SVP-Reimann über den EU-Politiker mit der Schweizerfahne «Die Aktion war grossartig!»

STRASSBURG - Der italienische Politiker Mario Borghezio hat heute im Europaparlament die Schweizer Fahne gehisst. SVP-Nationalrat Lukas Reimann war live vor Ort – und ist begeistert von der Aktion.

4. Italienischer Abgeordneter: «Stoppt die EU-Diktatur»

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Der italienische EU-Abgeordnete Mario Borghezio hat heute Morgen im Europaparlament im französischen Strassburg für einen Eklat gesorgt.

Mitten in der Debatte über die Annahme der Schweizer Masseneinwanderungsinitiative erhob sich der Politiker der rechtspopulistischen Lega Nord von seinem Stuhl, hielt eine Schweizer Flagge in die Höhe und forderte ein Ende der «EU-Diktatur».

«Es lebe die Freiheit!»

«Europa muss den Willen des Schweizer Volkes akzeptieren», rief der sichtlich aufgebrachte Borghezio. «Es lebe die Freiheit! Es lebe der Föderalismus! Es reicht mit der europäischen Diktatur!»

Nach seinem lautstarken Auftritt wurde der Schweiz-Bewunderer des Parlaments verwiesen. Unter anhaltendem Protest verliess er schliesslich den Plenarsaal.

SVP-Reimann vor Ort: «Es war grossartig!»

Kaum raus aus dem Saal wurde er von einem jungen Mann angesprochen. Borghezio mochte nicht recht und versuchte ihn im Ärger wegzustossen. Als er aber aufgeklärt wurde, dass sein Gegenüber ein Schweizer Parlamentarier ist, horchte er auf.

Es handelte sich nämlich um SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der die Aktion auf der Zuschauertribüne live mitverfolgte. «Es war grossartig, wie die Schweizer Fahne im Machtzentrum der EU gehisst wurde», so der St. Galler Politiker zu Blick.ch. Die Hälfte der Zuschauer hätte dem Auftritt des Italieners Beifall geklatscht, will er beobachtet haben.

Im Gespräch mit Borghezio habe er ihm zur Aktion gratuliert. Der Lega-Mann sei sichtlich angetan gewesen und bezeichnete die Schweiz als «Vorbild».

Zukunft Schweiz - EU

Anders als Borghezio kritisierten indes die meisten Abgeordneten während der heutigen Debatte den Ausgang der Abstimmung vom 9. Februar - und forderten die Eidgenossenschaft zum Handeln auf.

Der Fraktionsführer der Sozialdemokraten, Hannes Swoboda, sagte etwa, die Schweiz stelle sich heute als Land dar, das «unser Geld will, aber unsere Arbeitnehmer wollen sie nicht akzeptieren».

«Unglaubliche Idioten»

Und der Grüne EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit betonte, die Schweiz müsse Lösungsansätze finden, nicht die EU. «Die Schweizer werden auf Knien wieder zu uns kommen und sehen, dass sie Europa einfach brauchen», sagte er.

Cohn-Bendit sorgte dann für den zweiten Eklat am heutigen Morgen: Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA bezeichnete er Abgeordnete der Front National während der Debatte als «unglaubliche Idioten» und wurde deshalb zur Ordnung gerufen. (bau/vuc)

Publiziert am 26.02.2014 | Aktualisiert am 27.02.2014
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  • Thomas  Binder , via Facebook 27.02.2014
    Alle empathiearmen weltfremden infantilen SVP-Sternchen wie Lukas Reimann, welche derartige Bewunderer des perversen Breivik selber, und dies sogar öffentlich, bewundern, müssen in der freiheitlichen Demokratie Schweiz politisch endlich perdu sein: Sie kurz bemitleiden, dann auslachen und dann ignorieren. Sonst werden wir demnächst alle ungläubig unsere Augen reiben nachdem wir plötzlich in der Diktatur der mittlerweile sehr sonderbaren SVP-Parteiführung aufgewacht sind.
    • Metzger  Mario 27.02.2014
      Die Linken sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass sie die Abstimmung verloren haben und zwar trotz praktisch einhelliger Unterstütztung durch die öffentlich- und privatrechtlichen Medien und die Classe Politique, was einer gewaltigen Ohrfeige für die selbsternannten Fotschrittlichen Kräfte gleichkommt. Was ist eigentlich so fortschrittlich an der Wiederbelebung des Kommunismus? Das Volk wird darüber wachen, dass der BR den Volksentscheid nicht verwässert.
    • Achim  Jenner 28.02.2014
      Vielleicht sollte Ihre Fraktion mal ueberlegen, ob Polemik, Schadenfreude und Ignoranz wirklich der richtige politische Umgang mit Meinungen darstellt. Egal ob Mehrheit oder Minderheit!?

      Nur im Windschatten dieser Haltungen kann sich das Ergebnis vom 09.02. erklaeren. Es ist sogar anzunehmen, dass die SVP weniger dazu beigetragen hat, als genau diese Art des linken Lagers!

      Zu meinen, ein Land in dem jeder 4. Arbeitnehmer Auslaender ist, waere "fremdenfeindlich", klingt naemlich weit hergeholt.
  • Michael  Meier aus Zürich
    27.02.2014
    In dieser einen Sache hat er recht, wenn er das sagt, was die Mehrheit von der EU-Unterdrückten Bevölkerung denkt. Aber das schlimme an dem ganzen ist, wie man sieht, lässt die EU nur Ihre Meinung zu, alle anderen werden vor die Tür gestellt. Das sollte einem zu denken geben.
  • Hai  Nguyen 27.02.2014
    I LOVE Schweizervolk! EU-Länder die gegen die Schweizer kritisieren haben keine Ahnung um was es hier geht und haben Angst, dass Sie nicht mehr Geld aus der Schweiz bekommen wenn die Verträge erneuert wird. Medien in EU die nur für Kritiker schreiben und nicht die Meinung von gegen Kritik der Schweiz sollen sich eine Ohrfeige geben. Es lebe Das Volk. Es betätig für die Schweiz, dass man keine Verträge Abschliesst obwohl die Initiative erst in 3 Jahre in Kraft tritt.
  • Alfred  Kuster , via Facebook 27.02.2014
    Also an alle EU Befürworter. Die EU verurteilte das gezielte Töten von Demonstranten in der Ukraine...sehr schön nicht? Also gebt bei Google "EU Charta Todesstrafe" ein. Ups....die EU erlaubt das gezielte Töten von Aufständischen!?!? Aber warum? Haben sie so Angst vor einem Volksaufstand? Von mir aus eine Riesen heuchlerei. Aber keine Angst die SP und die Grünen werdens schon richten. Apropo Grüne, Herr Cohn- Bendit sollte eigentlich eher im Gefängnis sein als im Europaparlament.Pädophilen Alarm
  • urs  fäh aus bäretswil
    27.02.2014
    Video des Jahres. Der ist der Hammer. Ich liebe die Italiener. ??