SVP-Aeschi auf Asyl-Reise: Eritrea statt Bundesrat

Fast 10’000 Eritreer stellten 2015 hierzulande ein Asylgesuch. Flüchtlinge oder Wirtschaftsmigranten? Politiker machen sich vor Ort ein Bild.

Afrikareisende: Yvonne Feri, Thomas Aeschi, Claude Béglé & Susanne Hochuli (v.l.). play

Afrikareisende: Yvonne Feri, Thomas Aeschi, Claude Béglé & Susanne Hochuli (v.l.).

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Es ist ein ungleiches Vierer-Gespann. Die grüne Regierungsrätin und Zuständige fürs Asyldossier, Susanne Hochuli (AG), SVP-Fast-Bundesrat Thomas Aeschi (ZG), CVP-Nationalrat und Ex-Postchef Claude Béglé (VD) und SP-Nationalrätin Yvonne Feri (AG) reisen in diesen Tagen nach Eritrea.

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«Beweisfoto»: Aeschi zeigt sein Eritrea-Visum auf Facebook.

Das ostafrikanische Land steht im Brennpunkt der Schweizer Asylpolitik. Fast 10’000 Eritreer stellten im letzten Jahr ein Asylgesuch. Zum Ärger der SVP: Diese Entwicklung dürfe nicht anhalten. «Um den Ursachen auf den Grund zu gehen und Lösungen zu finden», reise er nach Eritrea, schrieb Aeschi kurz vor der Abreise auf Facebook – samt Foto seines Visums.

Die vier bekannten Politiker wollen sich ein eigenes Bild des isolierten und mausarmen Landes machen. Wie gravierend Menschenrechtsverletzungen sind – darüber gehen die Meinungen weit auseinander. 

Eine Reise wert: Medebar-Markt in der eritreischen Hauptstadt Asmara. play

Eine Reise wert: Medebar-Markt in der eritreischen Hauptstadt Asmara.

Getty

Ob es den Politikern gelingt, mehr Licht ins Dunkle zu bringen, ist fraglich. Sie werden von Toni Locher herumgeführt. Der Schweizer Honorarkonsul in Eritrea gilt als enger Verbündeter der eritreischen Militärdiktatur.

Geplant sind aber auch Treffen mit den Botschaftern der EU, Italiens und der Türkei sowie Vertretern der Uno und des IKRK. Auch mit dem Berater des eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki ist ein Gespräch geplant. (nmz)

Publiziert am 04.02.2016 | Aktualisiert am 04.02.2016
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  • Hans-Ulrich  Eichenberger 05.02.2016
    Die Schweiz hätte es in der Hand dieses kleine schöne Land effizient zu entwickeln. Nicht die Brünnelibauer, sondern Gewerbe und Industrie mit Hilfe der sonst verschleuderten Entwicklungs Miliarden. Aber das wäre nicht im Sinne der Amerikaner und Ihrem Lakay EU.
    Ich kenne auch Eriträer die hier gute Arbeit leisten. Diese würden unter diesen Umständen auch wieder zurück in Ihr Heimatland. Übrigens die Chinesen sind bereits vor Ort und bauen demnächst eine Goldmine ab.
    Bauen auch die Infr. aus.
  • Walter  Zimmermann aus Jona
    05.02.2016
    Aber bitte nicht mit Schlips, sondern in Jeans, auch die Damen. So wie ich seinerzeit Somalia besuchte. "Wir könnten das Paradies auf Erden haben, wenn die Leute arbeiten würden", sagte mir damals dort ein Freund. "Zwölf Monate frische Früchte und Gemüse auf kleinem Platz ohne grossen Aufwand." Und vielleicht vorher einen Reisebericht des deutschen Fernsehens ansehen.
  • Othmar   Huber 05.02.2016
    Schon komisch - beim Lesen der Kommentare wundere ich mich, dass obwohl keiner dieser Leser je selbst in diesem Lande war, "Experten" Meinungen und sehr negative Meldungen über eine Reise der engagierten Parlamentarier geschrieben werden. Typisch - machen unsere Parlamentarier endlich etwas - findet man immer wieder das Haar in der Suppe. Warten wir doch mal ab, welche Resultate kommen.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    05.02.2016
    Entwicklungshilfe ohne Kontrolle ist gleich weggeschmissenes Geld. Das ist Fütterung der kriminellen Diktatoren - das Volk sieht NICHTS.
    Streichung sämtlicher Gelder oder aber nur noch unter Kontrolle vor Ort - Begleitung der Gelder. ein MUSS, wobei auch das wieder Charakter-Sache ist, selber NICHT korrupt zu werden!
    ewz
  • Walter  Nef aus Niederweningen
    05.02.2016
    Die UNO als Weltverbesserer die abgeschafft werden sollte kostet nur viel Geld und erreicht gar nichts.
    Warum wird das Thema der Überbevölkerung nicht angepackt???