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Toni Brunner: Hallo zäme, von mir aus können wir loslegen!
Hans, Winterthur: Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie am Samstag in Bern waren? Ich kann immer noch nicht glauben, was da passiert ist!
Es geht mir genau so wie Ihnen. Fassungslos mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass linksextreme Chaoten einen friedlichen Umzug von 10000 Personen durch die Stadt Bern verhindert haben. Kinder, Trachtenleute und ganze Familien mussten zuschauen, wie die Infrastruktur auf dem Bundesplatz kurz und klein geschlagen wurde. Mir ging durch den Kopf: Sind wir jetzt so weit, dass Gewalttäter und Kriminelle unser Land regieren? Das dürfen wir nicht hinnehmen.
Egger Ab, Flawil: Sehr geehrter Herr Brunner. Ich begrüsse Ihre Kandidatur für den Ständerat sehr. Etwas Aufmischung im Stöckli wird uns St. Gallern sicher gut tun. Konkret: Welchen Mehrwert bringen Sie mir als St. Galler, wenn Sie im Ständerat vertreten wären. Seien Sie konkret. Übrigens die Anspielung von Frau Forster, im Wahlzirkus von Tele Ostschweiz, «sie wären nicht genug reif dafür», war schon ziemlich frech. Freundliche Grüsse
Herzlichen Dank Herr Egger für Ihre aufmunternden Zeilen. Die amtierenden Ständeräte aus dem Kanton St. Gallen vertreten leider oft nicht die Anliegen der Mehrheit unserer Bevölkerung. Dazu glaube ich wäre es gut, auch das ländliche St. Gallen hätte im Stöckli eine Stimme. Alle anderen kommen aus der Stadt.
Roman Baumgartner: Guten Tag Herr Brunner, wie kommentieren Sie die Tatsache, dass die verhaftetetn Chaoten von Bern schon am anderen Tag wieder frei gelassen worden sind, während Bürger wegen Bagatelldelikten ausgenommen werden? Wie wollen sie diese Ungerechtigkeit bekämpfen?
Das verstehe ich auch ganz und gar nicht. Es sind unsere viel zu weichen Gesetze für kriminelle Randalierer. Statt sie freizulassen, müsste man sie in Haft nehmen und erst dann wieder freilassen, wenn sämtliche angerichteten Schäden bezahlt worden sind. Solche Täter gehören viel härter angefasst. Sie haben Leib und Leben gefährdet.
Mathias Ackermann, Wolfwil: Wie sollte Ihrer Meinung nach ein zukunftsgerechter Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz aussehen?
Der zukünftige Bauernhof wie ich ihn mir wünsche ist ein bäuerlicher Familienbetrieb bei dem die gesunde Nahrungsmittelproduktion im Vordergrund steht. Damit der Betrieb sich frei entfalten kann, sind auch Zusatzeinkünfte über den Agrotourismus oder die Energieproduktion zu erleichtern. Die heutigen Bauernfamilien sind sehr innovativ und wir müssen ihnen von der Politik keine Steine in den Weg legen.
Oskar Thaler, Appenzell: Sie haben alles, ein grosser und für das ganze Volk denkender Politiker zu werden – wenn Sie es nicht schon sind. Achten Sie darauf, mit Charme und Verstand zu politisieren, und sie werden Sympathien ernten, nicht Missgunst wie Maurer und Mörgeli. Ich drücke die Daumen!
Nach 12 Jahren im Nationalrat kenne ich den Ratsbetrieb in Bern in- und auswendig. Ich bin gerne bereit, meine Zeit und Kraft auch weiter zur Verfügung zu stellen. Die Freiheit der Bürger und auch die Selbstbestimmung der Schweiz stehen für mich dabei im Vordergrund.
Stefan Felder Niederlenz: Grüezi Herr Brunner. Ich würde von Ihnen gerne wissen, wieso man die SVP wählen sollte?!
Geschätzter Herr Felder, wer SVP wählt, will eine unabhängige Schweiz, freie Menschen die nicht vom Staat immer mehr Bevormundet werden, will weniger Gesetze und Belastungen. Die SVP setzt sich für die Sicherung der Sozialwerke ein und bekämpft daher konsequent die Missbräuche. Vielen Dank für Ihre Stimme zugunsten der SVP!
Matthias Müller, Baden: Guten Tag Herr Brunner. Ich bin SVP-Wähler, fand es aber von der SP gut dass Sie sich von den linken Chaoten distanziert hat und der SVP eine fehlerlose Veranstaltung attestiert hat. Ist das der Beginn einer neuen Zusammenarbeit? Schweissen diese Chaoten die Parteien zusammen?
Jede vernünftige Partei der Schweiz hat die linksextremen Chaoten und ihre Randale in Bern verurteilt. Auch die SP und das ist gut so. Nicht gut ist, dass die lokale SP ideell, grüne Kreise und vorallem ihr Stadtpolitiker Jenny sogar an forderster Front zur Gegendemo am selben Tag aufgerufen haben und somit Gewalt und auch gewalttätige Auschreitungen in Kauf genommen haben.
Thomas Flückiger, Speicher: Was sagen Sie zum Vorschlag von Herrn Gutzwiller, Herrn Schmied nicht mehr in den BR zu wählen und stattessen SVP-Kandidaten zu unterstützen die die SVP auch richtig repräsentieren. Sie wären doch der richtige Mann dafür?
Es war immer der Wunsch der SVP, dass unsere Politik auch in den Bundesrat getragen wird. Daher möchten wir Regierungsmitglieder, die ohne Wenn und Aber die Politik der SVP im Bundesrat vertreten. Herr Schmid und Herr Blocher werden wieder antreten. Daher unterstützen wir sie auch wieder.
Nora Dila, Zürich: warum sind sie politiker geworden und arbeiten nicht mehr als landwirt?
Ich bin Landwirt und weil wir ein Milizparlament haben, bin ich auch noch Nationalrat. In diesem Jahr war ich aber weniger auf meinem Betrieb, weil ich noch Wahlkampfleiter der SVP war. Auf dem Betrieb schaut in der Zwischenzeit mein Angestellter sehr gut zum Hof.
Michael Haug, Fehraltorf: Ich möchte Ihnen von Herzen für Ihre Rede am Schluss der SVP-Kundgebung danken. Sie haben einem Grossteil des Volkes aus der Seele gesprochen.
Vielen Dank Herr Haug. Leider mussten wir beim Bärengraben unser SVP-Fest improvisieren. Ich habe also frei gesprochen und meine Gedanken weitergegeben. Ich war fassungslos, dass wegen randalierenden Linksextremen der ganze Umzug der SVP nicht stattfinden konnte. Ich war aber auch sehr stolz auf die 10000 SVP Mitglieder, Kinder, Frauen und Männer, die sich durch die Chaoten nicht haben provozieren lassen. Von Seiten der Polizei hat man uns attestiert, dass die Organisation und Sicherheitsvorkehrungen der SVP im Umzug tadellos waren. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn sich die Umzugsteilnehmer durch diese linke Gewalt provozieren lassen hätte.
Susi, Baden: Wieso braucht es gerade Sie im Ständerat?
Ich bin voll im Saft, motiviert nach 12 Jahren im Nationalrat nun auch im Ständerat mitwirken zu können. Ich habe über die Parteigrenzen hinaus, sehr gute Kontakte in Bern und habe auch direkten und guten Zugang in den Bundesrat und die Verwaltung. So gesehen bin ich überzeugt, für den Kanton St. Gallen ein wertvoller Vertreter im Stöckli sein zu können.
Lukas Hofer, Wattenwil: Wenn ich heute in den Ausgang gehe werde ich immer wieder mit Gewalt konfrontiert. Wie wollen sie gewalttätige Jugendliche besser in den Griff bekommen?
Jugendliche Gewalttäter gehören hart bestraft. Schlägereien, Erpressungen und Vergewaltigungen sind nicht zu rechtfertigen. Das Jugendstrafrecht muss angepasst werden. Härtere Strafen sind abschreckender als was heute der Fall ist. Auch würde ich meinen, könnten straffällige Jugendliche durchaus einige Zeit gemeinnützigen Dienst leisten. Zum Beispiel auf einer Alp Steine räumen.
Tom, Ennetbaden: Hallo Toni. Du bist ja ein junger Politiker, jedoch kommst du oft nicht so rüber. Warum setzt du nicht mehr auf Themen die die jüngeren interessieren? Ich würde mir schon wünschen, dass jemand der mit anfang 20 (mittlerweilern Anfang 30) sich vermehrt einsetzt. Viele wissen nicht einmal, wie jung sie sind oder waren als sie angefangen haben.
Viele Themen in Bern sind halt gesetzt und nicht spezifisch jung. Ich beurteile aber sämtliche Vorlagen, wie jugendverträglich sie sind. Was meine ich damit? Vorallem ob sie nachhaltig finanzierbar sind und nicht einfach uns jungen längerfristig wieder mehr Kosten und neu verschulden. Bezahlen müssen neue Ausgaben oft die Generationen von morgen.
Yannick Andenmatten, Grächen: Die Medien (auch der Blick) schreiben viel gegen SVP-Politiker, vor allem gegen Mörgeli und Blocher. Was meinen Sie persönlich; warum werden Sie nie kritisiert?
Je profilierter jemand politisiert, je mehr Kritik muss er einstecken. Ich wünschte mir in der Berichterstattung einzelner Medien tatsächlich mehr Objektivität. Gerade auch im Blick. Aber ich stelle auch immer wieder fest, dass die Bevölkerung sehr wohl unterscheiden kann, zwischen tendetiösem Journalismus und seriöser Berichterstattung.
Shanky Wyser, Obergösgen: Wie erklären Sie sich, dass die Schweizer Bürger Ihren Patriotismus verlieren? Ich finde es sehr schade, dass es Schweizer Bürgerinnen und Bürger gibt, welche überhaupt keinen speziellen Stolz mehr empfinden, Bürger von einem solch tollen Land zu sein.
In der Tat müssen wir (gerade auch den Jungen) wieder viel mehr vermitteln, wie unglaublich privilegiert wir in der Schweiz sind. Mitbestimmung wie sonst nirgendwo, Freiheit, Lebensqualität und Arbeit. Tragen wir Sorge zur Schweiz – stärken wir die SVP!
Paul, Neftenbach: Grüezi Herr Brunner, wieso stimmt die SVP grossenteils gegen eine Steuerbefreinug für die Ärmsten? Enstpricht eigentlich nicht der Wahlpropaganda «Steuern senken».
Die Frage die sie ansprechen, betraf die Steuerbefreiung rund um das Existenzminimum. Diese Leute bezahlen eh keine oder kaum Steuern. Der Weg der SVP ist ein anderer. Wir wollen die MwST um 1% senken und entlasten somit die unteren Einkommen proportional am Meisten. Zudem darf nicht Arbeiten nicht attraktiver sein als Arbeiten. Die SKOS-Richtlinien sind anzupassen.
Urs Domenig, Sent: Gute Tag Herr Brunner, wo sehen sie Schweiz in 10 Jahren? Danke für Ihre Antwort und noch viel Glück bei den Wahlen und machen Sie weiter so!
Die Schweiz ist auch in 10 Jahren ein blühendes, freies Land in dem der Bürger das letzte Wort hat. Die Schweiz ist nicht in der EU und die Leute haben Wohlstand und Arbeit.
Michael Gmür, Zürich: Ist das fokussieren auf Christoph Blocher in den laufenden Wahlen ein Eingeständnis an die Inhaltliche Leere des SVP-Programmes oder eher eine Annäherung an eine Führerorientierte Gesellschaft?
Weder noch. Die ständigen Angriffe auf Bundesrat Blocher zwangen uns zu diesem Wahlkampf. Seit vier Jahren haben die linken Parteien nur ein Thema. Christoph Blocher soll weg. Ausgerechnet der fleissigste und beste aller Bundesräte. Daher sind diese Wahlen indirekt vorgezogene Bundesratswahlen. Wer SVP wählt – stärkt Christoph Blocher den Rücken. Wird die SVP nicht gestärkt, wird er im Dezember aus dem Bundesrat abgewählt werden.
Peter Volmer, Zürich: Wie sehen Sie die Chancen von Christoph Blocher wiedergewählt zu werden?
Aus heutiger Sicht sehe ich keine Mehrheit im Parlament für Christoph Blocher.
Josef Föhn, Kleinandelfingen: Wie ist die Stimmung im Nationalrat gegen Ende Session gewesen? Haben die politischen Gegner es realisiert, dass ihnen mit dem Versuch BR Blocher zu diskreditieren, ein blamabler Fehler unterlaufen ist?
Die Stimmung war auch schon besser. In der Tat haben die politischen Gegner der SVP und von Christoph Blocher realisiert, dass ihr Putsch-Plan gescheitert ist und durchschaut wurde.
Christian, Zürich: Ich habe das Gefühl, dass der Staat mit unserem Geld viel zu verschwenderisch umgeht? Was werden Sie und die SVP unternehmen um den öffentlichen Haushalt effizienter zu gestalten?
Es liegt noch viel Einspar-Potential beim Staat. Ohne dass die Bürgerinnen und Bürger Abstriche in Kauf nehmen müssten. Die einzigen zwei Departamente die in den letzten vier Jahren gespart haben waren das VBS und das EJPD. Also die beiden SVP-Departemente. In der Verwaltung, im Asylwesen und der Bürokratie kann noch viel Geld gespaart werden. Weitere Massnahmenpakete sind unumgänglich.
Peter, Zug: Staatsverschuldung, überbelastete Sozialwerke, Staatsbürokratie – weshalb werden diese Probleme der erbenden Jugend nicht deutlicher aufgezeigt?
Sie sprechen drei der tatsächlich drängendsten Probleme an. Es ist die Aufgabe der SVP, diese drei Themen zusammen mit der jungen Generation noch vermehrt aufzugreifen und klaren Wein einzuschenken. Was auf die Jungen zukommt ist brutal. Die Linke hingegen fordert munter weiter. Verantwortungslos ist das.
Tschulo, Bern: Die Schweiz in 10 Jahren mit Toni Brunner als Bundesrat?
Hoffentlich die Schweiz in diesem Jahr mit Toni Brunner im Ständerat! *lacht*
Nora Dila, Zürich: was spricht für die sp und was gegen die svp?
absolut nichts!
Andi Thomson Zürich: Grüezi Herr Brunner, in meinen Augen sind Sie ein sehr guter, junger Politiker. Ich wollte Sie nur mal fragen, ob ein Ziel von Ihnen ist, in ein paar Jahren in den Bundesrat gewählt zu werden? Das Land braucht auch in der Regierung eine kleine «Verjüngungskur».
Lieber ältere Bundesräte wie Blocher oder Merz als jüngere wie Wyss oder Darballey. So gesehen ist es jetzt gar nicht so schlecht. Im Gegenteil.
Toggenburgerin, Oberhelfenschwil: Grüezi Herr Brunner! Mal zu etwas weniger politischem, wird man Sie auch wieder an der OLMA antreffen?
Hallo Toggenburgerin! Für mich als St. Galler eine Ehrensache. Ich werde am Eröffnungstag an der OLMA sein. Natürlich gehört da eine St. Galler Bratwurst dazu!
Linda, Winterthur: Das man Herr Schmid unterstüzen will, finde ich o.k. Aber Herr Blocher? Was hat er denn bisher Gutes für unsere Schweiz getan?
Bundesrat Blocher hat viel Gutes für die Schweiz bewirkt. Er bricht die Verkrustungen in Bern auf, Tabuthemen werden endlich offen angesprochen, sein Departement führt er vorbildlich und effizient und die Vorlagen im Parlament bringt er meist einstimmig von links bis rechts durchs Parlament. Aber das ist in den Medien erstaunlicherweise oft kein Thema.
Alex Meier, Basel: Finden Sie es nicht gefährlich, dass man die SVP allgemein auf Herrn Blocher reduziert? Was machen sie, wenn Herr Blocher einmal nicht mehr politisiert?
Verschwindet ein grosser Baum, bekommen wieder kleine Licht und können wachsen. Die SVP ist eine sehr breite Volkspartei mit vielen guten Köpfen. Wichtig ist doch einzig – ob der Kurs stimmt. Und der stimmt!
Michael Steiner, Uzwil: Sind Sie auch der Meinung, dass die Berner Spiele der Fussball-EM nach den Vorfällen nach St. Gallen verlegt werden müssen?
Ich hätte sehr gerne EM-Spiele in St. Gallen. Ich bin mir auch sicher, dass wir Ostschweizer phantastische Spiele mit einem tollen Ambiente bieten könnten.
Toni Hugentobler, Enneda: Hallo Toni, ich finde, eure Partei vergiftet das politische Klima in der Schweiz. Ihr seid eine Gefahr für unsere Demokratie. Wieso versucht ihr, die Justiz zu politisieren, indem ihr dazu aufruft, bestimmte Bundesrichter nicht mehr zu wählen? Wieso provoziert ihr die Linken mit rassistischen Plakaten und spielt nacher die Scheinheiligen? Es wäre gut, wenn eure politische Kraft in Zukunft auch etwas Respekt für andere aufbringen könnte...
Ich bin mit ihren Worten nicht einverstanden. Richter werden durch das Parlament gewählt. Ihre Arbeit darf durchaus beurteilt werden. Zum Beispiel der Einbürgerungsentscheid ist unverständlich. Die Politik soll politisieren, nicht die Justiz. Im Übrigen: Das Schaf-Plakat ist nicht rassistisch. Das schwarze Schaf stellt den Vergewaltiger, Mörder, Sozialbetrüger dar. Also einen, der sich nicht an die Regeln hält und daher weg muss. Dieses Plakat versteht ein jedes Kind. Aber man kann natürlich alles verdrehen.
Scherrer, Trimstein: Wie sehen Sie die künftige Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien in einer immer brutaleren Umfeld?
Wir leben gott sei Dank in einer Demokratie. Hier zählen Argumente, Debatten, Auseinandersetzungen aber nur verbal. Eisenstangen, Plastersteine und Säuren wie sie von Linkschaoten eingesetzt werden, haben in der Schweiz keinen Platz.
Thomas Flückiger, Speicher: Angenommen, Sie werden zusammen mit Kathrin Hilber in den Ständerat gewählt. Glauben Sie, dass Sie mit ihr zusammenarbeiten können?
Auf jeden Fall. Schliesslich hätte das St. Galler Volk dies so gewollt. Also wäre das Beste aus der Situation zu machen. Aber wichtiger als Hilber wäre schon Brunner im Ständerat. *smile*
Jonas Zeller, Winterthur: Guten Tag Herr Brunner, Was halten sie davon das der Zivieldienst länger dauert als der Militärdiens? Sind sie für eine Abschafung der allgemeinen Wehrpflicht?
Ich bin für die allgemeine Wehrpflicht. Der Zivildienst soll demnach auch länger dauern. Habe jedoch Respekt vor jedem, der überhaupt Dienst leistet und sich nicht hinten heraus schleicht.
David Hunziker Reussbühl: Sollte in der Schweiz ein Stimmrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt werden?
Nein. Heute hat man mit 18 alle Rechte aber auch Pflichten. Beim Stimmrechtsalter 16 würde die schizophrene Situation entstehen, dass ein Jugendlicher über die Motorfahrzeugsteuer abstimmen könnte, aber selber noch gar nicht Autofahren dürfte.
Daniel Tretheway, Bassersdorf: Hallo Toni, welche oder welcher der abtretenden Parlemantierer würdest du am liebsten wieder im Bundeshaus sehen? Gruss und bis bald, Daniel
Hallo Daniel..... schön von Dir zu hören. Also am ehesten werde ich in der SVP Hermann Weyeneth vermissen. Er war ein hervorragender Finanzpolitiker.
Hans Müller, zuhause: wie lange soll die zauberformel noch halten ?
Genau so lange, wie die vier grössten Parteien die Kraft haben, sich gemeinsam in der Regierung zusammenzuraufen. Dazu gehört aber zum Beispiel auch, dass die anderen Parteien einen Bundesrat Blocher tolerieren. Er vertritt nichts anderes, als die Politik der SVP auch im Bundesrat. Das ist gut so.
Scherrer, Trimstein: Was halten Sie vom Jugendparlament?
Es ist eine Möglichkeit, um Junge an die Politik heranzuführen. Allerdings dürfen Jugendparlamente sich nicht von irgendwelchen Institutionen oder linken Parteien instrumentalisieren lassen.
Ivo Schmucki, Sirnach: Sind sie selber Blickleser?
Ich habe den Blick nicht abonniert.
Matthieu Meye,r Genève: Bonjour, wieso kann sich die SVP in Kantonen wie Genf trotz grossem (finanziellem) Aufwand nicht durchsetzen?
Die Partei ist noch in manchen Kantonen jung. Sobald sich mehr Leute ein Herz fassen, hinstehen und für die SVP einstehen, wird sich die SVP auch in Kantonen wie Genf durchsetzen. In Genf hat es doch einige sehr gute junge Frauen und Männer auf der Liste.
Fabio Torre, Bonstetten: Guten Tag. Warum betreibt die SVP immer diese Sündenbock-Politik, die zu nichts führt? In diesem Land sind Lösungen gefragt, Komromisse, man muss gemeinsam arbeiten und nicht immer mit Vorurteilen um sich schlagen?
Unser Glücksbringer für die Wahlen 07 ist zwar Zottel der wunderbare Geissbock, deswegen betreiben wir aber noch lange keine Sündenbock-Politik. Die SVP bringt jedoch konsequent jene Themen auf den Tisch, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Also zum Beispiel auch die Delikte von kriminellen Ausländer und Banden. Für Lösungen braucht es tatsächlich mehrere Parteien und die SVP geht von Fall zu Fall andere Qualitionen ein.
Daniel Ryter, Thun: Hat eine normale Liebe zwischen einem jungem Schweizer und einer jungen Deutschen in diesem Land noch eine Chance? Danke für Ihre Antwort!
Jede Liebe hat eine Chance in der Schweiz.
Sandro Pfiffner, Wangs: Welche Konsequenzen würden Sie bei einer Nicht-Wahl in den Ständerat ziehen? Wäre dies aus Ihrer Sicht nicht ein «Misstrauensvotum» der Bevölkerung?
Überhaupt nicht. Ich trete gegen zwei Bisherige aus der Stadt an. Das wird ganz schwierig für mich. Aber ich würde den Kanton St. Gallen sehr gerne im Stöckli vertreten. Werde ich nicht Ständerat, so hoffe ich jedoch, wenigstens wieder in den Nationalrat gewählt zu werden. Dort findet man mich auf der Liste 2 und könnte mich sogar – im Gegensatz zum Ständerat – zweimal wählen.
Scherrer, Trimstein: Wie glauben Sie könnten Parteien wieder mehr Mitglieder werben, beziehungsweise Menschen für Politik interessieren?
In dem die Parteien die Sorgen der Bevölkerung aufnehmen und nicht um den heissen Brei herumreden. Die Leute wollen Lösungen für die wirklich drängenden Probleme. Ausländerkriminalität, steigende Soziallasten, immer mehr Steuerabgaben und Bevormundungen. So kann es ja nicht weiter gehen.
Sandro Föllmi, Ybrig: wie sähe die Zauberformel aus wenn es nach ihren wünschen ginge?
2 SVP, 2 FDP, 2 SP und ein CVP ist ganz ok. Wenn wir stärker werden, wäre ein dritter Sitz für die SVP in ferner Zukunft natürlich wünschenswert.
Daniel, Zermatt: Die Reichen wählen SP, die Armen SVP. Irgendwie steht doch alles Kopf. Wollt Ihr überhaupt noch die Konkordanz?
Die SVP steht zur Konkordanz. Aber Du hast recht. Tatsächlich wählen die tieferen Einkommensschichten mehr SVP als SP. Und zwar weil die Leute merken, dass wir sie entlasten und die Linke sie immer mehr belastet und entmündigt.
Tobias Auer, St. Gallen: Guten Tag Herr Brunner. Sie sagen die Parlamentswahlen wären indirekte Bundesratswahlen. Was halten Sie von der Idee den Bundesrat direkt durch das Volk zu wählen?: Sie sagen die Parlamenstwahlen seien indirekt vorgezogene Bundesratswahlen. Wie stehen Sie zu der Idee den Bundesrat dierekt durch das Volk zu wählen?
Ich finde die Idee einer Volkswahl des Bundesrates nach wie vor gut. Vielleicht wird sie ja schneller aktuell, als wir glauben.
Raphael Kaufmann: Sie waren bei der Vefassung des Berichts im Fall Blocher/Rohschacher dabei. Warum haben Sie ihn erst im Nachhinein als falsch verurteilt. Sie selber haben ihn verfasst!
Ich habe den Bericht nicht erst im Nachhinein als falsch, einseitig und parteiisch zurückgewiesen. Aber wie überall, gab es halt auch in der Kommission Mehrheiten und Minderheiten. Ich war regelmässig in der Minderheit und bin somit unterlegen. Der Bericht ist wirklich kein Glanzlicht der GPK.
Andreas Tschutt, Ibach: Hallo Herr Brunner. Mit welchem Politiker vergleichen Sie sich am ehesten?
Mein politischer Götti ist Alt-Ständerat Hans Uhlmann aus dem Kanton Thurgau. Er war Ständerat und ich möchte es noch werden.
Simon, Luzern: Lieber Herr Brunner, was reizt Sie besonders am Wechsel vom Natonal- in den Ständerat?
Im Ständerat hat es bloss zwei Vertreter eines Kantones. So gesehen hat die Stimme etwas mehr Gewicht. Zudem würde ich gerne in der stärksten Fraktion unter der Bundeshauskuppel den Kanton St. Gallen einbringen. Das wäre gut für unseren Kanton.
Hans, Winterthur: Lieber Herr Brunner, wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie in den Ständerat gewählt werden?
Die Chancen sind intakt. Gegen zwei Bisherige nicht unbedingt selbstverständlich. Aber ich bin zuversichtlich und danke für jede Unterstützung.
Manu, St. Gallen: Was denken Sie zum SVP-Schöfli-Plakat? Haben Sie gesehen, dass in Biel überall beim schwarzen Schaf ein Ausschnitt mit dem Kopf von Blocher aufgeklebt ist?
Das Schafplakat der SVP zeigt sehr schön, dass wir bei uns keine schwere kriminellen Ausländer dulden. Mörder, Vergewaltiger und Sozialbetrüger haben das Land zu verlassen. Die Botschaft ist klipp und klar. Leider werden die Plakate der SVP an vielen Orten mutwillig zerstört oder verunstaltet. Auch das ist unbegreiflich in einer Demokratie.
Susanna Kneubühler, Bern: Hr. Maurer & Hr. Mörgeli sind für mich eine Abschreckung. Wieso stehen ausgerechnet solch polarisierende Personen im Vordergrund der SVP ?
In ihren Funktionen werden sie halt vorab polarisierend wahrgenommen. Beide sind sehr umgängliche und sympathische Persönlichkeiten mit hoher Kompetenz. Aber wenn sie sie nicht mögen, so denken sie doch an Amstutz oder Brunner. Dann werden auch Sie die SVP mögen!
Patrick, Rorschach: Hoi Toni. Warum verfügt die SVP als einzige Partei in der Schweiz über ökonomischen Sachverstand? Gruss und weiter so! Patrick
Tja, die SVP hat halt viele unternehmerische Geister in ihren Reihen. Gerade auch im Bundeshaus oder in den Kantonsparlamenten zeichnen sich viele SVP-Parlamentarier dadurch aus, dass sie selber Angestellte haben, monatlich Löhne bezahlen müssen und daher auch wissen, dass Geld zuerst verdient werden muss bevor man es ausgeben kann.
Olaf Hochstrasser, Rorschacherberg: Ich werde auch SVP wählen. Jedoch bin ich in der Militärfrage nicht gleicher Meinung. Warum braucht die Schweiz einen obligatorischen Militärdienst?
Vielen Dank vorab für die Stimmen für die SVP. Ein neutraler Kleinstaat wie die Schweiz, muss möglichst unabhängig funktionieren können. Wir können keine Machtspiele bereiten, müssen uns also selber verteidigen können. Dazu gehört eine Landesverteidigung, aber zum Beispiel auch eine eigene Landwirtschaft oder Energieversorgung.
Josef Föhn, Kleinandelfingen: Hallo Herr Brunner, glauben Sie, dass es einen Komplott gegen BR Blocher gegeben hat? Wenn ja, wer waren die Drahtzieher? Oder war es eher Zufall und Naivität, dass die GPK auf die Holenweger-Papiere reingefallen sind?
An soviel Zufälle im Zusammenspiel mit immer neuen Angriffen auf Bundesrat Blocher mag ich nicht mehr glauben. Wieso sprach der CVP Präsident von einer Staatskrise bevor überhaupt über die Papiere informiert wurde? Wieso beschloss der Bundesrat bevor der GPK-Bericht öffentlich war, einen externen Rechtsberater beizuziehen? Wieso legte man die neu aufgetauchten Dokumente so tendenziös aus, dass einzig der Justizminister angeschuldigt wurde? Fragen über Fragen … die einem zweifeln lassen.
Snowboarder87: Kann man sagen, dass der 6. Oktober 2007 ein dunkler Tag für die Schweiz und unsere Demokratie ist?
Ja absolut. Wenn unbewilligte Demonstranten und linke Chaoten einen bewilligten Umzug der SVP einfach so verunmöglichen und dazu noch alles kurz und klein schlagen – dann hat die Demokratie verloren. Es liegt an uns allen, dies nicht zu tolerieren und dagegen anzutreten.
Daniel Müller, Basel: Lieber Herr Brunner. Grundsätzlich bin ich eher links eingestellt, kann mich aber auch mit einigen Ihrer Positionen befreunden. Was muss sich ändern, damit Szenen wie am Samstag nicht mehr passieren?!
Gewalttäter – egal aus welchem Lager – gehören scharf bestraft. Wer Leib und Leben gefährdet und alles kurz und klein zusammenschlägt, muss nicht nur eine gerechte und harte Strafe bekommen, sondern für die Schäden auch in Franken und Rappen aufkommen. Wer zu einer unbewilligten Demo aufruft – wie Herr Jenny von den Grünen – der ist zur Rechenschaft zu ziehen und soll von seinen Ämtern zurücktreten. Sofort!
Marco Hug, Mols: Was denken Sie, wie viele Sitze braucht die SVP im Parlament, damit Bundesrat Blocher wieder gewählt wird?
Einige mehr als heute. Daher wäre es so wichtig, wenn die SVP noch vermehrt unterstützt würde. Je stärker die SVP wird, je eher lehnen sich auch die Mitte-Parteien an unsere Positionen. Siehe Asyl- und Ausländerpolitik.
Simon, Luzern: Wie haben Sie den brutalen Samstag in Bern erlebt? Hatten Sie Angst?
Die Brutalität der linken Randalierer war enorm. Das war angsteinflössend. Beeindruckt und stolz macht mich jedoch, wie sich unsere 10000 SVP Leute friedlich verhalten haben. Und das angesichts dieser unglaublichen Gewalt. Glaub mir, dass da der ganze Umzug ruhig blieb ist eine Meisterleistung. Dickes Kompliment an alle Kundgebungsteilnehmer!
Marcel, St. Gallen: War mit dir im Car nach Dortmund zum Spiel Schweiz-Togo... Wünsch dir viel Glück und hoffe, du schaffst es in den Ständerat!
Vielen Dank Marcel. Ja, ich bin ein begeisterter Fussballfan. Ich freue mich auf die EM im nächsten Jahr. Hoffentlich hat das Team von Köbi Kuhn Saft und Kraft für einen speziellen Effort. Ich hoffe nur, die Schweiz hat sicherheitsmässig alles im Griff.
Reto Wenger, Interlaken: Hallo Herr Brunner. «Der Angeschuldigte bleibt in der Regel in Freiheit». So steht es im Bernischen Strafverfahren. Ich nehme an, dieser Grundsatz gilt auch in anderen Kantonen. Finden sie nicht auch, dass gerade solche Regelungen gegenüber solchen Chaoten wie wir sie letzten Samstag in Bern gesehen haben, viel zu lasch ist. Meiner Meinung nach, sollten solche Typen in einem Schnellverfahren abgeurteilt und sofort in den Strafvollzug gesetzt werden. Eine Busse oder Geldstrafe zu verhängen, ist hier viel zu wenig nachhaltig. Was meinen sie dazu? Ich wünsche ihnen für die Wahlen alles Gute.
Ich bin genau Ihrer Meinung!
Das Echo auf diesen Chat war riesig. Ich bin begeistert von den vielen Fragen. Leider konnte ich nur einen Bruchteil beantworten. Ich wünsche allen einen schönen Tag und bitte Sie, am 21. Oktober SVP zu wählen. Für unser Zuhause – unsere Schweiz.
Herzlichst, Toni Brunner
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Toni Brunner zur Schande von Bern: «Gewalttäter – egal aus welchem Lager – gehören scharf bestraft. Wer Leib und Leben gefährdet und alles kurz und klein zusammenschlägt, muss nicht nur eine gerechte und harte Strafe bekommen, sondern für die Schäden aufkommen.» (Keystone)