Verwaltung vermasselt Ausschreibung Peinliche Panne statt Hilfe für Grenzwächter

Obwohl private Sicherheitsfirmen das Grenzwachtkorps seit 2011 unterstützen dürfen, tun sie das immer noch nicht. Die Zollverwaltung hat die Ausschreibung vermasselt.

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Selbstverschuldet im Stress: Mitarbeiter des Grenzwachtkorps in Chiasso. (KEYSTONE/Gaetan Bally) GAETAN BALLY

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Räuberbanden, Flüchtlingskrise, Einkaufstourismus – die Schweizer Grenzwächter arbeiten am Limit. Seit Jahren fordert ihr Chef Jürg Noth daher von der Politik mehr Stellen.

200 bis 300 zusätzliche Personen brauche er unbedingt, klagte Noth. Mit Erfolg: Letztes Jahr bewilligte der Bundesrat 48 neue Stellen.

Verwaltung liess sich viel Zeit

Dabei ist der Stress an der Grenze zumindest teilweise selbstverschuldet: Seit 2011 kann die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV), der das Grenzwachtkorps angegliedert ist, die Grenzwächter mit privaten Sicherheitsleuten entlasten. Diese könnten beispielsweise Vignettenkontrollen durchführen, damit die Grenzwächter mehr Zeit für ihre Hauptaufgaben hätten.

Doch wegen peinlicher Pannen bei der Ausschreibung ist in den fünf Jahren seither nichts passiert. Zuerst liess sich die EZV bis Ende 2014 Zeit, um überhaupt einen Auftrag auszuschreiben, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Und obwohl sich darauf mehrere Firmen meldeten, verstrichen zwei weitere Jahre, ohne dass ein Zuschlag erfolgte.

Mehr Auflagen als nötig

Stattdessen hat die EZV das Verfahren nun ganz abgebrochen. Man werde den Auftrag neu ausschreiben, erklärte EZV-Sprecher David Marquis. Grund für den Abbruch: In der Ausschreibung hatte die EZV von den interessierten Firmen eine Bewilligung für Nacht- und Sonntagsarbeit verlangt.

Als einer der Anbieter beim zuständigen Staatssekretariat für Wirtschaft eine entsprechende Bewilligung einholen wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass eine solche gar nicht notwendig sei.

Nun wird der ganze Prozess von vorn gestartet – obwohl die Autobahnvignette 2023 durch eine elektronische Vignette ersetzt werden soll, womit Kontrollen überflüssig würden. Braucht die neue Ausschreibung ebenso viel Zeit wie die letzte, freut sich nur einer: der Amtsschimmel. (sf)

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 09.01.2017
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  • Hanspeter  Pavilion , via Facebook 02.11.2016
    Sorry was läuft da schief. Das GWK bekommt immer mehr Stellen und hat immer noch zu wenig Mitarbeiter. Wie konnten die denn das früher bewältigen, wo noch fast jeder Kilometer Grenze bewacht wurde. Vermutlich sollte sich das GWK einfach wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren, dann reichen auch die Stellen.
    • Jürg  Wüthrich aus Baselland
      03.11.2016
      Früher gab es nicht so einen grossenZufluchtsstrom und wilkommensstruktur, wie das heute der Fall ist. Wo setzen wir nun an?Einen wirtschaftsflüchtling zurück zu senden kostet auf Dauer weniger, als ein paar Würste oder Wein nicht zu verzollen.
  • Werner  Bieinisowitsch aus Sant Jordi
    02.11.2016
    Ja, und der Amtsschimmel wiehert in der Schweiz wie immer kräftig. Ich frage mich, für was diese "laschen Behörden" ihre Löhne erhalten. Die tun ja eh den ganzen lieben Tag nichts. Es ist schon so, wie der französische Komiker Coluche mal in einem Sketch sagte: "Bei den Behörden ist alles versichert, nur die Uhr müssen sie nicht versichern, die wird nie geklaut, denn alle Beamten haben ihre Blicke den ganzen Tag darauf fixiert.