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Der Bundessicherheitsdienst und die Bündner Kantonspolizei nehmen die Drohungen per Mail und SMS ernst. Diese erreichten Eveline Widmer-Schlumpf vor allem in ihrer Bedenk-Nacht vor der endgültigen Entscheidung am Donnerstagmorgen.
Am Wahltag wurde deshalb das normale, ohnehin schon massive Sicherheitsdispositiv für neu gewählte Bundesräte noch verstärkt.
«Ich stehe aber nicht unter Dauerschutz», sagte die neu gewählte Bundesrätin zu BLICK. Das Ganze spiele sich diskret ab.
Hat die mutige Frau jetzt Angst? «Nein, ich habe keine Angst, aber ich bin schon etwas vorsichtiger als sonst.» Sie werde jetzt bestimmt nicht irgendwelche einsamen Spaziergänge unternehmen.
Aber Eveline Widmer-Schlumpf will nicht dramatisieren: «Die positiven Reaktionen überwiegen. Pro 100 SMS und Mails gab es jeweils nur ein böses.» Zum Beispiel: «Gehen Sie nicht mehr allein auf die Strasse.»
Wie geht sie damit um? «Natürlich ist das nicht sehr angenehm, aber leider muss man so etwas heutzutage offenbar zur Kenntnis nehmen.»
Woher die Drohungen stammen, kann sie nicht abschätzen: «Dafür hatte ich gar keine Zeit.» Sie waren unterschiedlich gezeichnet: namentlich als SVP-Sympathisanten. Aber es gab auch anonyme Drohungen.