BERN - Die Polizeidirektoren fordern systematische DNA-Tests für Asylbewerber. Die Datenbank soll die steigende Kriminalität eindämmen.
Die Zahl delinquenter Asylbewerber ist im ersten Halbjahr 2012 um 77 Prozent gestiegen. Am schlimmsten ist die Situation in den Kantonen Aargau, Bern, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Wallis und Zürich. Das zeigt ein Blick in die Kriminaltstatistik, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.
Dieser Entwicklung wollen die Polizeidirektoren der Kantone mit einer neuen Massnahme entgegentreten: Allen Asylbewerbern soll eine DNA-Probe entnommen werden. Dank einer gross angelegten Gen-Datenbank könnte so die Aufklärung von Delikten verbessert werden.
Der jurassische Polizeikommandant Olivier Guéniat hat die Idee DNA-Tests als erster gefordert. «Die Massnahme ist aus Sicherheitsgründen notwendig», sagte er der «SonntagsZeitung». Nur so könne man erfolgreich die grosse Zahl an Delikten aufklären.
Der Berner Polizeivorsteher Hans-Jürg Käser will die DNA-Massnahme jetzt in der Konferenz der Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz einbringen.
DNA-Tests sind nicht die einzige Massnahme im Kampf gegen Kriminalität. Wie der SonntagsBlick berichtet, plant die Aargauer Regierung, Zivilschützer auf Dorfpatrouille zu schicken, um kriminelle Asylbewerber abzuschrecken. Das soll Polizei und private Bewachungsfirmen entlasten.
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