Trotz Grundeinkommen würden Schweizer weiter arbeiten: Null Bock auf Faulenzen

Heute entscheidet der Bundesrat, ob die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen im Juni zur Abstimmung kommt. Die radikale Initiative wird es an der Urne schwer haben.

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Kampagnenleiter Che Wagner.

Stefan Bohrer

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Einem Argument wollen die Initianten mit einer repräsentativen Umfrage schon jetzt begegnen: Nein, die Schweizer würden wegen eines Grundeinkommens von 2500 Franken nicht zu einem Volk von Faulenzern.

Denn gemäss Umfrage würde nur jeder Fünfzigste bei Einführung des Grundeinkommens «bestimmt» aufhören zu arbeiten. Weitere acht Prozent würden «eher» ihre Stelle kündigen. 90 Prozent würden hingegen trotzdem weiterarbeiten. Das gilt im Übrigen genauso für die Jungen: Von den 18- bis 34-Jährigen wollen gemäss der Demoscope-Umfrage bei über 1000 Stimmberechtigten 88 Prozent weiterarbeiten.

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Die Initianten sehen sich bestärkt. «Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist keine Hängematte, sondern ein Sprungbrett, um einer sinnvollen Arbeit nachzugehen», sagt Kampagnenleiter Che Wagner. Um die Schweiz fit zu machen für die Digitalisierung und Roboter, die immer mehr Arbeit abnehmen, brauche es Weiterbildung und mehr Unternehmertum. «Mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist ein positiver Effekt auf das Arbeitsleben und die Volkswirtschaft zu erwarten», ist Wagner überzeugt. Das könnte auch Bildungs­minister Johann Schneider-Ammann behagen: Mit der gewonnenen finanziellen Freiheit würden sich 54 Prozent der Befragten weiterbilden. Bei den 18- bis 34-Jährigen liegt dieser Wert gar bei 70 Prozent.

Auch die Innovation könnte mit dem Grundeinkommen zunehmen. So wollen sich 22 Prozent der befragten Personen dank des Grundeinkommens selbständig machen. Sogar die Kinder könnten sich freuen, wollen sich doch 53 Prozent der Befragten mehr Zeit für die Familie nehmen.

Das Grundeinkommen sei nicht nur eine Idee, sagt Wagner, «sondern unsere Zukunft». Und eine erstaunlich verbreitete Hoffnung: Gemäss Umfrage gehen ganze 59 Prozent der Schweizer unter 35 Jahren davon aus, dass die Schweiz dereinst ein Grundeinkommen einführen wird.

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 27.01.2016
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  • Stefan  Buttliger 27.01.2016
    Liebe Leute.
    Tut Euch selber einen Gefallen und schaut Euch den Film "Grundeinkommen" an!
    Ich selber sah bestimmte Ausschnitte dieses Films ein Dutzend mal an - vor allem die Finanzierung!!!
    Als Unternehmer versichere ich, dass diese Rechnung aufgeht, da der Staat TAUSENDE Stellen ans Bein streichen muss - weniger Kosten für die Allgemeinheit - und viel mehr zufriedene Menschen!!!
    Alimenten-Zahler, Pensionäre und im Haushalt tätige profitieren - der Rest erhält mehr Freiheit in Leben und Beruf!
  • Susanne  Reich 27.01.2016
    Eines würde mich noch interessieren: Würde das Einkommen bei Arbeitnehmern, dann gleich in den Lohn mit einberechnet und erhalten Unterstützungsbedürftige trotzdem irgendwie mehr Geld. Wie soll es mit der Krankenkasse funktionieren? Muss mich mal schlau machen.
  • Susanne  Reich 27.01.2016
    Und wie geht dies auf mit denjenigen, welche von Anfang an nicht arbeiten, geschweige denn wollen? Null Bock auf Ausbildung, wenig Anreiz. Ich denke, dies wäre der dümmste Entscheid, welchen die CH-Stimmbürger je gefällt hätten. Für mich in das sichere Chaos mit den entsprechenden Folgen. Was mich interessiert: Gäbe es denn auch keinen Zustupf mehr, für diejenigen welche mehr benötigen? Dies müsste ganz genau abgeklärt werden, ansonsten wird es definitiv ein Eigengoal.
    • Stefan  Buttliger 27.01.2016
      Wie wäre es, sich zu informieren, anstatt hier herum zu pöbeln?
      Onkel Google hilft - garantiert!!!
      Und: würde das GRUNDEINKOMMEN für SCHWEIZER BÜRGER angenommen, wäre das seit der AHV der grösste Wurf der Gesellschaft!
      Als selbständig Erwerbender kann ich diese Sehnsucht nach persönlicher Freiheit absolut nachvollziehen - Sie brauchen vielleicht einen Sklaventreiber im Hintergrund, damit Sie gerne arbeiten?
      Ist Ihnen das NÖTIGE Geld (wohnen, essen, KK) tatsächlich mehr Wert, als Ihre Zeit???
  • Mary  Moser 27.01.2016
    Die Sache ist überhaupt nicht durchdacht.Die Finanzierung ist nicht annähernd geklärt,Steuern würden erhöht.Und würde von einer Fam.mit 3Kind noch jem.arbeiten gehen?Wenn deren Grundeink.über CHF7000 wäre?Wo bleibt da der Anreiz v.Arbeitsfähigen arbeiten zu gehen?Und was ist mit EPers.,mit 2500fr.ein eigenen Haushalt,die sind gezwungen noch arbeiten zu gehen und müßen den andern mit Steuern deren Flonerleben finanzieren?was wird mit Abeitsunfähigen EP?Rentnern u Kranken?2500fr.reicht da nicht.
  • Tomy  Milde aus Zofingen
    27.01.2016
    Das bedingungslose Grundeinkommen ist DIE Innovation im Gleichschritt zum Wirtschaftsprojekt "Cargo sous terrain". Bei einer solchen Produktivität, braucht es auch Lösungen für die Menschen und ihr Einkommen.