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Sollen weitere Wölfe getötet werden? (Staatskanzlei Wallis)
Im Bundeshaus stehen tierische Debatten an: Ganze 14 Vorstösse zum «bösen Wolf» werden am zweitletzten Tag der Herbstsession den Nationalrate beschäftigen.
Alles dreht sich um wo wichtige Themen wie der «besseren Herdenschutz gegen Grossraubtiere», «Grossraubwild-Konzepte» oder eine «erleichterte Regulation des Grossraubtier-Managementes».
Die Hälfte der 14 Vorstösse stammt von CVP-Nationalräten. Fast könnte man meinen, der Wolf werde zum Kernthema der Partei. Eine emotionale Debatte ist vorprogrammiert.
Der Walliser CVP-Nationalrat Roberto Schmidt warnt bereits im Vorfeld davor, die Walliser als Verbrecher abzustempeln.
In der gestrigen NZZ schlägt er vor, ein oder zwei Wölfe auf den Zürcher Üetliberg oder den Luzerner Gütsch zu verpflanzen und zu schauen, ob die Städter den Wolf dann auch «noch derart lieb verhätscheln».
Im Parlament geht es aber nicht ums Liebkosen, sondern darum, ob der Wolf weiterhin ein streng geschütztes Tier sein soll oder nicht.
Schmidt verlangt, dass der Wolf nicht mehr so streng geschützt wird. Die Chancen, dass er mit seinem Vorschlag durchkommt, stehen nicht schlecht. Im Juni sprach sich nämlich der Ständerat für eine Aufhebung des Schutzes auf.
Zurzeit leben 15 bis 20 Wölfen in der Schweiz. Vor drei Wochen wurde im Wallis einer von ihnen getötet. Dieser wurde zum Abschuss freigegeben, weil er nebst mehreren Schafen auch Kälber angegriffen hatte.
Neben dem Wolf gibt es noch weit bissigere Themen: Die 11. AHV-Revision, die explodierenden Gesundheitskosten, der Druck aus der EU. Eigentlich genug, um das Milizparlament auszulasten sollte man meinen.
Die Schweiz muss sich mit der EU arrangieren, in der Bundeskasse droht ein Loch und die Armee sucht nach ihren Aufgaben.