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Die internationale Wochenausgabe der «New York Times» ging bisher am weitesten: Ein Mann macht aus dem Schweizer Kreuz ein Hakenkreuz. Der Nazi-Vergleich sorgte für einen Sturm der Entrüstung. Der Verband Präsenz Schweiz – verantwortlich für den Auftritt unserer Heimat im Ausland – findet die Karikatur überhaupt nicht lustig.
Die bitterböse Zeichnung ist nur der Gipfel dessen, was in den vergangenen Wochen über die Schweiz in ausländischen Medien berichtet wurde.
Schuld an der kritischen Berichterstattung ist der derbe Wahlkampf. Nicht nur die im Ausland als fremdenfeindlich empfundene Kampagne der SVP wurde dort mit Erstaunen beobachtet. Auch die wüsten Ausschreitungen in Bern wurden aufmerksam verfolgt.
Stellt sich die Frage: Schadet dieser Wahlkampf dem Ansehen der Schweiz?
Gut möglich. Immerhin betitelte der britische «Independent» bereits im August unser Land als «Europas Herz der Dunkelheit» und widmete den Vorstössen von rechts – Minarettverbot und Ausschaffungsinitiative – mehrere Seiten (Blick.ch berichtete).
Sogar innerhalb der Grenzen sorgte der Wahlkampf für rote Köpfe und harsche Worte. Bundesrat Pascal Couchpin (FDP) sagte, das politische Klima erinnere ihn an den Faschismus der 1930er-Jahre.
Was meinen Sie: Schadet der Wahlkampf dem Ansehen der Schweiz? Schreiben Sie uns!