Vom Schwimmen bis zum Handschlag Diese Fälle beschäftigten die Gerichte

Aziz Osmanoglu (41) will seine beiden Töchter nicht in den Schwimmunterricht schicken. Sein Fall ist nicht der erste, über den Gerichte entscheiden müssen.

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Aziz Osmanoglu (41) ist nicht der erste Muslim, der Gerichte auf Trab hält. Über Jahre weigerte sich auch Bardul D.* aus Muttenz BL, seine Töchter in den Schwimmunterricht zu schicken. Er kassierte etliche Bussen – und fand einen Sponsor, der diese für ihn bezahlte. 

Seine renitente Haltung brachte Emir Tahirovic (40) aus St. Margrethen SG in die Schlagzeilen. Ende Juni 2016 sass der Salafist zum wiederholten Mal auf der Anklagebank. Weil er seinen Töchtern den Schwimmunterricht und das Skilager verbot, verurteilte ihn das Kreisgericht Rheintal zu einer Strafe von 4000 Franken. In einem anderen Prozess hatte Tahirovic Erfolg: Ende 2015 entschied das Bundesgericht, Kopftücher an Schulen seien zu akzeptieren. 

Hängig ist der Handschlag-Streit von Therwil BL. Aus religiösen Gründen hatten sich die syrischen Brüder A.* und N.* geweigert, ihren Lehrerinnen die Hand zu geben. Unterstützt wurden sie vom Islamischen Zentralrat (IZRS). Die Baselbieter Regierung will die Handschlag-Pflicht jetzt ins Bildungsgesetz aufnehmen. 

* Name d. Redaktion bekannt

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 15.01.2017
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7 Kommentare
  • Robert  Mosimann 12.01.2017
    Die Familie ist Auszuweisen wenn sie sich nicht fügen will. An sonst macht das Appetit auf weitere solche Fälle. Je strenger die Gesetzte angewendet werden, desto eher fügen sich solche Leute, oder sie wandern aus in ein anderes Land.
  • Friedrich  Meyer 12.01.2017
    Die Ultrakonservativen und die Konvertiten um einen selbst ernannten Zentralrat führen immer religiöse Gründe an um ihre abstrusen Ideen zu verteidigen ohne jedoch nur einmal den mindesten Beweis erbracht zu haben, dass ihre Religion den Schwimmunterricht oder einen Handschlag verbietet. Was ihre Religion jedoch fordert, den Respekt vor andern den bringen sie nicht auf. Was sie einfordern ist oft das Gesetz der Wüste im 9 Jahrhundert und nicht die Gesetze der Schrift ihres Propheten.
  • Beni  Mühlebach aus Frauenfeld
    12.01.2017
    Wie wärs, wenn solche Leute erst ein festes Bleiberecht erhalten, wenn sie sich unseren Gepflogenheiten angepasst haben. Wenn sie das nicht wollen, sollen sie doch bitte gehen. Vielleicht gibt es in ihrem Heimatland auch Sozialleitstungen - vielleicht?
  • Domenig  Wilhelm 12.01.2017
    Eine totale Fehlpolitik aus Bern und sie wollen es nicht einsehen im Bundeshaus. Wer als Flüchtling unser Land betritt hat sich ohne wenn und aber anzupassen und integrieren. Die das nicht wollen und unser Brauchtum untergraben müssen auf dem direkten Weg ausgeschafft werden. War selber auch in solchen Länder und musste mich anpassen ohne wenn und oder.
  • hanspeter  kobelt 12.01.2017
    Zunehmende Tendenz der Renitenten, welche die Gastfreundschaft und z.T. das Sozialsystem der Schweiz missbrauchen. Und wieder einmal kann man feststellen, dass die Schweiz kein Rueckengrat hat, weil solche Querulanten anstatt ausgewiesen noch gehaetschelt werden. Wie lange noch? Bis unser System zusammenbricht, oder Schweizer zur Selbsthilfe greifen? Das Verhalten unserer Verantwortlichen ist sehr gefaehrlich!