Walliser Regierungsratswahlen SP nominiert Waeber-Kalbermatten und Rossini

SIDERS VS - Mit einem Zweier-Ticket in die Regierungsratswahlen: Die Walliser SP hat Esther Waeber-Kalbermatten und Stéphane Rossini nominiert.

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Esther Waeber-Kalbermatten, links, und Stephane Rossini wurden nominiert. Keystone

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Die Walliser SP geht mit einem Zweier-Ticket in die Regierungsratswahlen vom nächsten Frühling. Der SP-Kongress nominierte sowohl die bisherige Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten als auch den neu antretenden Stéphane Rossini.

Die SP-Basis entschied sich am Freitagabend in Siders fast einstimmig, mit einem Zweier-Ticket zu den Regierungsratswahlen vom kommenden 5. März anzutreten. Anwesend waren rund 250 Parteimitglieder aus dem Ober- und Unterwallis.

Rossini sagte nach der Nomination, nun sei es an der Zeit, Wahlkampf zu betreiben. «Ich bin bereit, meine Kompetenz und meine Netzwerke ganz in den Dienste des Wallis zu stellen.» Er rief zu einem Kampf für ein Wallis ohne «veralteten Konservatismus» und «Mauscheleien» auf. Er beklagte eine «oft mittelmässige» Kantonsregierung und plädierte für eine Vision, Härte und Integrität.

«Ich repräsentiere die Stimme der Linken aber auch jene der Frauen», sagte Waeber-Kalbermatten, die ein drittes Mandat in der Regierung anstrebt. Die Regierungsrätin verteidigte ihre bisherige Bilanz in der Exekutive auf französisch kurz und knapp. Sie wolle nicht zu weit ins Detail gehen, Profilierungssucht liege nicht in ihrem Naturell. «Die Zeit des Dissens ist vorbei. Vereint werden wir unseren Sitz in der Regierung halten", sagte sie.

Fehlende Absprache

Die Regierungsratswahlen hatten in den vergangenen Monaten die SP des Oberwallis und jene des französischsprachigen Kantonsteils entzweit. Die amtierende Gesundheitsdirektorin und Regierungspräsidentin Waeber-Kalbermatten hatte im Mai bekannt gegeben, dass sie erneut antreten werde - ohne Absprache mit den Genossen aus dem französischsprachigen Unterwallis.

Dies sorgte wiederum bei der SP des Unterwallis für Empörung. Sie sah den früheren Nationalratspräsidenten Rossini übergangen, der nach seinem Abgang aus Bundesbern bei den Wahlen 2015 seine Ambitionen für die Kantonsregierung nie verborgen hatte.

Von einem «Putsch» war die Rede. Seit ihrem Einzug in die Walliser Kantonsregierung 1997 waren stets Oberwalliser zum Zug gekommen. Dabei erhält die SP jeweils 80 Prozent ihrer Stimmen aus dem französischsprachigen Kantonsteil.

Streit um offene Liste

Waeber-Kalbermatten hatte dargelegt, dass sie eine Einerkandidatur bevorzugt hätte. Die 64-Jährige ist die einzige Frau in der Walliser Regierung. Sie war im März 2013 mit dem zweitbesten Resultat wiedergewählt worden. Eine offene Liste lehnte sie ab, weil diese den Sitz der SP in der Walliser Regierung gefährden könnte.

Nachdem sich die SP Unterwallis jedoch für Rossini und eine offene Liste ausgesprochen hatte, bekräftigte Waeber-Kalbermatten nach einer Bedenkzeit ihre Absicht, auch auf einer offenen Liste antreten zu wollen. Das wurde sowohl von der SP des Ober- wie auch des Unterwallis begrüsst.

In der Walliser Regierung verfügen die Sozialdemokraten und die SVP zurzeit über je einen Sitz, die drei anderen Sitze gehören der CVP, die traditionell stärkste Partei im Bergkanton ist. Nach vier Jahren Absenz will auch die FDP in die Walliser Kantonsregierung zurückkehren. Oskar Freysinger hatte der FDP den Sitz weggeschnappt. (SDA)

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 06.01.2017
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2 Kommentare
  • Dracomir  Pires aus Bern
    19.11.2016
    Die SP erhält jeweils 80 Prozent ihrer Stimmen aus dem französischsprachigen Kantonsteil. Dies untermauert erneut, dass sich die Welschen viel näher bei der EU fühlen.
    • Ruedi  Lais aus Wallisellen
      19.11.2016
      @Pires. Ihr Kommentar ist völlig absurd. Die Walliser Wahlen haben nichts mit der EU zu tun. Die SP erhält im französischsprachigen Kantonsteil viel mehr Stimmen, weil dieser schlicht 4x so gross ist wie der deutschsprachige. Und auch noch deshalb, weil es dort einige kleinere Städte gibt, wo die SP stärker ist als auf dem Land. Im Oberwallis ist Brig-Glis die einzige Gemeinde mit mehr als 10000 Einwohnern.