Support von Simonetta Sommaruga für Kandidatin Ursula Wyss Die Konkurrenz runzelt die Stirn

BERN - Justizministerin Simonetta Sommaruga sei für sie «unterwegs», twitterte Ursula Wyss, die Berns neue Stadtpräsidentin werden möchte. Die Konkurrenz findet das nur mässig lustig.

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PODIUMSGESPRAECH, BERNER STADTPRAESIDIUM,  play
Die Kandidatinnen und Kandidaten für das Berner Stadtpräsidium: Alec von Graffenried (GFL), Reto Nause (CVP), Ursula Wyss (SP), Alexandre Schmidt (FDP), Franziska Teuscher (GB) und Rudolf Friedli (SVP, v.l.). Keystone

Der Kampf ums Berner Stadtpräsidium spitzt sich zu. Gemäss einer aktuellen Umfrage der Zeitung «Bund» liegt Kronfavoritin Ursula Wyss (SP) hinter Alec von Graffenried (Grüne) nur auf Platz zwei. Dank des Supports von Bundesrätin Simonetta Sommaruga konnte die SP-Frau vielleicht ein paar Stimmen gutmachen.

Unterstützung für Ursula Wyss (r.): Simonetta Sommaruga am Samstag im Berner Quartier Breitenrain. play
Bundesrätin Simonetta Sommaruga (l.) und Ursula Wyss, Kandidatin fürs Berner Stadtpräsidium, bei einer Wahlkampfveranstaltung. Twitter

Am Wochenende posierte die Justizministerin an einer Wahlkampfveranstaltung für ein Foto. Wyss schrieb dazu: «Auch Simonetta Sommaruga unterwegs für die Stapi. Merci!» Die Magistratin hatte den Auftritt im Breitenrain-Quartier einem Besuch der 25. Jugendsession im Bundeshaus – fünf Tramstationen entfernt – vorgezogen (BLICK berichtete).   

Die Konkurrenz der SP-Kandidatin reibt sich die Augen. CVP-Anwärter Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Bundesstadt, sagt: «Bei mir kommt in solchen Fällen immer Bern zuerst.» Schon oft habe er für offizielle Auftritte auch seine Parteikollegen enttäuschen müssen.

«Sehr erstaunt über Prioritätensetzung»

FDP-Kandidat Alexandre Schmidt, ebenfalls Mitglied im fünfköpfigen Gemeinderat, Berns Exekutive, meint auf Anfrage: «Wenn Ursula Wyss Bundesrätin Sommaruga einspannt, dann soll es so sein.» Man befinde sich nun in einem Wettbewerb, «und da verfolgt jeder seinen eigenen Weg», stichelt der Finanzdirektor.

Verärgert ist Nationalrat Erich Hess, einer der drei SVP-Kandidaten. «Ich bin schon sehr erstaunt über die Prioritätensetzung von Simonetta Sommaruga», sagt er. Deren Sprecher hatte erklärt, die Bundesrätin habe Wyss bloss kurz besucht, «da sie ohnehin in der Stadt war, um einzukaufen». Dabei habe sie die «für solche Anlässe gebührende Zurückhaltung gewahrt».

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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10 Kommentare
  • Philipp  Rittermann 16.11.2016
    nun ja. frau sommaruga kann ihr "internes lobbying" betreiben wie ihr beliebt. da ist sie ja innerhalb parlamentarier-kreisen absolut keine ausnahme. über die prioritätensetzung hingegen, lässt sich in der tat streiten. und eine frau wyss ist für mich so oder so nicht wählbar.
  • John  Mueller 16.11.2016
    Ich wundere mich überhaupt nicht. Das gehört zum roten Filz und wird perfekt gepflegt. Nach dem Motto ich helfe und gebe Dir. Und Du hilft mir und gibst mir.
  • Frey  Gerhard aus Thun Schweiz
    16.11.2016
    Wow arme Stadt Bern, wenn dies so kommt. Das gibt dann wieder "Söi Häfeli Söi Decheli"
  • Roman  Bachmair aus Naters
    16.11.2016
    Soso, scheinbar ist Frau Sommaruga unterbeschäftigt, wenn sie Zeit hat, anderen unfähigen Möchtegern-Politikerinnen Support zu leisten...

    Die Berner werden ja wohl intelligent genug sein und diese Person nicht wählen. Denn viel hat sie gerade gar nicht zustande gebracht. Im Gegenteil: Nur eine mehr, welche auf Kosten anderer Politik betreiben will. Betonung auf "will", machen tut sie es ja eben nicht.
  • Mike  Rich 16.11.2016
    Regula Wyss war DIE Rädelsführerinnen in der Geheimoperation, die zu Blochers Abwahl führte. Sehr vertrauenswürdige und integre Person!;)