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Die Vorstellung, dass SVP-Boss und Hardliner Ueli Maurer den Kanton Zürich zusammen mit dem bereits gewählten Felix Gutzwiller in der kleinen Kammer vertreten könnte, jagt den meisten Politikern links der Mitte einen kalten Schauer den Rücken hinab.
Eins ist sicher: Maurer wirds mit einer Frau zu tun kriegen. Doch noch ist unklar, ob es die Nummer 3 des ersten Wahlgangs, die Sozialdemokratin Chantal Galladé sein wird. Oder doch die Nummer 4, Verena Diener von den aufstrebenden Grünliberalen?
Ihre beiden Parteien schmieden derzeit eifrig an einer Anti-Maurer-Kandidatur, die auch die Unterstützung der Grünen, der CVP und der EVP erhalten soll. Um auszuloten, welche Politlady die besseren Aussichten auf den Sitz hat, sollte gemäss einer Mitteilung von Radio DRS von heute Nachmittag der Politologe Claude Longchamp ran. Der Experte mit der Fliege sollte als externer Berater ein Gutachten anfertigen – doch er hat seine Mitarbeit mittlerweile gegenüber Blick.ch dementiert.
Kandidatin Diener hätte gerne einen solchen Gutachter, denn sie vermutet, dass beide Parteien zu befangen sein könnten. Sie hoffe, dass eine Aussenstimme aufzeigen könne, was sie und was Galladé in einem zweiten Wahlgang noch zusätzlich an Stimmen mobilisieren könnten, sagte die frühere Zürcher Regierungsrätin im Regionaljournal.
Diener machte auch gleich klar, unter welchen Vorzeichen sie verzichten würde: Die 58-Jährige will sich aus dem Wahlkampf zurückziehen, falls ein Politologe – wer auch immer es nun sein wird – beiden Politikerinnen die gleichen Mobilisierungschancen voraussagen sollte.
Es gelte dann zu berücksichtigen, dass die SP die grössere Partei mit längerer Tradition sei. Ausserdem habe Gallade im ersten Wahlgang 10000 Stimmen mehr mobilisieren können. «Das wäre für mich eine gute Basis zum sagen, ich ziehe meine Kandidatur zurück», erklärte Diener. (AP/hhs)
Als externer Experte darf nun Claude Longchamp die Entscheidungsgrundlage liefern.- gfs