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Viele EU-Bürger kommen in die Schweiz zum Arbeiten. Und bleiben oft auch gleich für immer hier.
(Keystone)BERN - Gut qualifizierte Ausländer kommen wegen der Arbeit in die Schweiz. Und viele von ihnen lassen sich gleich fest hier nieder.
Es entwickelt sich eine Form von Luxusmigration in die Schweiz. Dies zeigte sich an der heutigen Tagung der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM) in Bern. Hoch qualifizierte Deutsche, Engländer oder auch Amerikaner kommen nicht einfach mal für drei Jahre in die Schweiz zum Arbeiten und reisen dann wieder in die Heimat zurück.
Sie sind gekommen, um zu bleiben. Die ausländischen Arbeitskräfte ziehen ihre Familien nach und lassen sich hier nieder. Dies sagte heute Politologe Michael Hermann, der an der EKM-Tagung über die neue Migrationslandschaft referierte.
Hermann: «Während die traditionelle Zuwanderung etwa aus den Balkanstaaten stagniert, gibt es in der deutschen Schweiz immer mehr Deutsche und englischsprachige Bewohner. Und diese bleiben immer länger.»
Der Politologe führt diese Entwicklung auf zwei Gründe zurück: «Die internationale Community ist inzwischen grösser. Englischsprachige Arbeitskräfte kommen in Zürich problemlos mit Englisch durch den Alltag. Früher waren sie isolierter.»
Interessant auch der historische Hintergrund: Um die Jahrhundertwende sind 80 Prozent der Migranten aus dem englischsprachigen Raum wieder ausgewandert. Heute bleiben fast 50 Prozent mindestens zehn Jahre im Land.
Welche Auswirkungen hat der Rückgang traditioneller Migranten zugunsten von Einwanderern aus hoch entwickelten Ländern? Hermann: «Sie verdienen besser und beanspruchen beispielsweise bei Wohnungen auch mehr Platz.»
Hermann meint, wenn die Zahl der Rückwanderungen sinkt, wächst die Bevölkerung in der Schweiz noch schneller. «Je sesshafter die Einwanderer werden, desto weniger Ausländer benötigen wir für den Werkplatz Schweiz.
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