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Asylbewerber in der Mensa des Asylempfangs- und Verfahrenszentrums in Chiasso (Symbolbild)
(sda)In der Frühlingssession, die nächste Woche beginnt, lanciert die SVP gleich mehrere Motionen zum Asylwesen. Sofortige Korrekturen seien notwendig, um den Asylrechtsmissbrauch zu stoppen. Daher hat sich eine Arbeitsgruppe der SVP intensiv mit den nötigen Besserungen im Asylwesen beschäftigt und 45 Anträge verfasst.
Kein Pardon mit Italien
So fordert die Partei, dass mit Staaten wie Italien, wo Rückschaffungen schwierig sind und das Dublin-Abkommen nicht richtig angewendet wird, unverzüglich wieder Grenzkontrollen eingeführt werden.
Aus der Sicht des Bundesamts für Migration (BfM) macht das wenig Sinn. «Mit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen würde die Schweiz riskieren, nicht länger von den für die Schweiz positiven Aspekten von Schengen-Dublin profitieren zu können», sagt BfM-Sprecher Michael Glauser.
Weiter fordert die SVP, die Nothilfepauschale pro Asylbewerber zu senken. Dies als Anreiz für die Kantone, Asylbewerber schneller wegzuweisen. Aktuell liegt die Pauschale bei rund 6000 Franken.
Desertation soll kein Asylgrund mehr sein
Für die Änderung des Asylgesetzes werden Anträge eingereicht zur Senkung der Attraktivität, der Verfahrensverkürzung und des besseren Vollzugs und Wegweisung. Zudem sollen Wehrdienstverweigerung und Desertation keine Flüchtlingsgründe mehr sein. Für die Änderung des Asylgesetzes werden Anträge eingereicht zur Senkung der Attraktivität, der Verfahrensverkürzung und des besseren Vollzugesund Wegweisung. Die wichtigsten Forderungen sind:
Gegenwärtig wird die Frage betreffend Wehrdienstverweigerern im Parlament behandelt. Am 25. Nov. 2011 beantragte die zuständige Kommission des Ständerats mit 8 zu 4 Stimmen ihrem Rat, dass Asylsuchende, die als Verfolgungsgründe einzig Wehrdienstverweigerung oder Desertion geltend machen, in der Schweiz künftig kein Asyl mehr erhalten, sondern höchstens vorläufig aufgenommen werden sollen.
Die Anträge sollen in der Staatspolitischen Kommission (SPK) am 23. und 24. Februar 2012 besprochen werden.
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