Unia-Vorwurf Unsere Renten finanzieren «Rentenklau»

  • Publiziert: 06.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Die Gewerkschaft Unia wirft dem Wirtschafts-Dachverband economiesuisse und den Arbeitgebern vor, mit Rentengeldern ihre Kampagne für die Senkung des Umwandlungssatzes zu finanzieren.

Das Geld, das im Hinblick auf die Referendumsabstimmung vom 7. März ausgegeben werde, stamme zum grössten Teil von Versicherungsgesellschaften, schreibt die Unia in einer Stellungnahme. Die Fäden gezogen habe economiesuisse-Präsident Gerold Bührer, der auch Vizepräsident der Versicherung Swisslife ist.

Auf Anfrage bestätigte economiesuisse, dass sich die Versicherungen an der Kampagne beteiligten. «Sie schiessen etwas ein», sagte Sprecher Vincent Simon, ohne aber genaue Zahlen zu nennen. Diese würden grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Am 7. März stimmt das Volk über die Senkung des sogenannten Mindest-Umwandlungssatzes ab. Dieser bestimmt, wie stark die Rentenbeiträge der 2. Säule verzinst werden. Beschlossen ist eine Senkung auf 6,4 Prozent. Dagegen haben Linke und Gewerkschaften das Referendum ergriffen. (SDA/ent)