Blocher sagt nichts

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BERN – Der Sieger schweigt: Bundesrat Christoph Blocher will den Wahlausgang nicht kommentieren. Auch zur Bundesratswahl sagt er nichts. Sagen Sie uns etwas?

Nach der Parlamentswahl ist vor der Bundesratswahl. Das weiss auch SVP-Aushängeschild Christoph Blocher. Und er ist nie verlegen für seine Interessen und seine Partei einzutreten. Doch jetzt hüllt sich der Justizminister in Schweigen.

Er will den deutlichen Wahlsieg der SVP nicht kommentieren: Es gebe eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, meinte er auf eine entsprechende Frage anlässlich der bundesrätlichen Medienkonferenz von heute.

Doch er will später sein Schweigen brechen: «Es wird eine Zeit geben, wo ich über die Wahlen rede», sagte der SVP-Bundesrat.

Auch zur Bundesratswahl vom 12. Dezember gabs keinen Kommentar vom wortgewandten Zürcher. Die Frage, welcher seiner Kollegen gehen müsse, beantwortete Blocher diplomatisch: Er spreche nicht darüber, wer zurücktreten solle. Er arbeite mit all jenen zusammen, die gewählt würden. Er selber lebe seit vier Jahren mit der Forderung nach seinem Rücktritt.

Dieses Gefühl lernt jetzt auch Pascal Couchepin kennen. Parteikollegen des FDP-Bundesrats haben gestern seinen Rücktritt verlangt. Sie machen den Innenminister für den schlechten Wahlausgang der Freisinnigen verantwortlich (blick.ch berichtete).

Welchen Bundesrat würden Sie abwählen? Schreiben Sie uns: Wer, warum gehen sollte.(AP)

Blocher will mehr Einfluss

BERN – Der Bundesrat will die Departemente am 18. Dezember neu verteilen. Voraussichtlich am nächsten Mittwoch befasst er sich zudem nochmals mit der Neuordnung der Ressorts, die eventuell nächstes Jahr realisiert wird.

Einen Departementswechsel forderte Justizminister Blocher heute nicht. Er sagte, er nehme, was die anderen ihm zuteilten. So oder so werde er wie bisher massiv auf die gesamte Arbeit im Bundesrat Einfluss nehmen, sagte Blocher. Dafür sei er im Bundesrat, und nicht, um ein bestimmtes Departement zu führen. (AP)

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