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Der Aufruf des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi zum heiligen Krieg gegen die Schweiz stösst international auf Kritik: Diese Aussagen seien nicht hinnehmbar, sagte UNO- Generaldirektor Sergei Ordzhonikidze am Freitag in Genf.
Im Rahmen der internationalen Beziehungen seien solche Erklärungen aus dem Munde eines Staatschefs untragbar, sagte die Nummer eins der Vereinten Nationen in Genf auf die Frage eines Journalisten.
Die UNO-Vertretung in Genf sieht Ordzhonikidze auch nach dem Aufruf Gaddafis ausreichend durch Sicherheitskräfte geschützt: «Sie können Ruhe bewahren», sagte er.
Ordzhonikidze widersprach zudem Gerüchten, wonach Libyen den europäischen Sitz der UNO von Genf in ein anderes Land verlegen wolle. Er habe nie ein offizielles Schreiben aus Tripolis mit diesem Inhalt erhalten, sagte er.
Nicht nur bei der UNO stiess der Aufruf Gaddafis auf wenig Verständnis: Ein EU-Kommissionssprecher sprach von «sehr ungewöhnlichen Aussagen auf diplomatischer Ebene», falls die Berichte denn korrekt seien.
Die Aussagen kämen in einem unglücklichen Moment, da man nahe daran sei, eine diplomatische Lösung des Konflikts zwischen der Schweiz und Libyen zu finden.
Gestern hatte der libysche Diktator Gaddafi in einer Brandrede zum heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgerufen. Er forderte den Boykott aller Schweizer Waren und die Blockade von Schweizer Handelsschiffen (siehe Video). (SDA/bih)
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Gaddafi bei seiner Brandrede vor der Uno-Generalversammlung im vergangenen Herbst. (Reuters)