Diese Nationalrätinnen und Nationalräte schicken Rauchzeichen an die Lungenliga Totales Rauchverbot? Nicht mit uns!

In vier Wochen stimmt die Schweiz über die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» ab. Sie fordert ein totales Rauchverbot in Räumen – sogar in Einzelbüros. Bediente Fumoirs würden verboten. Parlamentarier jeder Couleur kämpfen mit unvernebelten Argumenten dagegen.

  • Publiziert: 25.08.2012, Aktualisiert: 26.08.2012
  • Von Nico Menzato und Marcel Odermatt

Das sagen die Nationalrätinnen und Nationalräte:

Christa Markwalder (FDP/BE): «Die Rauchverbots-­Initiative ist unnötig und freiheitsfeindlich. Das bestehende Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen genügt völlig. Menschen müssen nicht vor sich selbst geschützt werden. Sie sollen die Verantwortung für ihr Verhalten selber tragen. Wenn Rauchen ihr Leben genussvoller macht, sollen sie dies auch tun können, sofern andere nicht ­geschädigt oder gestört werden. Wirte und Hoteliers haben viel Geld in Fumoirs und neue Lüftungen investiert. Diese würden unfair bestraft.»

Alois Gmür (CVP/SZ): «Das Parlament hat 2010 einen vernünftigen Kompromiss erarbeitet. Das Gesetz garantiert den Schutz vor Passivrauchen und berücksichtigt die Bedürfnisse von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Föderalismus. Diesen Kompromiss will die Lungenliga partout nicht akzeptieren. Es geht ihr mit dem radikalen Rauchverbot nicht um den Schutz Dritter, sondern um den Schutz des Rauchers vor sich selbst. Das ist inakzeptabel! Die Schweizer sind mündig genug, selbst zu entscheiden. Es ist eine Salamitaktik: Schon bald kommt dann das Rauchverbot unter freiem Himmel. Es gibt zudem wirtschaftliche Gründe für ein Nein: Ich habe als Bierbrauer selber erfahren, dass das Rauchverbot Gift ist für einen funktionierenden Stamm­tisch. Wird es weiter verschärft, sterben noch mehr Beizen.»

Geri Müller (Grüne/AG): «Der geforderte Verfassungsartikel steht im Widerspruch mit der Präambel. Die Schweiz ist erfolgreich, weil sie gesellschaftsliberal und vielfältig organisiert ist. Für manche Menschen gehört zu einer guten Diskussion eine Zigarette. In meinem Büro darf geraucht werden – und bis heute haben sich darin Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen wohlgefühlt. Schliesslich sind wir frei genug, Lösungen zu finden. Der Wiener Philosoph Robert Pfaller bezeichnet solche Forderungen als Neid auf die Freiheit anderer.»

Nadja Pieren (SVP/BE): «An meinem Arbeitsplatz, einer Kindertagesstätte, ist Rauchen tabu. Schliesslich habe ich gegenüber den Kleinen eine Vorbildfunktion. Aber ich geniesse es, im Fumoir des OSO Burgdorf zu einem Bier eine Zigarette zu rauchen. Hier halten sich ja alle freiwillig auf und ich belästige niemanden. Die Initiative geht zu weit. Wir brauchen kein staatlich reglementiertes Privatleben. Zudem hat das Gastgewerbe in den letzten zwei Jahren teure Umbauten vorgenommen. Diese Investitionen sind bei einem Ja verloren.»

Beliebteste Kommentare

  • Markus  Enzler , Lapu-Lapu City , via Facebook
    Gut gibt es auch noch normale Politiker. Helmut Schmidt beeindruckt mich mit 92 immer noch mehr als die meisten der Nichtraucher als Nachfolger.
  • 'Suzanne  Heller , Binningen , via Facebook
    man hat das Drogenproblem seit über 40 jahren nicht bekämpfen können, nun hackt man auf den Raucher rum. Es gibt mehr Kaugummi auf Gehwegen als Zigarettenstummel, unterschied der Stummel kann man wegwischen. Aber was ich täglch sehe an Stationshäuschen, sind leere Dosen, Flasche etc, von Saufgelagen auch auf Rastplätzen im Wald und in Pärken. Ich denke die Schweiz hat grössere Probleme als das Rauchen..... Es zwingt niemanden neben einem Raucher zu stehen oder zu sitzen oder in ein Fumoire zu gehen. Also Rechte für ALLE ... Prost!!!!

Alle Kommentare (97)

  • Jsa  Sigron , via Facebook
    Wann bitte,hört diese BEVORMUNDUNG erwachsener MENSCHEN durch den STAAT auf?!?! Ich finde es eine Schweinerei. Wir RAUCHER werden DISKRIMINIERT. Es reicht Liebe Bundesräte. Nicht Ihr entscheidet sondern das VOLK. Unser Bundesrat sollte komplett abtreten und Platz für andere machen, unter 50 Jahre. Veralterung im Bundeshaus ist der Tod für die Schweiz!
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Die Lungenliga ist nichts anderes als ein vom Staat und den Kranken Kassen unterstützter ab Zocker Verein!
    Wie kann es sein, das für das Beatmungsgerät Gerät C Pab Gerät Fr. 80. pro Monat über die Krankenkassen abgerechnet werden.
    Das Gerät kostet in Internet gerade mal Fr. 600.
    Ja das kassiert die Lungenliga monatlich von tausenden ab!
    Das Gerät kann man in der Schweiz nicht erwerben!!!!
    Warum wohl?
    Weil die Lungenliga die Finger in Spiel hat!
    Wartung benötigt das Gerät nicht!
    Ja das Gerät wird nicht vorwiegend für Raucher benötigt!
    Nein, Asthmatiker, übergewichtige, und andere Erkrankungen!
    Also nette inkorrekte Lungenliga, haltet den Ball mal flach!
    Es reicht nun mit der Hetzerei, gegen die Raucher!
    Ja und nun zur Blick Redaktion.
    Bringt bitte mal mein Schreiben!
    Dass die ach sooo tollen Machenschaften von der Lungenliga an das Tageslicht kommen.
    Rauchen ist ungesund das wissen alle Raucher,aber noch schlimmer ist die verdammte Hetzerei!!
  • Andreas  Jäggi , Solothurn
    Nach dieser Kampagna wäre der Autofahrer wieder mal dran. Uns Schweizer nimmt man immer mehr Selbstverantwortung weg. Oder man es auch als Entmündigung betrachten. Vielleicht ist in fünf Jahren Helmpflicht im Auto??
  • Franz  Steiger
    Vernünftige Raucher und Nichtraucher stimmten vor zwei Jahren mit Ja. Vernünftige Raucher und Nichtraucher stimmen dieses Mal mit nein. Militante, missionierende Nichtraucher, die sich auf einer 200 Quadratmeter grossen Terrase direkt neben Raucher setzen müssen, obwohl zig Tische frei sind, die sind hier das Problem, nicht die Raucher.
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Ja liebe mitrauchende!
    Warum geht Ihr denn lieber in Raucher Restaurants?
    Weil sich da das Volk und Freunde treffen!
    Es wird kein einziger dazu gezwungen!
    Aber lieber ein Raucher Restaurant, ja warum liebe Muttis kommt Ihr mit euren kreischenden Kinder * Goofen** genau da hin?
    Dann bleibt zu Hause, und belästigt nicht noch alle rauchenden und nicht rauchenden Gäste!
    Das alles müssen wir rauchende ertragen!
    Die Schweiz ist am verblöden!
    In Thailand da wird geraucht und keiner stört sich daran!
    Warum wohl?
    Weil es keine so intoleranten Politiker wie in der Schweiz gibt!!!!
    Auch keine Hetzer Lungenliga!
    Sollte das Gesetz angenommen werden, dann muss auch die Tabaksteuer gesenkt werden!
    Wer finanziert denn einen grossen Teil der AHV!
    Bestimmt nicht die ewigen Stänkerer!
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