SVP schnallt den Gürtel enger

  • Publiziert: 19.06.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Die Wirtschaftskrise zwingt auch die SVP zum Sparen. Die Parteispitze um Toni Brunner muss auf Vergütungen verzichten. SVP-Sprecher Alain Hauert sogar auf seinen Job.

Die SVP Schweiz muss sparen und senkt ihre Kosten im laufenden Jahr um 20 Prozent. Parteipräsident Toni Brunner und die sechs Vizepräsidenten verzichten auf ihre gesamten Entschädigungen von insgesamt 110000 Franken (Blick.ch berichtete).

Der Leitende Ausschuss beschloss die Sparmassnahmen heute auf Antrag der Parteileitung, wie die SVP mitteilt. Betroffen sind alle Bereiche der Parteiarbeit.

Pressesprecher muss gehen

Gespart wird insbesondere bei den Publikationen, bei öffentlichen Tagungen und Veranstaltungen sowie beim Internetauftritt. Zudem wird auf dem Generalsekretariat die Stelle von Pressesprecher Alain Hauert gestrichen. Ihm sei gekündigt worden, sagte die interimistische Generalsekretärin Silvia Bär auf Anfrage.

Wenn am 1. Juli der neue Generalsekretär Martin Baltisser seine Arbeit aufnimmt, wird in der SVP-Zentrale der Kommunikationsbereich umstrukturiert. Künftig beschäftigt die Volkspartei in ihrem Generalsekretariat noch 12 Personen mit 1120 Stellenprozenten.

Rund 500000 Franken weniger Spenden

Die SVP begründete ihre Sparmassnahmen mit der Wirtschaftskrise. 2008 seien von der Wirtschaft und Privaten noch allgemeine Spenden im Umfang von 1,3 Millionen Franken eingegangen (bei Ausgaben von 2,99 Mio.). Für 2009 rechnet die SVP mit Spendeneinnahmen von gerade noch 800000 Franken.

Die Rechnung der SVP für 2008 schloss zwar positiv. Der Leitende Ausschuss der SVP folgte dem Sparantrag der Parteileitung dennoch einstimmig. (SDA/ent)

play Muss künftig ohne jährliche Spesenvergütung von 50000 Franken auskommen: SVP-Präsident Toni Brunner. (Sabine Wunderlin)