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Nach der Parlamentswahl ist vor der Bundesratswahl. Das weiss auch SVP-Aushängeschild Christoph Blocher. Und er ist nie verlegen für seine Interessen und seine Partei einzutreten. Doch jetzt hüllt sich der Justizminister in Schweigen.
Er will den deutlichen Wahlsieg der SVP nicht kommentieren: Es gebe eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, meinte er auf eine entsprechende Frage anlässlich der bundesrätlichen Medienkonferenz von heute.
Doch er will später sein Schweigen brechen: «Es wird eine Zeit geben, wo ich über die Wahlen rede», sagte der SVP-Bundesrat.
Auch zur Bundesratswahl vom 12. Dezember gabs keinen Kommentar vom wortgewandten Zürcher. Die Frage, welcher seiner Kollegen gehen müsse, beantwortete Blocher diplomatisch: Er spreche nicht darüber, wer zurücktreten solle. Er arbeite mit all jenen zusammen, die gewählt würden. Er selber lebe seit vier Jahren mit der Forderung nach seinem Rücktritt.
Dieses Gefühl lernt jetzt auch Pascal Couchepin kennen. Parteikollegen des FDP-Bundesrats haben gestern seinen Rücktritt verlangt. Sie machen den Innenminister für den schlechten Wahlausgang der Freisinnigen verantwortlich (blick.ch berichtete).
Welchen Bundesrat würden Sie abwählen? Schreiben Sie uns: Wer, warum gehen sollte.(AP)