
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Nach der heftigen Kritik an einem Wahlkampf-Video der SVP bleibt vorerst unklar, ob die Partei den Film zurückzieht. Auf der Website der Partie ist der Propaganda-Streifen «Himmel oder Hölle» jedenfalls weiterhin aufgeschaltet.
Gegenüber der SDA wollte sich SVP-Präsident Ueli Maurer nicht zu dem Film äussern. Die Geschichte sei «Peanuts», sagte Maurer. Auf der Parteizentrale war vorerst niemand zu erreichen.
Sieben junge Bieler aus der Hip-Hop Szene treten in dem Film als Schläger und Drogenkonsumenten auf. Angeblich waren die Jungs vom Produzenten nicht darüber informiert worden, dass es sich um einen Propagandafilm der SVP handle. Sie glaubten stattdessen, es werde ein Video über Gewaltprävention gedreht.
Die jungen Bieler haben sich an eine Anwältin gewandt. Diese schickte am Freitag einen Brief an die SVP, in dem sie die Partei auffordert, das Video innert zwölf Stunden von ihrer Internet-Seite zu nehmen. Allenfalls würden rechtliche Schritte ergriffen. Der Aufforderung ist die SVP bislang nicht gefolgt.
Die SVP ihrerseits behält sich eine Strafanzeige gegen den Produzenten vor, sollten die Jugendlichen tatsächlich über den Verwendungszweck des Films getäuscht worden sein.
«Wenn die Jugendlichen nicht wussten, worum es ging, hat der Betreffende, der den Auftrag erhalten hat, unser Vertrauen missbraucht», sagte Maurer in einem Interview im «Bieler Tagblatt».
«Dann würden wird uns vorbehalten, eine Strafanzeige einzureichen gegen den Verantwortlichen, der seinen Auftrag nicht korrekt erfüllt hat», sagte Maurer. Die SVP wolle nun wahrscheinlich mit den Jungen direkt das Gespräch suchen. (sda/zeb)
Dem SVP-Präsidenten Ueli Maurer ist das Lachen noch nicht vergangen. Für ihn ist die Geschichte «Peanuts».- Keystone