Tschäppät-Nachfolge in Bern Stolpert Ursula Wyss über einen Mann?

Hillary Clinton wollte erste US-Präsidentin werden. Ursula Wyss will erste Berner Stadtpräsidentin werden. Clinton scheiterte an einem Mann. Passiert Wyss dasselbe?

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Alec von Graffenried (GFL, l.), Reto Nause (CVP) und Ursula Wyss (SP) bei einem Podiumsgespräch. Das Rennen ums Stadtpräsidium wird sich wohl zwischen von Graffenried und Wyss entscheiden. PETER KLAUNZER

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Die USA im November 2016: Eine historische Wahl steht an. Die Demokratin Hillary Clinton gilt als grosse Favoritin, um als erste Frau überhaupt US-Präsidentin zu werden. Doch sie stolpert im Schlussspurt über einen Mann.

Die Stadt Bern im November 2016: Eine historische Wahl steht an. Die Sozialdemokratin Ursula Wyss gilt als grosse Favoritin, um als erste Frau überhaupt Berner Stadtpräsidentin zu werden. Stolpert auch sie im Schlussspurt über einen Mann?

Was der Republikaner Donald Trump für Clinton, könnte Alec von Graffenried von der Grünen Freien Liste (GFL) für Wyss werden: Der grosse Stolperstein auf dem Weg zur Macht.

Umfrage sieht von Graffenried vorn

So hat von Graffenried in einer von der Zeitung «Der Bund» veröffentlichten, aktuellen Umfrage die Nase vorn. 32 Prozent wollen den GFL-Mann zum nächsten Stadtpräsidenten wählen. Auf Platz zwei folgt SP-Frau Wyss mit 27 Prozent. 

Bereits deutlich abgeschlagen folgen Franziska Teuscher (Grüne) mit 14 Prozent, Alexandre Schmidt (FDP) mit acht Prozent sowie Erich Hess (SVP) und Reto Nause (CVP) mit je sieben Prozent.

Von Graffenried profitiert vom starken Support in der politischen Mitte bis weit ins bürgerliche Lager hinein. Selbst jeder siebte SP-Wähler zieht den Öko-Mann der Genossin vor. 

Kommt es zu einem zweiten Wahlgang zwischen Wyss und von Graffenried – und danach sieht es derzeit aus – muss die SP-Frau jedenfalls zittern.

Das hat wohl auch damit zu tun, dass vielen das Gefühl der Politklüngelei in die Nase sticht. So hat Noch-Präsident Alexander Tschäppät Ursula Wyss schon längst als seine logische Nachfolgerin portiert.

Gerade bei Parteiunabhängigen könnte sie das Stimmen kosten, während die Bürgerlichen in einer zweiten Runde eh stark zu von Graffenried tendieren dürften.

Zweiter Wahlgang im Januar

Am 27. November steht der erste Wahlgang an. Wird ein zweiter Wahlgang nötig, kommt es am 15. Januar 2017 zum Showdown um das Stadtpräsidium. 

Doch selbst wenn Wyss verliert, ein Unterschied zu Clinton bleibt bestehen: Wyss wird als Gemeinderätin weiterpolitisieren. Hillary hingegen ist politisch weg vom Fenster.

Publiziert am 14.11.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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17 Kommentare
  • Regula  Bühlmann 16.11.2016
    Bern hat seit 1970 ein Frauenstimm- und -wahlrecht - nun ist es Zeit für eine Stadtpräsidentin! Mit Franziska Teuscher und Ursula Wyss haben wir zwei kompetente, qualifizierte Frauen mit sehr gutem Leistungsausweis. Bei dieser Ausgangslage sollte ein Mann ohne Exekutiverfahrung schlicht nicht wählbar sein. Aber in einer Gesellschaft, wo die Frauenfeindlichkeit aus den Kommentarspalten trieft (und nein,ich bin nicht leicht zu beleidigen), ist halt auch ein weiterer männlicher Stapi möglich...
  • marc  klauser aus schmitten
    15.11.2016
    Viel Vergnügen mit dieser Dame ihr Stadtberner. Das hättet ihr eigentlich auch verdient.
  • Marc  Haller aus Bern
    15.11.2016
    Bei diesem Artikel wird schon mit dem Titel - im Falle eine Nichtwahl - Frauenfeindlichkeit unterstellt. Wenn die Stapi nicht gewählt werden sollte, was natürlich zu hoffen ist, so stolpert sie über ihre extrem linksgrüne Politik und nicht über ihr Geschlecht. Leicht zu beleidigende Frauen werden dies natürlich anders sehen und ihr Klagelied über Frauenfeindlichkeit anstimmen.
  • Rüedu  Hegu , via Facebook 15.11.2016
    Hoffentlich stolpert sie nicht nur sondern fällt langezogen auf das Mundwerk.
  • Reto  Derungs , via Facebook 15.11.2016
    Dochdoch, da hats eine Parallele zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Mit der Wahl v. Graffenrieds wäre die cüplilinke Arroganz der Neuen Berner Aristokratie zwar noch nicht gebrochen, aber sie erhielten sozusagen die gelbe Karte. Wyss wird mindestens in einen zweiten Wahlang verwiesen werden, wo dann die Stimmen von Nause, Hess und Schmidt klar an v. Graffenried gehen werden. Ein grünes Männchen ist weniger schlimm als ein roter Drache.