Zoff wegen Fraktionswahl: «Wie krank muss man sein ...» SVP-Rickli schimpft auf Facebook gegen Partei-Kollegen

Laut Medien sei Natalie Rickli nur dank Druck von Blocher zur Fraktions-Vize gemacht worden. «Alles Unwahheit!» - Jetzt wehrt sich Rickli in einem Facebook-Pamphlet.

  • Publiziert: 27.01.2012, Aktualisiert: 28.01.2012
  • Von Thomas Benkö
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SVP-Jungstar Natalie Rickli im Gespräch mit SVP-Stratege Blocher.

(Reuters)

Der blonde SVP-Engel ist «megamässig sauer». SVP-Nationalrätin Natalie Rickli ist am letzten Samstag laut der SVP-nahen «Basler Zeitung» nur dank Schützenhilfe der «Grossen Christophs» Mörgeli & Blocher Vize-Fraktionspräsidentin geworden.

Nachdem sie zunächst nicht genügend Stimmen erhalten hatte, verlangten einige Fraktionsmitglieder eine Wiederholung der Wahl. Der eigentlich gewählte Ständerat Alex Kuprecht verzichtete in der Folge: «Ich war nicht bereit, das Wahlprozedere nochmals durchzuspielen, nur weil es einigen Leuten nicht gepasst hat.»

Brandschreiben auf Facebook

Während Rickli am Morgen für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, wettert sie nun auf  Facebook gegen «ein Parteimitglied»: «Wie krank muss ein Fraktionskollege sein, der 1. Internas verbreitet und 2. Unwahrheiten?»

Rickli gibt ihre Schlappe zwar zu: «Fakt ist, ich wurde tatsächlich als Vizefraktionspräsidentin nicht gewählt.»

Dann kommt das grosse ABER: «Dann hat Alex Kuprecht zurückgezogen und verschiedenste Fraktionsmitglieder haben mich inständig gebeten, die Wahl anzunehmen.»

Die Nationalrätin schliesst ihr Pamphlet mit den Worten: «Offizielles Statement von Fraktionschef Adrian Amstutz folgt. Liebe Grüsse Natalie – gerne Vizefraktionspräsidentin, auch wenn gerade megamässig sauer.»

Mörgeli: Ereignisse «intern»

Beim Parteivorstand hielt man sich zum Thema bedeckt. SVP-Generalsekretär Martin Baltisser wollte auf die Darstellungen in der «BaZ» nicht eingehen und verwies auf ein Mediencommuniqué vom vergangenen Samstag.

Auch Christoph Mörgeli wollte die Wahl nicht kommentieren und bezeichnete die Ereignisse als «intern».

O-Ton: Ricklis Facebook-Pamphlet wegen der Wahl zur Fraktions-Vize

«Liebe Alle. Wie krank muss ein Fraktionskollege sein, der 1. Internas verbreitet und 2. Unwahrheiten?
Fact ist, ich wurde tatsächlich als Vizefraktionspräsidentin nicht gewählt. Natürlich war ich enttäuscht, da die jüngere Generation so im Vizepräsidium nicht vertreten war. Trotzdem habe ich diesen Entscheid demokratisch sofort akzeptiert. Ich habe mich auch nicht auf Spiele eingelassen. Dann hat Alex Kuprecht zurückgezogen und verschiedenste Fraktionsmitglieder haben mich inständig gebeten die Wahl anzunehmen. Ich bin über mein Ego (hätte sagen können, dann macht das alleine und die junge Generation ist nicht vertreten) gesprungen und habe somit meine eigenen Interessen hinter das Parteiinteresse gestellt. So das die offizielle Version.»
Link: www.facebook.com/natalierickliofficial

Kommentare (26)

  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Hat geklappt. Plötzlich steht jetzt gestern. Gratuliere.
    • 29.01.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Nach Mitternacht sollte es dann heissen: GESTERN um 20.33 Uhr
    Besser wäre jedoch das Datum. Dann müsstet ihr die SW nicht ändern!
    • 29.01.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Markus  Stoffel , Davos Dorf
    Frau Rickli steigen sie vom hohen Ross herunter und zeigen sie mehr Respekt vor anders denkenden Leuten. Was haben sie in ihrem Leben volkswirtschaftlich, gesellschaftlich und auch politisch schon geleistet und erreicht? Wenig bis nichts. Sie können der Bundespräsidentin als intelligente Intellektuelle, die schon so vieles erreicht hat, mit ihrer Ausbildung und bisherigem Leistungsausweis das Wasser nie und nimmer reichen. Ihre arrogante und vielfach verunglimpfende Art kommt nicht an und disqualifziert sie selbst. Bitte inskünftig mehr liefern statt laferen und denunzieren.
    Markus Stoffel, Davos
    • 28.01.2012
    • 3 Gefällt mir
  • daniel georg  horni , kleinlützel
    endlich mal eine die "alle liebt" und sich auch um kranke mitglieder
    kümmert. nur wüsste ich gerne, was den ihre eigenen intressen so
    sind fr.rickli
    • 28.01.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Gianni  Weidmann , Corrido/Co
    Die junge Generation soll verteten sein! Mit ihnen Frau Rickli? Sie die alte Parolen vom Medizinmann in Herrliberg auswendig lernt und lauthals verkündet. Für einen jungen Aufbruch mit neuen Ideen und neuen Umgangsformen sind sie zweifellos nicht die Richtige, trotzdem man manchmal glaubt noch einige Reste der pubertären Phase zu spüren.
    • 28.01.2012
    • 4 Gefällt mir
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