Vorstoss für Zierfische SP-Jositsch zeigt Herz für Clownfisch und Co.

Der Import und Handel mit Zierfischen müsse in der Schweiz und europaweit besser überwacht und kontrolliert werden, fordert SP-Ständerat Daniel Jositsch in einem neuen Vorstoss. Damit sollen auch Korallenriffe besser geschützt werden.

Daniel Jositsch Vorstoss: Will mehr Kontrolle im Zierfischhandel play
SP-Ständerat Daniel Jositsch (ZH) KEY

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Geht es um die AHV-Plus-Initiative, zeigt SP-Ständerat Daniel Jositsch (ZH) den Rentnern die kalte Schulter. Geht es um den Tierschutz, zeigt der Rechtsprofessor Herz für Clownfisch und Co!

Angesichts der boomenden Aquarienindustrie sei es «zum Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume unumgänglich, dass Import und Handel mit Zierfischen in der Schweiz und europaweit besser überwacht und kontrolliert werden», fordert Jositsch.

Vorstoss im Ständerat

Gemäss einer Uno-Studie von 2003 würden jährlich rund 24 Millionen Korallenfische jährlich verkauft. «Neuere Zahlen gibt es nicht, aber aufgrund der vielen neuen Aquarien muss angenommen werden, dass heute bedeutend mehr Tiere und Arten gehandelt werden», vermutet Jositsch. «Auch in der Schweiz dürften die Zahlen heute deutlich über den vor über 20 Jahren geschätzten sieben Millionen Tieren liegen.»

Da neues Zahlenmaterial fehlt, hat Jositsch im Ständerat einen Vorstoss eingereicht. Konkret soll der Bundesrat prüfen, ob ob der Import von marinen Zierfischen detaillierter erfasst werden sollte. Zudem soll der Bundesrat dafür sorgen, dass der Handel mit Zierfischen auch in der europäischen Tierverkehrs-Datenbank erfasst wird. 

«Nur gestützt auf eine umfassende Datenerhebung kann sichergestellt werden, dass einzelne Arten durch den Handel nicht gefährdet oder gar ausgerottet werden», so Jositsch.

Korallenriffe schützen

Dem SP-Mann geht es dabei auch um den Schutz der Korallenriffe. Diese seien nicht nur durch die Klimaerwärmung oder die Übersäuerung der Meere bedroht, so Jositsch: «Ein weiteres, bis heute leider wenig beachtetes Problem, ist der Handel mit Meerestieren und -organismen durch die Aquarienindustrie.»

Die Nachfrage nach Korallenfischen sei gross, doch die Aquarienindustrie werde bis heute kaum kontrolliert, moniert Jositsch. Und der Handel mit den meist wild gefangenen Korallenfischen bringe einzelne Arten an den Rand der Ausrottung. «Unkontrolliert Tiere aus gefährdeten Ökosystemen zu entnehmen, schwächt den bereits bedrohten Lebensraum Korallenriff zusätzlich.»

Publiziert am 19.09.2016 | Aktualisiert am 21.09.2016
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8 Kommentare
  • Hans  Leuchli aus Vellerat
    20.09.2016
    Also ich begreife den Mann. Erstens gibt es auch viele rote Zierfische, sogar in der Politik, allerdings fehlt gerade dort der tolle Hecht.
    Und zweitens sieht man auch bei uns was passiert wenn Korallenriffe absterben, der ganze Jura besteht daraus.
    Ironie aus.
  • Renato  Tivoli aus Luzern
    19.09.2016
    Kommt mir vor wie eine Jö-PR-Kampagne. Er muss wohl die unsägliche Geschichte letzte Woche mit der AHV-plus-Aussage in der Handelszeitung medial überlagern. Ach...
  • Hans  Betschart 19.09.2016
    Tja, da die Krümmung von Bananen und Gurken sowie die Zertifizierung von Topflappen bereits von der EU reglementiert wurde kümmert sich jetzt Herr Jositsch wenigstens um Fischli.
  • Ursula  Reichenbach aus Schwarzenbach
    19.09.2016
    Ja klar wir Schweizer sind für alles auf der Welt verpflichtet und schuld an der ganzen Miesere auf dieser Welt. Es gibt kein Land das so als Weltverbesserer dasteht wie die Schweiz.Wir haben sonst gar keine Probleme.
  • Achmat  Schachmatt aus Sumatra
    19.09.2016
    Ich habe 10 Jahre lang auf einer paradisischen Korallenriffinsel in Indonesien gelebt, direkt am Meer und meine Aquariumfische selber gefangen. Alle 2-3 Jahre gabe es einen heftigen Sturm, so dass das ganze Riff mit Sand für mindestens 6 Monate begraben war. Sobald aber der Sand weg war und Steine sowie tote Korallen zum vorschein kamen, wimmelte es in kürzester Zeit von teuren Aquarium Fischen (Jungtiere). Man darf die Fische fangen ohne Gift aber ja nicht das Riff zerstören. Es gibt genug.