Freisinnige im freien Fall CVP überholt FDP

  • Publiziert: 14.09.2007, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Im neusten SRG-Wahlbarometer fällt die Partei erstmals hinter die CVP zurück. Doch die Auswirkungen der Roschacher-Affäre zeigt die Umfrage noch nicht.

Welcher Partei schadet die Roschacher-Affäre, wem nützt das Gerede um Geheimpläne und private Notizen? Der neuste SRG-Wahlbarometer gibt darauf noch keine Antwort, da der GPK- Bericht erst kurz vor dem Ende der Umfrage veröffentlicht wurde.

Schon vorher scheint der Wahlkampf aber in seine heisse Phase getreten zu sein: Würde jetzt abgestimmt, hätten wir in der Schweiz die höchste Wahlbeteiligung seit 1971. Die Zahl der Wahlwilligen stieg nämlich von Mitte bis Ende August markant von 48 auf 55 Prozent.

Das grosse Fazit der Vor-Geheimplan-Aera: Die FDP ist im jüngsten SRG-Wahlbarometer erstmals hinter die CVP zurückgefallen. Und: Die SVP büsste im Vergleich zur letzten Umfrage von Mitte August ebenfalls leicht ein. Stabil blieben SP und CVP. Die grossen Wahlsieger wären die Grünen.

Die exakten Zahlen

Wäre Ende August gewählt worden, hätte die FDP gerade noch einen Wähleranteil von 14,7 Prozent erreicht. Das sind 2,6 Prozent weniger als bei den Wahlen 2003 und 1,1 Prozent weniger als beim letzten Wahlbarometer Mitte August.Die CVP hingegen legt gegenüber 2003 um 0,6 Prozent zu und kommt auf genau 15 Prozent. Gegenüber Mitte August verliert die CVP 0,2 Prozent.Die Grünen kommen neu auf 10,7 Prozent, 3,3 Prozent mehr als 2003 und 1,2 Prozent mehr als Mitte August. Sie wären die haushohen Wahlsieger.Stärkste Parteien bleiben unangefochten die SVP und die SP. Die SVP erreicht 25,6 Prozent – 1,1 Prozent weniger als 2003 und 0,6 Prozent weniger als bei der letzten Umfrage. Die SP verliert gegenüber 2003 0,7 Prozent und kommt auf 22,6 Prozent. (SDA)

Wackelt FDP-Bundesratssitz?

BERN – Das Resultat seiner Partei beim neuesten Wahlbarometer lässt FDP-Bundesrat Pascal Couchepin kalt. Er habe keine Angst um seinen Bundesratssitz oder jenen seines Parteikollegen Hans-Rudolf Merz, sagte er. Es habe sich schon oft gezeigt, dass Umfragen nicht besonders vertrauenswürdig seien, sagte Couchepin am Rand einer Veranstaltung zur 5. IV-Revision in Bern.

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