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Christoph Blocher kann sich vorstellen, mit seiner SVP nur für kurze Zeit in der Opposition zu bleiben. Dies sagte er im Wochengespräch mit «Teleblocher» des Schaffhauser Fernsehens.
Denn sollten die fraktionslosen SVP-Bundesräte Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf eine «Kehrtwende» vornehmen und «voll und ganz das SVP-Gedankengut vertreten», würde die SVP die Lage neu beurteilen, sagte Blocher.
Schmid und Widmer-Schlumpf hätten die Diskussionen über eine Spaltung der SVP-Fraktion «gesteuert», da sie einer Fraktion angehören wollten und an einer Spaltung ein Interesse hätten, sagte der scheidende Bundesrat weiter. Widmer-Schlumpf und Schmid hatten sich am Tag nach der Wahl indes gegen eine Spaltung ausgesprochen.
Was seine Abwahl betrifft, schlug Blocher nach der eher versöhnlichen Abschiedsrede vergangene Woche vor dem Nationalrat am Samstag wieder einen harten Ton an. Er bezichtigte das Parlament, das eine «Scheinkonkordanz» aufrechterhalten habe, der «Heuchelei», die CVP der «Schwindelei». Wer nicht zornig wäre über eine solche «Sauerei», sei nichts wert. Allzu viel Kreide hat Christoph Blocher also doch nicht gefressen.
Die SVP-Fraktion habe nicht wahrhaben wollen, dass er nicht wiedergewählt werden könnte, stellte Blocher fest. SVP-Präsident Ueli Maurer habe ihm am Vorabend der Wahl versichert, alles sei in Ordnung, Eveline Widmer-Schlumpf habe gesagt, sie nähme eine Wahl niemals an. Die gewählte Bundesrätin stellt dies anders dar. Was stimme, wisse er nicht, sagte Blocher.
Das Wochengespräch fand zum zweitletzten Mal mit Christoph Blocher als Bundesrat statt. «Teleblocher» wird jedoch im neuen Jahr weitergeführt. (AP/zeb)