Parmelins neues Kampfjet-Konzept F/A-18-Nachrüstung kostet halbe Milliarde

  • Der Verteidigungsminister will bis 2030 einen neuen Jet.
  • Die F/A-18 will man für 490 Millionen Franken nachrüsten.
  • 26 Stück des Uralt-Tigers bleiben weiterhin im Einsatz.
  • BLICK berichtet seit 16.15 von der Medienkonferenz.

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Liveticker

Seit neun Monaten evaluiert eine Expertengruppe des Verteidigungsdepartements (VBS), wie die Luftwaffe der Zukunft aussehen soll. Im Frühling 2017 will sie ihren detaillierten Bericht vorlegen.

Das ist Bundesrat Guy Parmelin (57, SVP) nicht schnell genug. Er informiert bereits heute über den Zwischenstand der Arbeiten. Würde er die Empfehlungen nicht sofort angehen, könnten Verzögerungen entstehen.

Guy Parmelins Kampfjet-Konzept: F/A-18 Aufrüsten für halbe Milliarde play
Nationalrätin Priska Seiler Graf (SP, 48) findet den Personalentscheid von Guy Parmelin ebenfalls problematisch: «Da das Beschaffungswesen des VBS etwa durch die Duro-Affäre arg unter Beschuss steht, wäre es taktisch klüger gewesen, eine von der Rüstungsindustrie unabhängigere Person zu wählen.» AFP

Der Waadtländer folgt gleich mehreren Ratschlägen der Expertengruppe. Schon in der Armeebotschaft 2017 beantragt er dem Parlament einen Kredit von zehn Millionen Franken für die «Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung» des neuen Kampfjets.

Schönwetter-Flugi bleibt in der Luft

Gas geben will er auch bei der Modernisierung der verbleibenden F/A-18-Jets. Wenn möglich soll auch das für eine längere Nutzung der Maschinen nötige Upgrade in der nächsten Armeebotschaft Platz finden. Die Kosten belaufen sich auf 490 Millionen Franken.

Guy Parmelins Kampfjet-Konzept: F/A-18 Aufrüsten für halbe Milliarde play
Und vier F-5 Tiger Keystone

Drittens will Parmelin auf Empfehlung seiner Experten darauf verzichten, die Tiger F-5 komplett ausser Dienst zu stellen. Die Flugzeuge aus den 70er-Jahren eignen sich zwar nur für den Einsatz bei schönem Wetter, könnten aber die stärkeren F/A-18 von Nebenaufgaben entlasten.

Diese Massnahmen seien «zeitkritisch», so Parmelins Departement. Hätte er die Fertigstellung des Berichts abgewartet, hätten sich die Massnahmen um «mindestens ein Jahr verzögert». (vuc)

Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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  • michael  waldvogel 22.11.2016
    Ohne Tiger, mit einer jeweils kleinen einsatzfähigen F/A-18 Flotte, ist die Durchhaltefähigkeit gleich NULL. Die Tiger sind Instrumentenflug zertifiziert und können auch nachts fliegen! Luftpolizeidienst nachts wurde früher mit Taschenlampen durchgeführt. Die 27 vom VBS auf die Seite gestellten Tiger sollen mit ihren nur rund 3000 Flugstunden wohl weiter für Verkäufe bereitstehen. Die US Navy fliegt mit unseren zurückgekauften Tigern mind. 7000 Stunden.
    • Larry  Kaufmann 22.11.2016
      Nachts fliegen und nachts kämpfen sind zweierlei. Ja, in der Höhe geradeaus fliegen kann ein Tiger wie ein Zivilflugzeug auch bei Nacht und Nebel. Aber für Kampfeinsatz 100m über Boden im Gebirge braucht es schnelle Rechner ausgeklügelte Autopiloten und detaillierte elektronische Navigationskarten wie sie nur die neuste Flugzeuggeneration bietet.
  • Elsbeth  Schmid 22.11.2016
    Jeder der gegen den Kauf von neuen Fluzeugen ist, macht sich mitschuldig wenn ein Pilot mit einem Tiger abstürzt und dabei seinLeben verlieren sollte.
    • max  gerster 22.11.2016
      Elsbeth Schmid, die meisten wissen wohl nicht, dass die Schweiz schohn mehere Tiger den USA zurück verkauft hat. Die fliegen nun in Florida am Himmel rum und die Amis lachen sich krumm, da Sie die Tiger in einem super Zustand zum Schnäppchpreis bekommen haben. Googlen hilft. Zudem ist der FA 18 und der F15 in den USA noch lange im Einsatz. Aber wir brauchen ja immer das noch bessere. Sich informieren hilft. Alles andere ist jammern auf hohen Niveau.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Frau Schmid genau so gehen Sie wohl Ihr ganzen Leben ann! Verantwortlich sind immer andere..... wiso genau soll ich verantwortlich sein wenn ein Kampfjet abstürzt? Bin etwa ich geflogen? Nein oder?
    • Larry  Kaufmann 22.11.2016
      Herr Gerster, die von USA zurückgekauften F-5 dienen als Trainingsflugzeuge um Luftkampf gegen gegnerische Flugzeuge dieser älteren Generation (wendiger aber weniger schnell als neuste Muster) zu üben. Im Ernstfall müssten CH-Flugzeuge aber auch gegen modernstes Material antreten können und da braucht es Kampf-Allwettertauglichkeit in Bodennähe engen Alpentälern etc.
  • Aron  Ottiger 22.11.2016
    Alles bis 10 Milliarden für die Armee und Sicherheit der CH, ist voll und ganz OK,auszugeben. Für Unnützes Zeugs wird viel mehr ausgegeben und wir werden nicht mal gefragt. So what.
  • Andreas  Meier aus Zürich
    21.11.2016
    Vernünftig. Für luftpolizeiliche Einsätze reicht der Tiger schon noch eine gute Weile. Man soll sie solange einsetzen, wie sie sicher sind (analog AKW...)
  • Larry  Kaufmann 21.11.2016
    F-5 Tiger waren schon bei der Beschaffung ein Economy-Kauf. Sie basieren auf USA Trainings-Flugzeugen T-38 welche für den Export Markt als Kampfflugzeuge aufgerüstet wurden. Schlecht sind sie von der Performance her nicht, aber selbst die T-38 gelten nicht mehr als zeitgemäss und werden in USA in einigen Jahren ersetzt. Allwetter und Nachtkampf sowie kleinere Radarkenntlichkeit (durch Form und/oder Elektronik) sind heute unverzichtbar. Der BöFei kommt heute auch nachts und bei schlechtem Wetter.