Die Gewerkschaften machen Kampagne gegen den Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer.
Der Abstimmungskampf zur Senkung der Pensionskassenrenten wird hart. Die Gewerkschaft Unia bedient sich der Provokation und spielt auf den Mann. Ab morgen Montag prangert sie auf Plakaten in verschiedenen Städten Gerold Bührer, den Präsidenten des Wirtschaftsverbands Economiesuisse, als «Rentenklauer» an. Auch Inserate mit dem gleichen Motiv will die Unia schalten.
Bührer sei Vize-Präsident des grössten Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Life, der mit der beruflichen Vorsorge Millionen verdiene, begründet Unia-Sprecher Nico Lutz den Angriff auf die Person Bührer. Für die Versicherungswirtschaft seien Pensionskassen offenbar ein Selbstbedienungsladen. Zudem führe Bührer mit Economiesuisse eine millionenschwere Abstimmungskampagne. «Das alles macht ihn zum obersten Rentenklauer», so Lutz.
Bührer ist keineswegs überrascht vom Gewerkschafts-Angriff auf seine Person: «Ich nehme das gelassen.» Wer keine Argumente habe, spiele auf den Mann. Von Rentenklau kann laut Bührer keine Rede sein, im Gegenteil: «Wer diese Senkung des Umwandlungssatzes verhindert, betreibt Rentenklau an der kommenden Generation.» Und das verstosse gegen die Generationensolidarität.
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Provokativ: Die Gewerkschaft Unia bezeichnet Wirtschaftschef Bührer als «obersten Rentenklauer». (Keystone)