Tourismus-Chef Jürg Schmid kassiert auch als Hotel-Verwaltungsrat 425'000 Franken sind nicht genug

Rund 425'000 Franken beträgt der Lohn von Jürg Schmid. Doch dem ist nicht genug. Der Tourismus-Chef sitzt nebenbei auch noch im Verwaltungsrat des Hotels Valbella Inn.

Tourismus-Chef Jürg Schmid: 425 000 Franken Lohn offenbar nicht genug play
Tourismus-Chef Jürg Schmid arbeitet nebenher noch für das Hotel Valbella Inn. Siggi Bucher

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Der Chef von Schweiz Tourismus ist erfolgreich – zumindest was seinen Lohn betrifft. Im letzten Jahr wurde das Salär von Jürg Schmid von 396'000 auf 425'000 Franken angehoben. Eine satte Lohnsteigerung von sieben Prozent.

Schmid ist aber nicht etwa am freien Markt tätig, sondern verwaltet in erster Linie Subventions-Millionen. Rund 55 Millionen Franken im Jahr zahlt der Bund für die touristische Vermarktung der Schweiz.

Trotzdem ist Schmid mit seiner Direktorentätigkeit offenbar nicht voll ausgelastet. So hat er mehrere Nebenjobs. Ein Mandat bei der Reisekasse Reka übt er kraft seines Direktorenamtes aus. Hier geht die Entschädigung an Schweiz Tourismus.

Zwei weitere Nebenämter sind aber privater Natur. So sitzt Schmid seit 2008 im Verwaltungsrat des Hotels Valbella Inn auf der Lenzerheide GR, ein Viersternehaus mit zwei Restaurants und einem grossen Spa-Bereich. «Das Mandat beim Valbella Inn hat einen familiären Hintergrund», sagt Schmid. Verwaltungsrat ist Schmid zudem bei der Lausanne Hospitality Consulting SA.

Die Nebentätigkeiten sind laut Schmid vom Schweiz-Tourismus-Vorstand genehmigt. Schweiz Tourismus halte sich bei Nebentätigkeiten freiwillig an die Regelungen, welche für die Bundesverwaltung gelten. Die Nebenjobs würden ihn aber nur wenige Tage im Jahr beanspruchen. «Für die beiden Mandate erhalte ich je eine kleine Entschädigung, die ich behalten kann», sagt Schmid. Wie hoch die Entschädigungen sind, will er nicht offenlegen.

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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31 Kommentare
  • Samuel  Jackson 18.10.2016
    ......und einen Sabbatical konnte er auch noch beziehen.. Vor allem würde ich gerne wissen, was sein Leistungsausweis bis heute ist. Sehr dürftig!
  • Eron  Thiersen 18.10.2016
    Ist das nicht der gleich Mann der sofort für die ganze Branche nach Unterstützung des Bundes schreit, wenn das Wetter nicht so will, wie CH Tourismus?
  • Matthias  Bender 18.10.2016
    Wenn man bei einem Posten mit dieser Entlöhnung und Null Risiko noch Zeit für lukrative Nebenjobs findet, ist schon alles gesagt.
    Aber solange die Politik nach dem gleichen Schema arbeitet, stört dies niemanden, wenn auch Beamte abkassierten was das Zeug hält.
    Darf das liebe Volk dann wieder über Lohngrenzen abstimmen, folgt es brav dem Liberalen Tenor und stimmt konsequent zu seinen Ungunsten ab, schon merkwürdig, aber eben typisch Schweizerisch...
  • Peter  Fritz 18.10.2016
    Glaube schon dass er noch Zeit für andere Mandate hat, um den Tourismus steht es ja bekanntlich nicht so gut, und das wird auch am Einsatz des obersten Chefs liegen. Eher ein Abzocker als ein Macher! Jede Arbeitsstunde mit 200.00 entschädigt ist sicher ein guter Lohn für den Erfolg den er vorweisen kann!
  • Annemarie   Setz 18.10.2016
    Die Schweiz ist im Tourismus eine Hochpreis-Insel, bietet vielerorts nicht das, was sie verspricht, aber wenn ich mir diesen Managerlohn zusätzlich diverser Nebengeschäfte ansehe, und überlege, was der Mann in einer einzigen Arbeitsstunde konkret bewirkt, dann finde ich das nicht nur leicht übertrieben. Aber so ist es : Garnieren wo immer es geht.