung» zitiert heute aus einem neuen, internen BAV-Bericht. Darin heisst es wörtlich: «Gemäss einer Anfrage der SBB soll der Transportpolizei erlaubt werden, bei besonderer Bedrohungslage (Amokläufe, Terroranschläge) statt nur mit Pistolen nötigenfalls auch mit Langwaffen auszurücken, wie dies heute z. B. bereits auf Flughäfen der Fall ist.» Langwaffen sind Maschinenpistolen oder Sturmgewehre.

Soll die Bahnpolizei automatische Waffen erhalten?

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Zudem erkundigte sich die SBB, ob ein Einsatz von Elektroschockpistolen – so genannten Tasern – rechtlich erlaubt sei. Heute dürfen Transportpolizisten, die die selbe Ausbildung durchlaufen wie staatlich angestellte Polizisten, eine Pistole tragen und diese einzig zur Notwehr einsetzen.

Und dies soll auch so bleiben. «Wir haben vor 1,5 Jahren Abklärungen getroffen – und sind zum Schluss gekommen, dass die SBB für ihre Transportpolizisten keine Maschinenpistolen will», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu BLICK.

«Alles für Sicherheit der Pendler unternehmen»

Dabei wäre eine solche Forderung nicht chancenlos. «Es muss alles unternommen werden, um die Pendler bestmöglichst zu schützen», verlangt SVP-Verkehrspolitiker Ulrich Giezendanner. «Wenn die SBB dereinst ihre Polizisten mit Maschinenpistolen ausrüsten will, werde ich mich dafür einsetzten.»

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«So etwas darf einfach nicht passieren.» Ulrich Giezen-danner (62, SVP) KEY

In Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren neben den privaten Transportpolizisten zum Teil Kantonspolizisten, Securitas oder Grenzwächter. Aber seit 2009 sind alle Schweizer Transportunternehmen – also auch Bus- oder Schifffahrtsunternehmen – verpflichtet, selbst für die Sicherheit ihrer Passagiere und Angestellten zu sorgen.

Publiziert am 08.09.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
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38 Kommentare
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 09.09.2016
    Gefahren lauern da wo zu viele Menschen auf engstem Raum sind. Bomben- Attentäter- Amoktäter und weitere vom Wahnsinn umzingelte nützen genau diese Orte wo Chaos entsteht. Gezieltes Eingreifen und unschädlich machen in der Masse kann nicht mit Langwaffen erledigt werden. Der finale Schuss muss in der Menschen- Chaosmasse aus nächster Nähe getätigt werden. Ich glaube die Politik muss die Gefahr ganz neu definieren, der Gesellschaft mitteilen es wird enger in der Schweiz darum seid Lieb miteinand!
  • Recht  Haber aus Zürich
    08.09.2016
    Ich bin Infanterist (Füsilier) und kann euch versichern, dass eine Pistole ausreicht. Niemand will eine Maschinenpistole, welche 2-3 Sitzreihen durchschlägt und Unbeteiligte tötet.
  • Franz  Müller 08.09.2016
    Unbedingt wenn das erklärte Ziel ein rigoroser Polizeistaat werden soll. Ob das gut ist vage ich stark zu bezweifeln.
  • Aleksandar  Pavic , via Facebook 08.09.2016
    Die Sicherheit kann man auch anders gewährleisten, mit sicheren Grenzen zum Beispiel. Gegen einen Amok oder eine Bombe nützt auch keine MP etwas. Ganz im Gegenteil! Kriegserprobte Daesh Kämpfer könnten unvorbereitete Polzisten von hinten überwältigen und sich die MP aneignen! Siehe Deutschland wo eine 15 jährige einen Polizisten abgestochen hat! Hier wird ein Vorwand genutzt um mehr Kompentenzen zu bekommmen, nicht mehr und nicht weniger!
  • Elsbeth  Schmid 08.09.2016
    Eine 9mm Para fliegt aus einer MP gute 2500 Meter, bei einem 45 Grad Winkel und dringt dann immer noch 9 cm in trockenes Tannenholz ein. Dass heisst, eine solche Kugel fliegt, abgefeuert auf Körperhöhe gute 300Meter durch die Luft. Durchschlägt den Täter und verletzt danach weitere unschuldige Menschen. Eine MP gehört weder in einen Zug noch in einen Flughafen. Wenn schon Langwaffen, dann Pump Aktion, da gibt es eine vielzahl von einzusetzender Munition, Gummi bis ...
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      09.09.2016
      Es gibt auch Mannstopp-Munition 9mm Para. Diese bleibt im Körper stecken, auch wenn sie mit der MP abgeschossen wird. Die Polizei benutzt die meines Wissens auch.