Wegen Kritik an Kinder-Plakaten Grüne führen CVP vor

Die CVP wirft den Grünen vor, schon zum zweiten Mal Kinder für eine Kampagne zu missbrauchen. Nun schlagen die Angeschossenen zurück – mit CVP-Plakaten, auf denen Kinder posieren.

Grüne führen CVP auf Twitter wegen Kinder-Plakat-Streit vor play
Mit diesem Plakat werben die Grünen für den Atomausstieg. zVg

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Die Promotoren der Atomausstiegs-Initiative setzen auf ihren Plakaten auf Kindergesichter. Damit kommen schon zum zweiten Mal innert weniger Wochen Kinder in einer grünen Abstimmungskampagne zum Einsatz. Schon für ihre «Grüne Wirtschaft»-Initiative warb die Partei mit dem Bild eines Babys.

Das weckte den Widerstand der Familienpartei CVP. «Die Grünen versuchen schon wieder auf plumpe Art und Weise, mit Kindern Emotionen zu wecken», regte sich etwa CVP-Nationalrat Martin Candinas im BLICK auf. Als Vater von drei Kindern finde er das «sehr stossend».

Das lassen sich die Grünen nicht gefallen – und machen im Netz eine Gegen-Kampagne. Sie zeigen Bilder aus dem letzten CVP-Wahlkampf, auf dem viele Kandidaten mit ihren Kindern posierten. So twittert Regula Tschanz, Generalsekretärin der Grünen Schweiz, ein Bild aus dem Wahlkampf von Candinas. Dass ausgerechnet er giftele, sei plump, findet sie: 

 

Und bekommt Support von den Grünliberalen. Generalsekretär Michael Köpfli twittert:

Das wiederum fachte die Diskussion erst recht an. Laura Curau vom CVP-Generalsekretariat will die Kritik nicht gelten lassen. Bei diesem Plakat sei es um die Familieninitiative und damit logischerweise um Familien gegangen. Die grünen Vorlagen zu Wirtschaft und Atomausstieg hingegen hätten keinen direkten Zusammenhang zu Kindern, antwortet sie Köpfli. Worauf dieser ein CVP-Plakat aus dem Abstimmungskampf gegen die Einheitskasse postet – mit Baby natürlich:

  Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 12.10.2016
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6 Kommentare
  • Peter  Balu J , via Facebook 11.10.2016
    Seit je her wird bei Wahlen und Abstimmungen mit Emotionen manipuliert. Die Bürgerlichen meist mit Paninkszenarien finanzieller Art oder die Linke mit Panikmache der sozialen Art. Dass Kinder für alles und jedes als Meinungsbeeinflusser dienen, kennt man im übrigen auch aus der Werbung. Die Leute wissen schon, welche Knöpfe sie drücken müssen damit das Stimmvolk das richtige Votum einlegt. Hat man ja erst gerade wieder gesehen mit AHV plus oder Nachrichtendienstgesetz. Und klappt das mal nicht..
  • Victor  Brunner aus Erlenbach
    11.10.2016
    Die Grünen werben zurecht mit den Kindern, dann diese müssen den Atomschrott den wir heute produziern später bewachen und die Kosten dafür übernehmen. Wir leben heute auf Kosten der Kinder, dass die CVP das nicht wahrhaben will erstaunt nicht, denn ihre Parteikasse wird auch von der Atomlobby gefüllt!
  • Peter  Leo 11.10.2016
    Langsam aber sich gleitet offenbar auch der Schweizer Wahlkampf oder was noch davon übrig bleibt, auf amerikanisches Niveau herab. Keine Sachpolitik, sondern auf primitiv machen.
  • Jan  Berger 11.10.2016
    Grüne: Kinder + Eltern seien "bestens informiert und wissen exakt, worauf sie sich einlassen". Die Eltern mögen ja informiert sein - ob sie das Ganze zu beurteilen in der Lage sind, wäre wieder eine andere Frage- aber die Kinder können mit Sicherheit nicht abschätzen, worauf sie sich hier einlassen (besser: worauf sie von ihren Eltern eingelassen wurden). Die grünen Heuchler haben offensichtlich keinerlei Problem mit Instrumentalisierung von Kindern, sofern sie nur dem "richtigen" Zweck dient!
  • Martin  Strobel 11.10.2016
    Wer Kinder zur Stimmungsmache missbraucht ist ein Scherge. Wo sind da die Kinderschutz-Institutionen? Oder gibt es da auch wieder Kollisionen mit Parteiinteressen?