Trotz Sanktionen: Schweizer werben in Russland für Rüstungsgüter

Schweizer Rüstungsfirmen können keine Waffen nach Russland exportieren. Trotzdem waren Unternehmen und die offizielle Schweiz an einer russischen Rüstungsmesse zu Gast.

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Die EU hat im Zuge der Ukraine-Krise scharfe Sanktionen gegenüber Russland verhängt. Die Schweiz übt sich zwar in Zurückhaltung, doch der Bundesrat hat den Waffenexport bereits im März gestoppt.

Letze Woche ging die Regierung noch einen Schritt weiter und beschloss, dass Ausfuhrbewilligungen für sogenannte «Dual-Use»-Güter nur noch restriktiv erteilt werden. Dabei handelt es sich um Güter, welche sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden können.

Vertreten durch russische Partner

Das alles kümmert die Rüstungsindustrie aber offenbar wenig. Wie der «Tages-Anzeiger» heute berichtet, werden an der russischen Rüstungsmesse Oboronexpo Schweizer Produkte präsentiert.

Zwar sind die Schweizer Firmen nicht direkt mit Ständen vertreten, sondern durch russische Handelspartner, so etwa die Istor AG, welche Messer ausstellte.

EDA bestätigt Teilnahme

Doch nicht nur via Unternehmen war die Eidgenossenschaft in Putins Gefilden zugegen. Sogar die offizielle Schweiz besuchte die Messe in der Person des stellvertretenden Leiters der Abteilung Wirtschaft der Schweizer Botschaft in Moskau.

Dieser wurde gemäss «Tages-Anzeiger» zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter von der russischen Ingenieursunion eingeladen. Der Besuch erfolgte «im Rahmen der üblichen Berichterstattungsmission der Wirtschaftsabteilung», wie das EDA der Zeitung schreibt.

Publiziert am 21.08.2014 | Aktualisiert am 21.08.2014
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6 Kommentare
  • Heinz  Koilinger 22.08.2014
    Von wegen Gratisrückgabe der DDR. Es wurde eine marode Region mit Riesenumweltschäden von den Russen hinterlassen, und die Bundesrepublik hat für einige Milliarden Wohnungen für die rote Armee in Russland gebaut.
  •   22.08.2014
    Es heisst ja Sanktion und nicht Boykott. Und wir sind nicht in der EU, haben mit dem Kriegsgebahren der USA/EU nichts zu tun.
  • Jean-Pierre  Hubschmid aus Bülach
    21.08.2014
    Hubschmid Jean Pierre Bälach
    Peinlich peinlich wie sich unsere Behörde benimmt,Die Schweiz übt sich zwar in Zurückhaltung, doch der Bundesrat hat den Waffenexport bereits im März gestoppt.Aber an der an der russischen Rüstungsmesse Waffen anpreisen. Wie werden die bestellungen behandelt? Auf umwegen und irrwegen gelangen sie sicher nach Russland. Eine ehrliche Regierung sieht anderst aus.
  • german  schnyder aus erschmatt
    21.08.2014
    die schweiz darf die Sanktionen der USA und EU nie
    mitmachen
    30 jahre nachdem Ostdeutschland wieder zu Deutschland wurde-
    machen die Deutschen mit der EU und USA Sanktionen gegen Russland
    hat Deutschland die Gratisrückgabe vergessen,
    die Ukraine muss ihre Probleme selber lösen
    keine Einmischung der USA und EU bitte
    • Winfried  Cleff 22.08.2014
      und schon wieder typich schweizer Reaktion. Immer gleich mit den Finger auf andere zeigen. Und welche Gratisrückgaben meinen Sie?. Von den Russen gab es nichts, die DDR wurde durch das Volk aufgelöst und hat schon über eine Billion Euro dem deutschen Staat gekosten und der Rest von Europa lassen sich fürstlich von den Deutschen aushalten.
  • Martina  Hübscher , via Facebook 21.08.2014
    die schweiz will echt immer gut dastehen, einfach nur peinlich.